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2006.10.02, 18:11
Die erste Woche in Cádiz
So, endlich schaff ich's mal wieder mich zu melden. Die erste Woche in Cádiz ist hinter mir und es gibt natürlich viel zu erzählen.
Während die ersten Tage hier eher von Einsamkeit geprägt waren hab ich mir ein Openair Office auf unserer schönen Dachterrasse eingerichtet. Was die Dachterrasse so schön macht ist auf alle Fälle die kleine aber feine Aussicht auf's Meer:

und natürlich auf die typisch südländische Dächerlandschaft der Stadt:

Dienstag hab ich dann meine ersten Studienkollegen kennen gelernt. Doch die erste, berüchtigte Studentenfeier musste noch auf mich warten denn Dienstag Abend bin ich mal wieder nach Tarifa gefahren um an einem der genialen Festessen der "Schweizer" (mit denen ich während der Zeit dort zusammen gewohnt habe) teilzunehmen. Es gab Fondue mit original Schweizer Käse! Mittwoch morgen hab ich dann in aller Frühe die Susi (siehe Story von vor 2 Wochen oder so) auf den Flughafen in Jerez gefahren. Das war ein kleines Abenteuer, da wir mit der Reserve des ausgeliehenen Autos mehr als 40 km fahren mussten bis wir mal eine offene Tankstelle gefunden hatten. Trotz allem haben wir's dann noch rechtzeitig (35 min vor Abflug) an den Flughafen geschafft. Naja, wie sagt man so schön: no risk, no fun. Mittags bin ich dann mit den "Schweizern" an den Strand. Doch Poseidon oder wer auch immer dafür zuständig ist hat uns an dem Tag leider nicht mit Wind gesegnet. Dafür mit angenehm hohen Wellen worauf hin wir uns Wellenreitbretter gemietet haben und ich ein erstes Gettogether mit dieser Art der Surfens, den einheimischen Surfern und dem örtlichen Riff hatte. Abends ging's dann wieder nach Cádiz zum meinem ersten "Botteilon" hier (das bedeutet, dass man sich auf irgendeinem - hauptsächlich dem Plaza San Fransisco - trifft und gemütlich quatscht und das mitgebrachte Bier oder den Wein genießt). Dort hab ich dann auch sehr schnell weitere Erasmusleute kennen gelernt. Donnerstag und Freitag war ich dann noch weiter mit dem organisatorischen Kleinkram aber natürlich auch ausgiebigem Sonnenbaden beschäftigt. Freitag abend hatten die Jungs von hiesigen Wohnungsbüro der Uni eine Strandfeier geplant, die wir dann auch gleich zum Geburtstagfeiern umfunktioniert hatten. Dort hab ich dann den bisher vorwiegend deutschen Bekanntenkreis auf einige Italiener und ein paar Franzosen ausweiten können. Trotz allem muss ich sagen, dass ich von dem meistens sehr niedrigen Spanischniveau bei den ausländischen Studenten hier überrascht bin. Und das soll bitte nicht falsch verstanden werden, dass mein Spanisch absolutes oberstes Niveau mittlerweile wäre. Ich seh mich selbst immernoch im Mittelfeld und bin mir sicher dass ich mich in der Uni ebenfalls schwer tun werde. Aber bei manchen "Fällen" frag ich mich wirklich wie das funktionieren soll. Naja, vamos a ver! Gestern kam dann überraschender Weise Irene und ihr Freund Fritz schon an. Ihnen wurde in Alicante auf der Fahrt hier her das Auto aufgebrochen und Geld, Handy und Laptop gestohlen. Deshalb dann auch die vorzeitige Anreise hier. Heute waren wir ausgiebig einkaufen und morgen können wir dann auch ganz entspannt mit der Uni durchstarten.
Von daher drückt mir die Daumen, dass alles gut funktioniert und ihr hört von mir demnächst! Bis dann, Valle
Während die ersten Tage hier eher von Einsamkeit geprägt waren hab ich mir ein Openair Office auf unserer schönen Dachterrasse eingerichtet. Was die Dachterrasse so schön macht ist auf alle Fälle die kleine aber feine Aussicht auf's Meer:

und natürlich auf die typisch südländische Dächerlandschaft der Stadt:

Dienstag hab ich dann meine ersten Studienkollegen kennen gelernt. Doch die erste, berüchtigte Studentenfeier musste noch auf mich warten denn Dienstag Abend bin ich mal wieder nach Tarifa gefahren um an einem der genialen Festessen der "Schweizer" (mit denen ich während der Zeit dort zusammen gewohnt habe) teilzunehmen. Es gab Fondue mit original Schweizer Käse! Mittwoch morgen hab ich dann in aller Frühe die Susi (siehe Story von vor 2 Wochen oder so) auf den Flughafen in Jerez gefahren. Das war ein kleines Abenteuer, da wir mit der Reserve des ausgeliehenen Autos mehr als 40 km fahren mussten bis wir mal eine offene Tankstelle gefunden hatten. Trotz allem haben wir's dann noch rechtzeitig (35 min vor Abflug) an den Flughafen geschafft. Naja, wie sagt man so schön: no risk, no fun. Mittags bin ich dann mit den "Schweizern" an den Strand. Doch Poseidon oder wer auch immer dafür zuständig ist hat uns an dem Tag leider nicht mit Wind gesegnet. Dafür mit angenehm hohen Wellen worauf hin wir uns Wellenreitbretter gemietet haben und ich ein erstes Gettogether mit dieser Art der Surfens, den einheimischen Surfern und dem örtlichen Riff hatte. Abends ging's dann wieder nach Cádiz zum meinem ersten "Botteilon" hier (das bedeutet, dass man sich auf irgendeinem - hauptsächlich dem Plaza San Fransisco - trifft und gemütlich quatscht und das mitgebrachte Bier oder den Wein genießt). Dort hab ich dann auch sehr schnell weitere Erasmusleute kennen gelernt. Donnerstag und Freitag war ich dann noch weiter mit dem organisatorischen Kleinkram aber natürlich auch ausgiebigem Sonnenbaden beschäftigt. Freitag abend hatten die Jungs von hiesigen Wohnungsbüro der Uni eine Strandfeier geplant, die wir dann auch gleich zum Geburtstagfeiern umfunktioniert hatten. Dort hab ich dann den bisher vorwiegend deutschen Bekanntenkreis auf einige Italiener und ein paar Franzosen ausweiten können. Trotz allem muss ich sagen, dass ich von dem meistens sehr niedrigen Spanischniveau bei den ausländischen Studenten hier überrascht bin. Und das soll bitte nicht falsch verstanden werden, dass mein Spanisch absolutes oberstes Niveau mittlerweile wäre. Ich seh mich selbst immernoch im Mittelfeld und bin mir sicher dass ich mich in der Uni ebenfalls schwer tun werde. Aber bei manchen "Fällen" frag ich mich wirklich wie das funktionieren soll. Naja, vamos a ver! Gestern kam dann überraschender Weise Irene und ihr Freund Fritz schon an. Ihnen wurde in Alicante auf der Fahrt hier her das Auto aufgebrochen und Geld, Handy und Laptop gestohlen. Deshalb dann auch die vorzeitige Anreise hier. Heute waren wir ausgiebig einkaufen und morgen können wir dann auch ganz entspannt mit der Uni durchstarten.
Von daher drückt mir die Daumen, dass alles gut funktioniert und ihr hört von mir demnächst! Bis dann, Valle
Uni und Levante

Fast perfekt aufeinander abgestimmt hat letzte Woche das Wetter zu unserem Unistundenplan gepasst. Dienstag waren wir das erste Mal am Playa La Victoria bei angenehm frischem Poniente Kitesurfen. Auch wenn der schön große Strand wirklich angenehm ist so zerstören die unsauberen, ?choppy? Wellen die Chancen des Spots zu den wirklich guten hier in der Gegend zu gehören. Trotz allem hatten wir wirklich unseren Spaß.
Mittwoch ging?s dann bei mir mit meiner ersten Vorlesung los. Kleine ?Klassen? mit nicht mehr als 50 Studenten und wirklich sehr verschulte Methodik aber gerade deshalb wirklich angenehm, selbst wenn man noch nicht alles versteht was geredet wird. Auch bei Marketing Internacional am nächsten Tag hat alles gepasst. Ich war vor allem immer wieder von der Hilfsbereitschaft der Spanischen Kommilitonen überrascht. So hatte ich einen wirklich guten Start in den Uni Alltag hier.
Donnerstagabend ging?s dann wieder nach Tarifa. Levante stand vor der Tür mit moderaten 26 bis 29 Knoten. So wurde ich wieder Gast in der Schweizer ? WG. So kam ich dieses Wochenende in den Genuss von mehreren Stunden Kiten in Bolonia, einem kleinen Dorf nördlich von Tarifa das letztes Jahr schon unser absoluter Lieblingsspot war. Und auch diese Tage hat uns Bolonia nicht im Stich gelassen! Sonntag ging?s dann wieder zurück nach Cádiz ? das noch ungewohnte, neue Zuhause.

Kiten in Bolonia.

Mondaufgang bei Bolonia
Seit dieser Woche gibt?s jetzt wirklich den richtigen Uni Alltag. Der Sprachkurs hat seit Montag begonnen und auch die normalen Vorlesungen finden mit aller Intensität statt. Trotz allem ist es (noch) unkompliziert und es fällt vom sprachlichen Aspekt her leicht, den roten Faden der Vorlesungen zu verfolgen ? auch dann, wenn mal kein Skript angeboten wird. Von daher kann man wirklich von einem erfolgreichen Einstieg sprechen! Liebe Grüße, Valle
2006.09.11, 14:40
Erste Lebenszeichen...aus Spanien!

Sonntag 10.9.2006 13:10 Uhr
Fast eine Woche - genauer gesagt: 138 Stunden und 15 Minuten bin ich nun schon in Spanien. Tarifa heißt die kleine Stadt am südlichsten Punkt der iberischen Halbinsel, wo ich zur Zeit in eine Spanisch Sprachschule gehe und von hier aus ab nächster Woche nach Cádiz pendeln werde um Wohnung und Co. für das Jahr zu organisieren.
Der erste Abend war ganz nett. Ich wurde gleich von meinen Mitbewohnern hier zum Tapasessen mitgenommen und so war der erste Abend schon mal nicht von quälender Einsamkeit geprägt. Trotzdem war der Einstieg hier wirklich nicht einfach. Zum Beispiel der Wechsel von wirklich einiges arbeiten zu einfach mal ein paar Stunden am Strand zu liegen und nichts produktives zu tun war besonders am Dienstag echt schwer. Mittwoch ging das alles schon viel besser und der Wind war auch etwas angenehmer und so hab ich seitdem meine Nachmittage auf dem Wasser verbracht.
Morgens ist schließlich Sprachschule angesagt. Die klappt echt gut und durch die langsam auslaufende Saison hat man fast Privatunterricht anstatt sich mit 8 anderen in die kleinen Zimmer zu zwängen. Mit meinem Spanisch geht es auch gut voran und ich bin selbst wirklich überrascht, wie einfach da der Einstieg war.
Heute sollte laut Wetterbericht der Levante (wir haben seit ca. 2 Wochen Levante, einen mit ca. 30 Knoten wirklich starken Ostwind) auf Poniente (Gegenstück zum Levante, nur aus dem Westen vom Atlantik her und bei weitem nicht so stark) wechseln. Aber da die Fischer sagen, dass das erst Dienstag der Fall sein würde mache ich heute mal einen kompletten Tag ohne Wassersport und Flugsand in den Augen ? so bisher zumindest der Plan.

2006.09.11, 21:17
Impressionen


Hier noch ein paar Eindrücke von meiner ersten Woche. Der Leuchtturm ist in Canos de Meca. Die beiden auf dem Bild sind Susi und Matthias, mit denen ich hier zur Zeit meistens von Strand zu Strand tingel. zum Kiten und zum Sonnencremegruß muss ich wohl nicht mehr viel sagen :)
2006.09.16, 21:58
Von wilden Wellen und wenig Wohnungen
Mal wieder Zeit für ein kleines Update. Heute war ich zum dritten Mal diese Woche in Cádiz in Sachen Wohnungssuche. So langsam hab ich ein paar Adressen ausfindig gemacht und die werde ich jetzt nächste Woche abarbeiten. Heute wollte ich mir eine Wohnung anschauen, bin extra nach Cádiz gefahren und musste dann feststellen, dass die Wohnung schon vergeben war. So musste ich dann die restliche Zeit in Cádiz mit Fotografieren von Tauben und Katzen verbringen. Trotzdem ist der Optimismus eine schöne Wohnung zu finden noch nicht verloren gegangen. Montag geht's weiter!...

...Nachdem mir letzten Sonntag ein Windsurfer mit seiner Finne mein Kiteboard fast in zwei Teile geschnitten hat, hab ich es dann gut repariert wieder bekommen und gestern gleich wieder verloren (auf dem Wasser bei einem Sprung und nicht wieder gefunden). Nachdem ich dann nach einer dreiviertel Stunde im Wasser recht ausgekühlt war, hat mir ein Bekannter sein Board geliehen. Doch trotz stundenlager Suche bis in den Sonnenuntergang konnten wir leider das Brett nicht wieder finden. Die Probelmatik bestand darin, dass nach Rücksprach mit lokalen Anglern und Fischern, das Brett ganz sicher angeschwemmt werden würde, wir allerdings die ersten sein mussten die es finden, da es sonst in spätestens zwei Tagen in einem Surfshop zum Verkauf stehen würde. Deshalb nahmen wir dann eine fast 2stündige Nachtwanderung auf uns. Man glaubt es kaum - aber wir haben es wieder gefunden!!
Ansonsten habe ich die die letzte Woche mit Sprachschule und Kiten verbracht, sofern ich nicht gerade mal wieder in Cádiz war.

2006.09.24, 22:11
Letzte Tarifawoche und der Einstieg in Cádiz

Nicht ganz auf die Art bin ich nach Cádiz gekommen doch trotzdem könnte ich das (Kinder-) Quad in meiner Wohnung nutzen um zumindest mal zur Uni zu fahren.
Die Wohnungsübergabe gestern hat ohne Probleme geklappt und so bin ich nun stolzer Mieter einer Wohnung "wo die Engel wohnen" (soviel zu meinem Straßennamen, nicht dass ihr jetzt denkt, ich wäre im Himmel Erasmusstudent).
Die letzte Woche in Tarifa war neben angenehmen Stunden in der Sprachschule ein klimatechnisches Kuriosum. ES HAT GEREGNET:

Dafür hatte wir dann am Donnerstag und am Freitag ausreichend Wind für 12m² und gegen Abend dann für 16m² Kites. So hab ich die letzten Tage in Tarifa genutzt und am Freitag die teilweise knapp über 2m großen Wellen, die als Abschiedsgeschenk eines Sturmtiefs vor Galizien bis zu uns gewandert sind genossen! Vorher hab ich allerdings noch den windstillen Dienstag genutzt und meine Finnen lackiert, damit ich mein Board so schnell nicht wieder verliere. Eigentlich wollte ich ja dem gesamten Brett zu Leibe rücken, doch konnte es dann nicht über's Herz bringen.

Seit gestern bin ich wie bereits gesagt in Cádiz. Die Wohnung ist zwar nicht "super-neu" doch nach ein bisschen Putzen und dem geplanten Ikea Einkauf nächste Woche werden wir sie schon sehr wohnlich machen können. Die Zeit ist im Augenblick für solch eine redseelige Person wie mich doch ein bisschen einsam, doch hab ich auch schon zumindest ein paar andere Austauschstudenten kennengelernt und das wird nächste Woche auf alle Fälle so weitergehen.
Irene, meine zukünftige Mitbewohnerin, wird dann ab nächstem Wochenende hier sein und von daher kann es gut sein, dass ich mir nächste Woche noch ein bisschen Südspanien anschau.
Von daher seid auf ein paar schöne Fotos von der Wohnung gespannt und schaut einfach nächstes Wochenende nochmal rein! Liebe Grüße, Valle
2006.12.03, 16:45
Herbst=Frühling

Hallo Allerseits,
vorab erstmal sorry, dass ich in letzter Zeit so faul war und Euch nicht wirklich über das was so passiert ist informiert habe. Auf der anderen Seite, habe ich jetzt auch wirklich ein bisschen was, über das ich schreiben und erzählen kann - hab mich ja schließlich mehr als einen Monat lang nicht gemeldet.
Anfang meiner 8. Woche hab ich mich das letzte Mal gemeldet. Da war die Welt ja noch in Ordnung ;). Damals gab es noch fast immer Wind, warme Sonnenstrahlen und ganz wichtig: keine Zeitumstellung. Diese letzte Woche haben wir daher dementsprechend genutzt und haben das längere Tageslicht für kleine - sogenannte 'desperate action sessions' - nach der Uni noch genutzt. Die paar Bilder hier z.B. entstanden bei fast keinem Wind im schwindenden Tageslicht am Stadtstrand von Cádiz.



Das Wochenende wurde jedoch Levante angemeldet, der allerdings furchtbar böig und stark war. So wurde nicht viel aus Wassersport und wir hielten den üblichen Strandtratsch mit den anderen Kitern am Strand. So lernten wir Niko kennen. Niko war wie wir vor einem Jahr Sprachschüler in der Spanischschule von Tarifa und auch sonst ein ganz spannender Zeitgenosse. So kam es dann, dass er uns mit nach Cádiz begleitete und wir abends zusammen die Stadt unsicher machten. Doch Irene konnte sich es nicht nehmen lassen und genoss das Abendlicht und die sauberen Wellen.


Der Herbst scheint hier langsam angekommen zu sein. Wobei die Frage wirklich berechtig sein muss, ob hier der Herbst nicht viel mehr Frühling bedeutet. Seit einigen Wochen verwandelt sich die verbrannte Landschaft hier in grüne Hügel die vielmehr an Neuseeland als an Südspanien erinnern. (siehe Foto ganz oben).
Neben diesem Wochenendprogramm wurde die Uni auch langsam anspruchsvoller bzw. verlangte mehr Arbeitseinsatz für Präsentationen, Hausaufgaben und Schnelltests. Alles in allem sind die Fächer jedoch immer noch einfach und machbar - selbst auf Spanisch. Dieses wird ja schließlich auch immer besser, auch wenn man manchmal Tage hat an denen sich die Zunge verknotet hat und einem die einfachsten Worte nicht mehr einfallen. In zwei Wochen geht unser Sprachkurs hier an der Uni zu Ende und so heißt es zur Zeit die komischsten Sonderregelungen der Subjuntivos zu pauken (einer Verbform die von Spaniern und Franzosen erfunden wurde, um Ausländern, Schülern und Studenten das Erlernen der Sprachen zu verkomplizieren ;) ).
In Woche 11. - also Anfang November bekamen wir Besuch von drei Freunden aus Bamberg die ebenfalls das Kitefieber gepackt hat. Leider war der Wind nicht ganz so perfekt, aber im Gegensatz zu der Woche vorher und den Wochen danach überhaupt vorhanden. So genossen wir z.B. die unglaubliche Kulisse eines Spots namens Palmones. Direkt in der (Hafen)Bucht von Algeciras gelegen, mit Blick auf den imposanten Felsen von Gibraltar und die vor Anker liegenden Hochseetanker. Leider hatte ich meine Fotokamera nicht mit dabei - aber das nächste Mal wenn wir dort sind, reiche ich die Bilder nach. Die Woche war echt lustig und ich glaube wir hatten alle eine Menge Spaß.
Doch leider sollte die gute Stimmung nicht ganz so lange anhalten wie geplant. Am Samstag den 11.11.- fast pünktlich zum Faschingsanfang - durften wir uns mit gelben Warnwesten verkleiden, da uns ein Autofahrer übersehen hatte, uns die Vorfahrt genommen und gerammt hatte. Gott sei Dank ist Niemandem etwas Schlimmeres passiert. Dumm nur, dass nicht nur das Auto des Autofahrers sondern auch Irenes Auto - unser Kitemobil und roter Teufel - einen Totalschaden hat. So wurden wir unserer Mobilität, die besonders auf der Jagt nach dem besten Wind und der schönsten Welle so wichtig ist, beraubt. Bis heute hat sich von Seiten der spanischen Versicherung nicht viel getan, aber darauf wurden wir ja schon von der Polizei am Unfallort hingewiesen, dass das Alles ein bisschen länger dauert.

Um nicht in Einsamkeit zu verfallen nachdem uns dann am Montag die Bamberg Freunde wieder verlassen hatten, bekamen wir für zwei Wochen einen Hund zur Pflege, da sein Herrchen kurz nach Deutschland zurück musste. Mila hieß die Gute und ist uns allen super ans Herz gewachsen. So wurde frische Luft schnappen gehen für uns zur tägliche Routine und das traf sich auch ganz gut, da seit dem Unfallwochenende der Wind sehr sparsam war und uns so die Bewegung gut tat. Wir haben sogar mit Schwimmen angefangen um uns fit zu halten. Wobei ich dabei sagen muss, dass es für mich immer noch viel Arbeit zu tun gibt um dann einmal mit Irene mithalten zu können, die mir auf 1km Kraul immer noch 200m abnimmt. Naja, es kann ja nur besser werden.



Letztes Wochenende bekamen wir dann mal wieder Besuch. Linda kam und wir hatten ein - je nach Blickwinkel - Gott sei Dank bzw. leider ein windstilles, langes Wochenende. Aber es war schön doch wie sich jeder vorstellen kann natürlich viel zu kurz. Aber in mittlerweile weniger als zwei Wochen fliegen wir ja mal wieder nach Hause.
Nun gut, Das waren jetzt einmal die wichtigsten Ereignisse der letzten 5 Wochen. Das nächste Mal lass ich dann nicht so lange auf ein Update warten - Versprochen!
Liebe Grüße, Euer Valle
Der Strand ruft – die Arbeit auch

Die Sonne lacht, die Temperaturen schnellen hoch….

…doch mir bleibt nur der sehnsüchtige Blick vom Schreibtisch aus
Es scheint offensichtlich: auch mittlerweile in meiner 36. Woche hier in Spanien verliert der Strand nicht seinen Reiz. Einen Reiz der zumindest immer noch stärker ist als der des Freibads während der Klausurenzeit im Sommer in Bamberg. Doch der eventuell etwas frühere Start in meinen Semesterendzeitstress lässt zumindest die Erwartung steigen, ohne Zeitnot alle Arbeiten und Klausurvorbereitungen hinzubekommen. Im Augenblick beschäftigt mich daher der Businessplan für mein Unternehmensgründungsseminar.
Doch nicht alle Tage der vergangenen Woche bestanden aus reiner Arbeit. Es gab noch etwas Platz für Vergnügen und so ging’s mit Vincent und Chri am Freitag Nachmittag nach Tarifa um dort die erhofften und vorhergesagten zwei Tage Wind mitzunehmen. Übernachtet wurde in Chri’s Kitemobil.

Chri’s Kitemobil und Hotel Tarifa für uns drei.
Leider machten uns Wolken einen Strich durch die Rechnung, dass Freitag noch ausreichend Wind für die etwas spaßigeren Kites zustande kam und so hieß es dann nach ca. 10 Minuten Kiten immer wieder einige hundert Meter zum Startpunkt zurückzulaufen. Doch trotz der fehlenden Thermik und ausreichend Wind war es die geopferten Arbeitsstunden wert. Nach einer etwas kühleren Stranddusche und dem üblichen Zusammenpacken der Unmengen an Kiteequipment machte ich mich noch auf eine kurze Fotosafari los. Hier die Ergebnisse




Abends gab es dann in unserem Freiluftwohnzimmer an der Strandpromenade vorbereiteten Nudelsalat und danach ein paar gemütliche Bier. Das ganze natürlich begleitet von jeder Menge Kitegespräch und was sonst noch so auf der Seele lag.

Freiluftwohnzimmer mit Nudelsalat…

…und Lagerfeuerfeeling ohne Feuer aber mit Gaslampe
Später ging’s dann mal wieder auf durch die Kneipen Tarifas zu ziehen. Schon allein vom Publikum her muss man immer wieder feststellen, dass Tarifa etwas Besonderes ist. Vom Flair her passt es einfach nicht zu den umliegenden Dörfern (Cádiz eingeschlossen). Aber das macht es eben so interessant.
Die Nacht im breiten Ford Transit war überraschend angenehm und keiner musst unfreiwillig kuscheln. So gab’s dann morgens bei anfangs nicht mehr Wind wie am Vortag erstmal ein gemütliches Frühstück. Doch leider wollte der Wind nicht so recht und hielt sich bis auf eine halbe Stunde am Nachmittag den ganzen Tag über zurück. Doch das gab dann mal die Möglichkeit Tricks auszuprobieren die in den Anfängen bei viel Wind wirklich weh tun könnten. Von daher war es kitetechnisch interessant – wobei die viele Lauferei wirklich ermüdet – allerdings leider nicht so perfekt wie erhofft.
Nun ja, Poseidon als Gott der Meere, dem sicherlich auch die Verantwortung für den Wind hier zusteht, ist mir zumindest diese Woche gnädig. Es herrscht seit Sonntag so ziemlich Flaute und so ist die Versuchung die Arbeit ein paar Stunden lang hinten anzustellen und kiten zu gehen nicht gegeben. Von daher, richtet meinen Dank aus wenn ihr ihm über den Weg lauft und gute Nacht.
Liebe Grüße!
