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2007.01.14, 17:28
Frühlingsgefühle

Möwe beim Flügel-Stretching
Unsere erste Woche im neuen Jahr hier in Spanien ist schon fast wieder vorbei. Aber wir haben sie natürlich wie immer gut genutzt. Nachdem erstmal das Missverständnis mit unserem Vermieter geregelt wurde und die Wohnung anscheinend nicht für etwaige Neujahrsfeiern oder ähnliches benutzt wurde war neben Uni und Lernen auch ein bisschen Spaß auf dem Wasser angesagt.
Gestern vor allem hatten wir einen genialen Tag auf dem Wasser. Wir waren mal wieder an unserem Lieblings-Levante-Spot, in Bolonia bei Tarifa. Mittlerweile sind wir beim Kiten immer zu dritt unterwegs. Vincent, ein französischer Erasmuskollege hat uns die letzte Woche öfters begleitet.
Obwohl in Deutschland anscheinend auch noch frühlingshafte Temperaturen herrschen, so warm wie hier (teilweise bis zu sonnigen 20 Grad) ist es wohl nicht. Daher verbrachten wir diese Woche auch wenn kein Wind zum Kiten da war am Strand, dann allerdings mit Lernen. Heute z.B. waren wir an unserem "Hausstrand", am Playa Caleta in Cádiz. Dort sind dann auch die Fotos von Möwen und anderem Fluggetier entstanden.
Liebe Grüße!



2007.01.27, 22:57
by animaux
about: eindrücke, oxford, street, cowley road, wohnen, wendy, alex, oxford university press, job, uni, brookes university, brookes, straße
Keep on moving
Ab morgen wohnen wir in der Cowley Road, it’s official!
Details dann wenn wir da sind! Vorerst aber ohne internet, also nicht wundern.
Noch dazu geht dann am Montag bei Wendy das neue Semester los, dann in etwas über einer Woche ziehe ich bei der Oxford University Press mit den Designern in unser eigenes Büro. Viel Tapetenwechsel also gerade.

(Bild nicht von uns, aber unsere Wohnung ist drauf!)
Details dann wenn wir da sind! Vorerst aber ohne internet, also nicht wundern.
Noch dazu geht dann am Montag bei Wendy das neue Semester los, dann in etwas über einer Woche ziehe ich bei der Oxford University Press mit den Designern in unser eigenes Büro. Viel Tapetenwechsel also gerade.

(Bild nicht von uns, aber unsere Wohnung ist drauf!)
2007.02.07, 00:43
Cádiz aus anderer Sicht: Irenes Spot-on-the-Blog

Irene, die Gastautorin
Hallo allerseits,
eigentlich muss ich mich ja erst einmal vorstellen: ich bin die infamous Irene, die Wohnungsgenossin von Valentin. Ihr habt sicher schon öfter hier auf dem Blog von mir und über mich gelesen und ich dachte, es sei mal an der Zeit, das ganze Treiben hier einmal etwas von meiner Seite zu belichten.
Daher werde ich einen Kurzabriss über die letzten zwei Wochen liefern, wobei der Schwerpunkt mehr auf der letzten Woche liegen wird. Ich hoffe, ihr akzeptiert mich für diese Zeit als ‚Autorin’ und ab nächster Woche habt ihr den alten Valentin wieder .
Die vorletzte Woche war vor allem von Lernen geprägt. Ich für meinen Englischkurs und Valentin für ‚Marketing internacionál’.

Lernen am Strand - notfalls mit Decke
Dabei muss ich anmerken, dass mich von Donnerstag bis Sonntag mein Freund besucht hat und ich daher meine Tage mit ihm in Tarifa verbrachte, während Valentin brav zu Hause lernte. O-Ton als ich wieder heimkam: ‚Du, Irene, ich hab es wirklich genossen, dass du nicht da warst. Die Zeit ohne dich war echt schön!’ Charming – true flatmates forever, oder? .
Am Dienstag der letzten Woche fand dann Valentins Klausur statt, die wohl ganz gut verlaufen ist und ich bin mir sicher, als alter ‚Streber’ wird er auch diese mit ‚sehr gut’ bestehen – so eben wie den Englischtest, den er mit 9 von 10 Punkten gemeistert hat.
Nun, da die erste Klausur vorbei war, die zweite nur in weiter Ferne winkte (zwei Wochen bis dahin) und alle Staffeln von NCIS im Netz gesehen waren – das sind zusammen 44 Folgen und ca. 33 Stunden Film -, musste für Valentin etwas neues her. Aber nicht eine Sache, sondern zwei .
Am Abend zuvor hatte Valentin ein Surfbrett ausfindig gemacht und das wurde kurzerhand am nächsten Abend abgeholt. Seitdem zieren unsere Wohnung nicht nur sechs Kites und drei Kiteboards, sondern auch noch ein Surfbrett (und eine MENGE Sand natürlich ).

Das Prachtstück
Die zweite neue Sache sollte nicht so einfach zu erwerben sein. Während der Lernphase hatte Valentin statt in seinem ‚Grottenzimmer’ immer im Wohnzimmer gelernt und da ihm der kleine runde Tisch nicht genügend Platz zur Entfaltung gelassen hatte, war für Valentin sonnenklar: Ein neuer Ess- und Arbeitstisch musste her. Mein einziger Kommentar dazu war: ‚Komm, wir fahren zu IKEA und kaufen uns da einen billigen Tisch. Ok?’ Daraufhin sah mich Valentin nur ziemlich abschätzig von der Seite an und sagte: ‚IKEA? Ne, ne, den baue ICH selber!’
Gesagt, getan, an einem der nächsten Tage fuhren wir in die spanische Variante des Baumarktes namens Leroy Merlin. Welch ein Name – für spanische Zungen und Kehlköpfe kaum aussprechbar, aber Hauptsache man kann hier Material kaufen.
Ihr hättet Valentins Gesichtsausdruck und seine Augen sehen sollen, als er den Laden betrat: Wie ein kleines Kind, das Weihnachten und Geburtstag zugleich hat, sah er aus . Im Nu hatte er auch ein riesiges Brett, vier ungehobelte Vierkanthölzer, 12 30mm verzinkte Schrauben (und ein paar andere Schrauben) etc. zusammengesammelt, und nun musste nur noch das Brett zugeschnitten werden. Dabei hatten wir wieder mal die spanische Geruhsamkeit unterschätzt und so standen wir mindestens eine Stunde an der Schlange an, bis unser riesiges Brett in eine 180x80 Tischplatte zusammengesägt war. Glücklich, äußerst erpicht darauf, das ganze zu einem Tisch zusammenzubauen und 71 Euro leichter, fuhren wir heim. Während die gute Hausfrau kochte, baute der gute Hausmann den Tisch zusammen.


Mensworld!
Und weil vor dem extra gekauften E-Schraubenzieher noch ein Akku- stand und dieser erst 10 Stunden aufgeladen werden musste, schraubte Valentin den Tisch mir nichts dir nichts einfach per Hand zusammen. (Foto mit Folgen siehe unten).

Ein Grund warum Akkuschrauber nützlich sind.
Als ich dann am nächsten Morgen aufstand, strahlte mir der Tisch entgegen und ich muss gestehen, dass es wirklich ein Meisterwerk ist – dementsprechend stolz ist Valentin auch und freut sich SEHR über jede Art von Lob.
Den Rest der Woche verbrachten wir an unserem Schreibtisch, ich arbeitend, Valentin surfend und fernsehend .
Am Samstag kamen dann Chri und Martin an. Chri ist mein potenzieller Nachmieter, Martin sein Kumpel und beide kiten auch. Sie bewohnen nun sporadisch unsere Wohnung mit, bis sich Chri entschieden hat, welche Wohnung er beziehen wird.
Gestern, also am Montag waren wir dann noch in Tarifa beim kiten und ich durfte endlich meinen neuen Kite ausprobieren. Das interessiert euch zwar sicherlich weniger, aber ein Foto muss trotzdem auf den Blog.

Irenes "Größter" in Ihrer Kitefamily
Auf der Rückfahrt bemerkten wir dann, dass mein liebes Auto ab ca. 100km/h ziemlich zu vibrieren anfängt und wir denken, dass es irgendwie von den Reifen, der Karosserie, etc. kommt. Wenn also einer/eine der Leser/innen eine Idee hat, was das sein könnte, BITTE, BITTE lasst es mich wissen..
So, das war also mein erster Eintrag. Ich hoffe, ich habe euch nicht zu sehr gelangweilt, wie gesagt, nächste Woche kommt wieder Valentin. Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Woche. Liebe Grüße und bis bald,
Irene
Tröpfchenweise Marketing

Fotoshooting im Abwasch
Die letzte Woche war hauptsächlich von Lernen geprägt. Bei meinem Glück holte ich mir letzten Sonntag bei einem kleinen Ausflug ins kühle Nass mit großen Wellen und meinem neuen Surfbrett eine leichte Grippe. So durfte ich neben meinen Marketingkenntnissen auch das leichte Fieber der vergangenen Tage pflegen. Doch offensichtlich bin ich pünktlich zur Klausur und natürlich auch zum Karneval, der dieses Wochenende beginnt, wieder fit.
Letztes Wochenende wollte ich eigentlich noch meinen neuen fahrbaren Untersatz abholen, doch als ich am vermutlichen Standort von Flo's altem Fahrrad, das er hier in Cádiz zurückgelassen hat, angekommen war musste ich feststellen, dass die Langfinger anscheinend schneller waren.
Neben viel "posicionamiento", "estratgia de diferención" und "matriz producto-mercado de Ansoff" hatte sich diese Woche auch die Irenenachfolge hier in der Wohnung geklärt. Chri hat sich aus Parkplatzgründen nun doch für eine Wohnung am Playa Santa Maria entschieden und so zog gestern Sandy, eine Französin aus Paris hier mit ein. Mehr darüber gibt's dann ebenfalls tröpfchenweise - wie eben das Marketing, das ich mir die letzten Tage verabreicht habe.
Liebe Grüße und nicht vergesse - Freitag 9:15 Uhr heißt's Daumen drücken ;).
Die Liebste und Carneval

Sonnenuntergang in Sancti Petri
Ich hab es letztendlich geschafft. Die Klausurenphase ist überstanden und allem Anschein nach auch wirklich erfolgreich abgeschlossen. Meine letzte Klausur hab ich am Freitag geschrieben und es lief wirklich in Ordnung. Dannach war erstmal ausgiebiges Aufräumen und Umziehen angesagt. Irene hat ihr Zimmer in unserer Wohnung geräumt damit Sandy und ich unsere zukünftigen Zimmer beziehen konnten. Doch Zeit war knapp und so musste ich um 18.00 Uhr den Bus zum Flughafen in Jerez nehmen. Linda sollte um 19.00 Uhr landen. Gemäß Murphy’s Law hatte der Buss dann natürlich auch noch 20 Minuten Verspätung aber Gott sei dank dauerte die Gepäckausgabe ebenfalls etwas länger, so dass ich Linda planmäßig empfangen konnte.

Freitagabend war dann eher entspannt, obwohl die ersten Karnevalisten schon die Stadt unsicher machten. Während am Samstag sich die Stadt dann langsam mit den ganzen Karnevalbesuchern füllte, flohen wir aus der Stadt an den Playa Cortadura um ein bisschen Zeit auf dem Wasser zu verbringen. Linda war somit das erste Mal beim Kiten mit dabei und musste natürlich sofort lernen, wie man ein Kite startet und landet. Aber sie war tapfer und hat sich sehr gut angestellt – was absolut keine Selbstverständlichkeit ist. Die meisten Leute haben am Anfang Angst vor den großen Kites und der Kraft und dem Zug der dahinter stecken kann!
Abend stand dann auch für uns Faschingsmuffel (zumindest Linda und ich) ebenfalls Karneval auf dem Programm. Wir hatten uns am Mittag noch schnell beim Marokkaner Kostüme organisiert. Linda ging als Hexe und ich als Mönch. Irene und Chri gingen als Römer während Sandy sich als Teufelin verkleidete.

v.l. Linda, Chri, Irene, ich und Sandy - meine neue Mitbewohnerin
Es war absolut lustig aber die unglaublichen Menschenmassen sorgten dann doch früh dafür, dass wir wieder den Heimweg antraten.
Heute war dann ein gemütlicher Start in den Tag angesagt. Doch als dann am frühen Nachmittag klar war, dass die Windvorhersage nicht stimmte und sehr wohl ausreichend Poniente angesagt war, wurde sehr schnell das Auto beladen und der Weg nach Sancti Petri angetreten. Es war mal wieder einer dieser wenigen perfekten Tage mit flachem Wasser und schönem Wind. Zu guter letzt wurden wir dann auch noch mit einem genialen Sonnenuntergang belohnt. Ich stellte wieder mal meinen Camcorder auf und filmte ein bisschen die Kiteaction.

Linda erwies sich als sehr geduldige Strandschönheit und widmete sich während wir (Chri und ich) unsere Stunden auf dem Wasser verbrachten der schönen Kunst der Literatur.

Chri bei einer Backroll
Hier habt ihr jetzt noch ein paar Sequenzen des Videos.
Liebe Grüße!
Ende der Besuchszeit & Mondfinsternis

Urlaubsfoto meiner Eltern – ein typisches weißes Dorf Andalusiens.
Nun, es hat mal wieder ein bisschen gedauert, bis ich mich meinem Blog mal wieder widmen konnte. Die letzten eineinhalb Wochen waren zwar größten Teils windstill, dennoch gab es das eine oder andere zu tun.
Nach unserem Ausflug nach Sevilla verbrachten Linda und ich unseren letzten Tag gemütlich in Cádiz. Wir gingen ein bisschen Shoppen und haben uns vor dem Karneval versteckt. Am Freitag gab’s dann eine große Überraschung. Wir sind früh morgens aufgestanden um Linda an den Flughafen zu bringen. Gleichzeitig kamen dort morgens auch meine Eltern und mein Bruder an. Dort angekommen mussten wir dann jedoch feststellen, dass Lindas Flug nach München auf den Abend verlegt worden ist. Also ging’s mit dem Mietwagen meiner Eltern wieder zurück nach Cádiz. Nach einem Mittagssnack fuhren die dann weiter nach Bolonia bei Tarifa, wo sie die ersten zwei Tage verbrachten, da es auf Grund des Karnevals keine Hotelzimmer für den Zeitraum mehr in Cádiz gab. Mein Bruder bezog Quartier bei mir in der Wohnung. Abends nahmen wir dann zum zweiten Mal an dem Tag den Bus zum Flughafen und diesmal musste ich tatsächlich ohne Linda wieder zurückfahren.
Nach einer gemütlichen WG Feier am Freitag und meinem zweiten Ausflug auf den Karneval fing dann Montag die Uni wieder richtig an. Eigentlich läuft das Semester ja schon seit Mitte Februar, allerdings bekamen wir für den Karneval frei. So war ich dann die Woche wieder fleißig in der Uni. Mittwoch war dann schon wieder frei – Tag von Andalusien, also Feiertag. Das nutzen wir dann um in Tarifa ein bisschen Kiten zu gehen und meinem Bruder mal die ersten Eindrücke vom Kiten zu vermitteln.
Der Karneval hatte übrigens nicht so viel an sich, wie meistens behauptet wurde. Das Treiben war mir als Faschingsmuffel am Ende wirklich etwas zu bunt. Allerdings hat der Karneval seine eigentliche Funktion tatsächlich erfüllt. Seit dem Karneval hat sich der nasse und kalte Winter hier verabschiedet. Es ist fast immer gutes Wetter mit um die 20 Grad tagsüber und Nachts auch wieder relativ mild, so dass die unbeheizte Wohnung kein Problem mehr darstellt.
Meine Eltern schauten sich viel von Cádiz, aber natürlich auch von der Umgebung an. Am Donnerstag zeigte ich Ihnen dann noch die verlassene Siedlung und Thunfischfabrik in Sancit Petri.
Seit Freitag morgen bin ich jetzt wieder allein in hier. Eine wirkliche Umstellung, da wir den gesamten Februar mit Chri, Martin, Irene, Sandy, Linda und meinem Bruder ständig ein volles Haus hatten. Zudem sind mittlerweile fast alle meiner Erasmuskollegen vom letzten Semester wieder zu Hause, so dass es wirklich sehr ruhig geworden ist. Aber die Ruhe hat auch gutes an sich.
Gestern gab’s dann noch für mich als Highlight meines Abendprogramms die Mondfinsternis. Natürlich kein Wölkchen am Himmerl und klare Sicht auf das Naturschauspiel. Für alle, denen die Sicht verwehrt wurde, hier die Fotos:

Mondfinsternis
Kitepause & Alternativprogramm


Kitealternativprogramm in Sancti Petri - Fotos machen
Jepp, ihr habt Euch nicht verlesen. Seit meinem letzten Eintrag hab ich auf Grund von kleinen Problemchen mit meinem Ellenbogen eine Kitepause eingelegt. Überraschend, man kann auch ohne Kiten zu gehen hier jede Menge Spaß haben . Letzten Montag war ich jedoch mal wieder fällig und so waren wir vormittags hier in Cádiz auf dem Wasser. Man darf es mit der Kitepause ja schließlich auch nicht übertreiben, ganz besonders dann nicht, wenn die Vorhersage für die restliche Woche nicht toll ausschaut. Leider kam es auch so, die restlichen Tage waren wir nicht wirklich effektiv auf dem Wasser.

Matze - ein Bamberger Freund den ich in Sevilla besucht habe

Graffiti der gehobenen Klasse in Sevilla
Doch keine Angst, ich wusste mich zu beschäftigen. Während letzte Woche noch wirklich einen sehr starken Touch von Strandurlaub hatte, beschäftigte ich mich diese Woche mit meinem Unternehmensgründungsseminar und hatte am Mittwoch Präsentation. Doch die Zeit die ich in die Ausarbeitung gesteckt hab, hat sich ausgezahlt und so lief das wirklich gut. Abends war dann zum Ausgleich mal wieder Sport angesagt, allerdings waren wir nicht kiten sondern diesmal war ich mit einigen Spaniern Hallenfußball spielen. Sehr lustig – aber auch wirklich anstrengend. Beim Kiten bewegt man die Beine nun doch nicht so sehr und so plagt mich dort noch heute ein unangenehmer Muskelkater. Zum Fußball bin ich um es mit dem Sport wirklich ernst zu nehmen übrigens mit meinem neu erworbenen 20€ Fahrrad gefahren. Das ist leider auch nicht viel mehr wert und so wurde ich auf der rasanten Fahrt über das schlechte Kopfsteinpflaster der Altstadt richtig durchgeschüttelt. Aber keine Angst, es hat zwar keine Federgabel, dafür aber funktionierende Bremsen. Am Donnerstag kam dann Sandys Freundin Alexandra aus Paris an. So sind wir im Moment zu dritt und erwarten für Montag sogar nochmals „Nachwuchs“. Olli aus Bamberg kommt mich zum Kiten besuchen wobei ich hierbei natürlich auch gleich auf seine Homepage www.devil-kiteboarding.de verweisen muss. Nein, nicht um Schleichwerbung zu betreiben, sondern um Euch meine Überarbeitung der Page zu zeigen.

Die Dächer von Sevilla
Gestern bin ich dann nach Sevilla zu Matze (Kommilitone und Freund aus Bamberg) gefahren. Dort wollten wir eigentlich auf das gigantische Botteillon Fiesta de Primavera gehen, doch daraus wurde auf Grund meiner späten Ankunft leider nichts mehr. Aber das Alternativprogramm war nicht schlechter. Gemütlich Tapasessen und das machen, was man wahrscheinlich als „chillen“ bezeichnet. Naja, wir hatten ne Menge Spaß. Heute starteten wir dann ein kleines kulinarisches Projekt und nach dem Essen verabschiedete ich mich dann auch wieder um noch rechtzeitig in Cádiz zu sein, um Essbares für den Abend und morgen zu organisieren.
Ganz liebe Grüße!
2007.04.11, 19:32
Semana Santa

Photo von photocase.de da ich leider selber meine Kamera nie mit dabei hatte
Wie Ihr von meinem letzten Lebenszeichen ja schon wisst, war ich die erste Hälfte der Semana Santa relativ wenig bzw. vor allem nur abends in Cádiz. So hab ich bis letzten Freitag auch nicht sehr viel von der berühmt berüchtigten Semana Santa hier in Cádiz mitbekommen. Freitag war es dann allerdings soweit. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass die Spanier in dieser Woche auf einmal wirklich sehr religiös werden. Sie fangen an sich zu bekreuzigen, wenn ein Krankenwagen mit Blaulicht (eigentlich ist’s hier ja gelb) vorbeifährt. Sie schauen sich die Prozessionen an – und das aber bis tief in die Nacht. Die Heiligenstatuen und Bilder an jeder zweiten Ecke in der Stadt sind mit Kerzen und Blumen geschmückt. Naja und so könnte man ewig weitermachen.
Um das ganze zu relativieren muss man allerdings auch mit dazu sagen, dass fast jeder Stadtteil seinen eigenen Jesus bzw. Heiligen hat, der dann von den jeweiligen Gruppen auf den so genannten Pasos, den Aufbauten, durch die Stadt getragen wird. Das ist dann z.B. „Nino Jesus de Praga“ oder „Jesus de Ecce Homo“. Da das natürlich auch ein stetiger Wettkampf zwischen den unterschiedlichen Barrios ist, führt das dazu, dass die Pasos Monatelang vorbereitet werden und die Prozessionen geprobt werden. Das lockt dann natürlich auch viele Angehörige zu dem Spektakel die mehr wegen der Prozession an sich und weniger wegen dem religiösen Sinn dahinter dort sind.
Nun ja, Ostern hab ich dann mit Chri in Tarifa verbracht. Es war zwar Wind, allerdings so konstant wie ein kaputter Autoblinker und von daher hab ich mir einen gemütlichen Tag am Strand gegönnt. Da es hier keinen Ostermontag gibt, war dann seit Montag wieder Uni angesagt. Von dort gibt’s leider allerdings nichts Spannendes zu berichten. Vor allem für alle Spanienkollegen hier noch ein kleiner Tipp: Ich fahr am 26. April nach Madrid auf eine Konferenz über Marketingstrategien von Großkonzernen. Die Teilnahme ist kostenlos. Mehr Infos dazu auf www.hoyesmarketing.com.
Liebe Grüße, Valentin
Delphi no se cierra

Sonnenuntergang – und wie man sieht, nicht alle waren beim Streik sondern haben sich einen schönen Segeltag geleistet.
Generalstreik ist das Stichwort des heutigen Tages. Unter dem Motto „Delphi no se cierra“ kämpfen die Gaditanos (der Name des kleinen aber einzigartigen Volkes der Leute Cádiz) gegen die Schließung einer Werft in Puerto Real, die gleichzeitig auch die Entlassung von ca. 2500 Arbeitern mit einschließt. Da hier in Cádiz die Arbeitssituation sowieso schon recht angespannt ist, ist das Engagement der Gaditanos verständlich. Und so hatte heute den ganzen Tag über nichts geöffnet. Selbst Vorlesungen in der Uni fanden nicht statt. Es war eindeutig Feiertagsfeeling in der Luft. Ca. 50.000 Menschen sind zu der Streikveranstaltung gekommen, Busse fuhren nicht und erst gegen Abend wurden sehr vereinzelt kleine Bars aufgemacht. Das war auf alle Fälle das Highlight der vergangenen Woche.

Mein sehr wert geschätztes Fortbewegungsmittel hier für die Stadt.
Freitag, Sonntag und gestern war bei uns Kiten angesagt. Das mit schön böigem Levante bzw. am Freitag noch schwachen Poniente. Wir hatten leider sehr selten so schönes bzw. warmes Wetter wie in Deutschland. Doch wenigstens wurde es mit dem Levante wieder etwas wärmer und am Samstag war endlich mal wieder ein richtiger Strandtag – wenig Wind und kein Wölkchen am Himmel.
So langsam steigt in der Uni auch wieder der Druck an. Die Klausurtermine werden langsam aber sicher bekannt gegeben und so wie’s ausschaut werde ich schon Mitte Juni fertig sein. Auch was den geplanten Marokko Trip mit Chri und eventuelle noch anderen Kitesurfern angeht, zeichnen sich langsam genauere Termine ab. Und so weiß ich mittlerweile, dass ich mir einen Flug am 18. Juli bzw. dem darauf folgenden Wochenende raussuchen darf. Soll heißen ihr könnt mit mir in der vorletzten Juliwoche rechnen.
Liebe Grüße, Valentin

Und mal wieder ein weiteres Sonnenuntergangsbild zum Abschluss aus meiner reichhaltigen Sonnenuntergangsbilderarchiv.
Der Strand ruft – die Arbeit auch

Die Sonne lacht, die Temperaturen schnellen hoch….

…doch mir bleibt nur der sehnsüchtige Blick vom Schreibtisch aus
Es scheint offensichtlich: auch mittlerweile in meiner 36. Woche hier in Spanien verliert der Strand nicht seinen Reiz. Einen Reiz der zumindest immer noch stärker ist als der des Freibads während der Klausurenzeit im Sommer in Bamberg. Doch der eventuell etwas frühere Start in meinen Semesterendzeitstress lässt zumindest die Erwartung steigen, ohne Zeitnot alle Arbeiten und Klausurvorbereitungen hinzubekommen. Im Augenblick beschäftigt mich daher der Businessplan für mein Unternehmensgründungsseminar.
Doch nicht alle Tage der vergangenen Woche bestanden aus reiner Arbeit. Es gab noch etwas Platz für Vergnügen und so ging’s mit Vincent und Chri am Freitag Nachmittag nach Tarifa um dort die erhofften und vorhergesagten zwei Tage Wind mitzunehmen. Übernachtet wurde in Chri’s Kitemobil.

Chri’s Kitemobil und Hotel Tarifa für uns drei.
Leider machten uns Wolken einen Strich durch die Rechnung, dass Freitag noch ausreichend Wind für die etwas spaßigeren Kites zustande kam und so hieß es dann nach ca. 10 Minuten Kiten immer wieder einige hundert Meter zum Startpunkt zurückzulaufen. Doch trotz der fehlenden Thermik und ausreichend Wind war es die geopferten Arbeitsstunden wert. Nach einer etwas kühleren Stranddusche und dem üblichen Zusammenpacken der Unmengen an Kiteequipment machte ich mich noch auf eine kurze Fotosafari los. Hier die Ergebnisse




Abends gab es dann in unserem Freiluftwohnzimmer an der Strandpromenade vorbereiteten Nudelsalat und danach ein paar gemütliche Bier. Das ganze natürlich begleitet von jeder Menge Kitegespräch und was sonst noch so auf der Seele lag.

Freiluftwohnzimmer mit Nudelsalat…

…und Lagerfeuerfeeling ohne Feuer aber mit Gaslampe
Später ging’s dann mal wieder auf durch die Kneipen Tarifas zu ziehen. Schon allein vom Publikum her muss man immer wieder feststellen, dass Tarifa etwas Besonderes ist. Vom Flair her passt es einfach nicht zu den umliegenden Dörfern (Cádiz eingeschlossen). Aber das macht es eben so interessant.
Die Nacht im breiten Ford Transit war überraschend angenehm und keiner musst unfreiwillig kuscheln. So gab’s dann morgens bei anfangs nicht mehr Wind wie am Vortag erstmal ein gemütliches Frühstück. Doch leider wollte der Wind nicht so recht und hielt sich bis auf eine halbe Stunde am Nachmittag den ganzen Tag über zurück. Doch das gab dann mal die Möglichkeit Tricks auszuprobieren die in den Anfängen bei viel Wind wirklich weh tun könnten. Von daher war es kitetechnisch interessant – wobei die viele Lauferei wirklich ermüdet – allerdings leider nicht so perfekt wie erhofft.
Nun ja, Poseidon als Gott der Meere, dem sicherlich auch die Verantwortung für den Wind hier zusteht, ist mir zumindest diese Woche gnädig. Es herrscht seit Sonntag so ziemlich Flaute und so ist die Versuchung die Arbeit ein paar Stunden lang hinten anzustellen und kiten zu gehen nicht gegeben. Von daher, richtet meinen Dank aus wenn ihr ihm über den Weg lauft und gute Nacht.
Liebe Grüße!
