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»spooky«
2006.03.05, 02:31
Muß das sein?
Die Irrwege die man geht, die Gedanken die einen begleiten und die Fragen die sich aufdrängen wenn man, ja, einen Hang zur Paranoia hat.
Als ich meinen Weg in den Norden antrat, habe ich mich durchaus darauf gefreut, endlich in einer Stadt zu leben, in der sich mir die Möglichkeit bietet Bundesligafußball nicht nur in einer kleinen, verrauchten, abgeranzten (no offense Falke) Pisspinte zu genießen. Sondern in einem schönen großen Stadion – mit Dach für die 50000 Freunde. Nun ja, der HSV, immernoch besser als Hertha – das waren so ungefähr meine Gedanken. Nun bin ich also hier und versuche mich damit anzufreunden, eventuell ein, zwei Däumchen für die ansässige Bundesligamannschaft zu drücken. Ist das das Ergebnis?
Bayern München : Hamburger SV | 1:2

Muß das sein? Ich war seit Jahren nicht mehr im Stadion bei Bayern München – weil sie immer verlieren wenn ich zusehe. Jetzt wollen mir wahrscheinlich Tausende eine Jahreskarte schenken. Danke.
Als Fan der, nun ja, etwas dazu neigt, mögliche Spielgeschehnisse darauf zurückzuführen, dass er zusieht (Indiz für Allmachtsfantasien und Größenwahn und natürlich ein µ Aberglaube), habe ich mir selbst eine Stadionsperre auferlegt. Das funktioniert recht gut. Erst seit ungefähr 2 Jahren wage ich es wieder Spiele vom FCB im Fernsehen live zu verfolgen, denn sogar bis in den Fernsehsessel hat mich mein Pech verfolgt. Ich kann von mir behaupten ungefähr 85% aller peinlicher Niederlagen in den letzten 15 Jahren, gesehen zu haben. Ja, auch das Championsleaguefinale.
Aber diese Zeiten sind vorbei. Mutig setze ich mich in Kneipen und sehe mir Spiele meiner Mannschaft an. Bis heute. Denn die Frage die mich quält ist: "Wer will mich bestrafen dass ich hierher gezogen bin und damit geliebäugelt habe für den HSV zu sympathisieren?"
Und was noch viel mehr quält ist das Wissen, wie unfassbar bescheuert diese Frage ist.
Als ich meinen Weg in den Norden antrat, habe ich mich durchaus darauf gefreut, endlich in einer Stadt zu leben, in der sich mir die Möglichkeit bietet Bundesligafußball nicht nur in einer kleinen, verrauchten, abgeranzten (no offense Falke) Pisspinte zu genießen. Sondern in einem schönen großen Stadion – mit Dach für die 50000 Freunde. Nun ja, der HSV, immernoch besser als Hertha – das waren so ungefähr meine Gedanken. Nun bin ich also hier und versuche mich damit anzufreunden, eventuell ein, zwei Däumchen für die ansässige Bundesligamannschaft zu drücken. Ist das das Ergebnis?
Bayern München : Hamburger SV | 1:2

Muß das sein? Ich war seit Jahren nicht mehr im Stadion bei Bayern München – weil sie immer verlieren wenn ich zusehe. Jetzt wollen mir wahrscheinlich Tausende eine Jahreskarte schenken. Danke.Als Fan der, nun ja, etwas dazu neigt, mögliche Spielgeschehnisse darauf zurückzuführen, dass er zusieht (Indiz für Allmachtsfantasien und Größenwahn und natürlich ein µ Aberglaube), habe ich mir selbst eine Stadionsperre auferlegt. Das funktioniert recht gut. Erst seit ungefähr 2 Jahren wage ich es wieder Spiele vom FCB im Fernsehen live zu verfolgen, denn sogar bis in den Fernsehsessel hat mich mein Pech verfolgt. Ich kann von mir behaupten ungefähr 85% aller peinlicher Niederlagen in den letzten 15 Jahren, gesehen zu haben. Ja, auch das Championsleaguefinale.
Aber diese Zeiten sind vorbei. Mutig setze ich mich in Kneipen und sehe mir Spiele meiner Mannschaft an. Bis heute. Denn die Frage die mich quält ist: "Wer will mich bestrafen dass ich hierher gezogen bin und damit geliebäugelt habe für den HSV zu sympathisieren?"
Und was noch viel mehr quält ist das Wissen, wie unfassbar bescheuert diese Frage ist.
2006.04.28, 17:37
Free the Sign and the rest will follow?
In Baden-Württemberg findet gerade eine Offensive gegen den Gebrauch faschistischer Symbole, im speziellen den Gebrauch des Hakenkreuzes, statt. In welchem Zusammenhang das Symbol verwendet wird ist dabei nicht einmal sekundär von Bedeutung. Selten wird die bigotte Mainstreamverarbeitung der Vergangenheit besser auf den Punkt gebracht.
Kaum vorstellbar, das der Verband der Verfolgten des Naziregimes (VNN) wegen Verstoßes gegen das Gesetz § 86a des Strafgesetzbuches, ins Blickfeld Stuttgarter Ermittler gerät. Unfassbar, aber wahr. Eine Argumentation der Ermittler ist folgende: Man möchte den Gebrauch des Hakenkreuzes, egal in welcher Form, unterbinden, um zu vermeiden dass man sich in der Öffentlichkeit wieder an das Symbol gewöhnt.
Diese Argumentation legt eine Verarbeitungsstrategie offen, die nicht an einer Verarbeitung im Sinne einer aktiven Konfrontation oder einer vielleicht kontroversen Auseinandersetzung interessiert ist, sondern einer stumpfen Dämonisierung: Man ist in diesem Land gegen Nazis weil man das halt ist und nicht, weil man begriffen hat, was es bedeutet für sie zu sein. Eine aktive, bewußte Konfronation könnte ja unangenehm werden. So scheint es zumindest. Es ist eben leichter zu sagen, der Adolf war das Böse. Also sind wir halt mal dem Bösen verfallen und gut ist. Darf halt nicht mehr passieren. Das der Kerl ein Mensch war und gleichzeitig ein gewählter Politiker, macht das Ganze natürlich etwas ungemütlicher. Aber so war es nun einmal.
Indem man ein Symbol das eigentlich viel älter ist stigmatisiert und verbannt löst man kein Problem, sondern schafft im Gegenteil viele neue. Aber vielleicht geht es mal wieder nicht um die Lösung von Problemen, sondern nur um den schönen Schein. Bravo. Hauptsache die Autobahnen sind fein geteert.
Kaum vorstellbar, das der Verband der Verfolgten des Naziregimes (VNN) wegen Verstoßes gegen das Gesetz § 86a des Strafgesetzbuches, ins Blickfeld Stuttgarter Ermittler gerät. Unfassbar, aber wahr. Eine Argumentation der Ermittler ist folgende: Man möchte den Gebrauch des Hakenkreuzes, egal in welcher Form, unterbinden, um zu vermeiden dass man sich in der Öffentlichkeit wieder an das Symbol gewöhnt.
Diese Argumentation legt eine Verarbeitungsstrategie offen, die nicht an einer Verarbeitung im Sinne einer aktiven Konfrontation oder einer vielleicht kontroversen Auseinandersetzung interessiert ist, sondern einer stumpfen Dämonisierung: Man ist in diesem Land gegen Nazis weil man das halt ist und nicht, weil man begriffen hat, was es bedeutet für sie zu sein. Eine aktive, bewußte Konfronation könnte ja unangenehm werden. So scheint es zumindest. Es ist eben leichter zu sagen, der Adolf war das Böse. Also sind wir halt mal dem Bösen verfallen und gut ist. Darf halt nicht mehr passieren. Das der Kerl ein Mensch war und gleichzeitig ein gewählter Politiker, macht das Ganze natürlich etwas ungemütlicher. Aber so war es nun einmal.
Indem man ein Symbol das eigentlich viel älter ist stigmatisiert und verbannt löst man kein Problem, sondern schafft im Gegenteil viele neue. Aber vielleicht geht es mal wieder nicht um die Lösung von Problemen, sondern nur um den schönen Schein. Bravo. Hauptsache die Autobahnen sind fein geteert.
Ich kann ihnen nicht trauen.
Ich kann ihnen nicht trauen. Ich weiß nicht was sich hinter diesen Menschen verbirgt. Sie kommen einem entgegen, Nachts. Sie sind männlich, um die dreißig, tragen Multifunktionsjacken von Jack Wolfskin oder so, die Kapuze am Kopf.
Darunter noch eine Mütze. Ihr Gang ist dynamisch, das Becken nach vorne geschoben, die Arschbacken direktgepresst. 30 prozentiger Stechschritt würde ich sagen. So kommen sie einem entgegen und dabei lächeln sie wie Alexander Zickler. Was geht in diesen Menschen vor? Ihre Gedanken sind vor mir sicher, weggesperrt in Fort Knox Stoppel-Hirn. Ein einziges Rätsel.
Darunter noch eine Mütze. Ihr Gang ist dynamisch, das Becken nach vorne geschoben, die Arschbacken direktgepresst. 30 prozentiger Stechschritt würde ich sagen. So kommen sie einem entgegen und dabei lächeln sie wie Alexander Zickler. Was geht in diesen Menschen vor? Ihre Gedanken sind vor mir sicher, weggesperrt in Fort Knox Stoppel-Hirn. Ein einziges Rätsel.2006.02.21, 17:37
Losing my religion in a mad world.
Es ist nicht schön verfolgt zu werden, außer vielleicht vom Erfolg, aber das ist wieder etwas anderes.
Ich werde verfolgt und zwar hartnäckig – von einem Song. Losing my Religion von REM ist hinter mir her. Das ist nicht schön. Ich mag weder die Band, noch den Song (REM ist nicht schlecht, aber bitte, das war es auch schon). Doch nun zur Verfolgung. Es ist nicht so, dass mich der Song einfach nur verfolgt. Es ist ungemein gemeiner und subtiler. Der Song verfolgte mich bis jetzt bei nur einer bestimmten Tätigkeit: Beim Liftfahren. Wenn ich beim Skifahren, auf einem kleinen Hang in Nordbayern im Lift stehe, höre ich diesen Song und ich kann nicht flüchten, ausser, ich würde mich aus dem Lift werfen…
Es ist nämlich so, dass an einem Lift oft Radio läuft, was einem erst dann bewußt wird, wenn man wehrlos im Schlepplift steht. Dann ist es Zeit für: Losing my religion. Das stimmt mich nachdenklich, denn das passiert immer wieder und von meiner Religion ist wahrlich nicht mehr viel übrig. Natürlich erzähle ich meiner Freundin davon, dass mich dieser Song verfolgt, beim Skifahren und sie lacht mich aus – zu recht. Bis: Wir zusammen schwimmen waren, in einem Hallenbad. Es lief Radio und während ich ernüchtert feststelle, dass selbst die älteste Oma schneller schwimmt als ich, höre ich? Richtig. So ziehe ich meine Bahnen und dann kommt der Todesstoß. Mad World, die Coverversion von Gary Jules. So traurig, so schön. Ich habe kaum mehr den Beckenrand erreicht, zu schön war der Gedanke ans Ertrinken. Gut das ist schon mal möglich, dass zuerst REM und dann… Nach dem schwimmen weise ich natürlich meine Freundin daraufhin – und sie lacht mich wieder aus. Zurecht?
Das Finale:
Wir waren Skifahren und kurz nachdem wir unsere Skipässe gekauft hatten schallte aus den Lautsprechern losing my religion. Da konnte ich nur schmunzeln und meine Freundin mit mir. Als wir dann im Schlepplift standen und Mad World wollte ich lachen – aber es blieb mir im Hals stecken.
Das Fazit:
Die Kirchentür an der Seite des Kirchenschiffs sagt:
Ich werde verfolgt und zwar hartnäckig – von einem Song. Losing my Religion von REM ist hinter mir her. Das ist nicht schön. Ich mag weder die Band, noch den Song (REM ist nicht schlecht, aber bitte, das war es auch schon). Doch nun zur Verfolgung. Es ist nicht so, dass mich der Song einfach nur verfolgt. Es ist ungemein gemeiner und subtiler. Der Song verfolgte mich bis jetzt bei nur einer bestimmten Tätigkeit: Beim Liftfahren. Wenn ich beim Skifahren, auf einem kleinen Hang in Nordbayern im Lift stehe, höre ich diesen Song und ich kann nicht flüchten, ausser, ich würde mich aus dem Lift werfen…
Es ist nämlich so, dass an einem Lift oft Radio läuft, was einem erst dann bewußt wird, wenn man wehrlos im Schlepplift steht. Dann ist es Zeit für: Losing my religion. Das stimmt mich nachdenklich, denn das passiert immer wieder und von meiner Religion ist wahrlich nicht mehr viel übrig. Natürlich erzähle ich meiner Freundin davon, dass mich dieser Song verfolgt, beim Skifahren und sie lacht mich aus – zu recht. Bis: Wir zusammen schwimmen waren, in einem Hallenbad. Es lief Radio und während ich ernüchtert feststelle, dass selbst die älteste Oma schneller schwimmt als ich, höre ich? Richtig. So ziehe ich meine Bahnen und dann kommt der Todesstoß. Mad World, die Coverversion von Gary Jules. So traurig, so schön. Ich habe kaum mehr den Beckenrand erreicht, zu schön war der Gedanke ans Ertrinken. Gut das ist schon mal möglich, dass zuerst REM und dann… Nach dem schwimmen weise ich natürlich meine Freundin daraufhin – und sie lacht mich wieder aus. Zurecht?
Das Finale:
Wir waren Skifahren und kurz nachdem wir unsere Skipässe gekauft hatten schallte aus den Lautsprechern losing my religion. Da konnte ich nur schmunzeln und meine Freundin mit mir. Als wir dann im Schlepplift standen und Mad World wollte ich lachen – aber es blieb mir im Hals stecken.
Das Fazit:
Die Kirchentür an der Seite des Kirchenschiffs sagt:

2006.01.27, 07:17
Wer ist dieser Mann?
Ich bin schon begeistert, von den kleinen neuen Programmen, die mir mein modernes Betriebssystem anbietet. Am meisten hat es mir die kleine Webcam angetan, die nun auf Tastendruck auf meinem Bildschirm erscheint. Jedesmal zeigt sie mir ein anderes Fenster zu der Welt, die sich von mir zurückzieht, wenn ich eben an diesem Bilschirm sitze. Problematisch wird es erst dann, wenn diese kleinen Programme die Arbeit nicht effizienter gestalten oder bequemer. Wie z.B. das kleine Wörterbuch, oder das Lexikon. Die Webcam hat nun, vorsichtig ausgedrückt, keine wirklich produktiven Auswirkungen auf meine Arbeit. Sie hemmt sie vielleicht sogar ein bißchen. So neulich…
Ich war mal wieder in New York, so ist es nämlich wirklich, im Bann der tristen Arbeit vor dem Computer, löst ein kleines Webcambild, dass sich vielleicht alle 2 Sekunden - höchstens - erneuert, so manche Imaginatonskraft aus. Also, ich war mal wieder in New York und da fiel mir dieser durchschnittliche Amerikaner ins Auge.
Shorts, Baseballcap und einen Bauch, so stolz wie das ganze Land. Er fiel mir auf und er sah mich an. Er sah in die Kamera, in die Welt.
Nun das ist nichts besonderes, denn schließlich ist die Kamera kein Geheimnis, keine Überwachung oder dergleichen. Also wieder an die Arbeit…

Einige Minuten später, gestresst, genervt wollte ich wieder hinaussehen und was sehe ich? Den stolzen Bauch.
Er ging nicht weg,
er war noch immer da. Wer ist dieser Mann? Wer ist der Mann, der auch noch mit seiner Frau (oder wer ist die Alte?) einkaufen geht. In einen Souvenirshop…
So kann man nicht arbeiten, wenn man auf einmal selbst überwacht wird. So ist es nämlich, da steht dieser Mann vor einem Laden in New York und starrt durch mein Fenster in meinen Arbeitsraum. Und noch viel schlimmer; als ich wieder einmal auf die webcam sah, dachte ich: endlich, der Kerl ist verschwunden.
Doch weit gefehlt, da stand er, im Hintergrund an das öffentliche Telefon gelehnt. Als hätte er gespürt, dass ich ihn dabei ertappt habe, wie er mich ausspioniert, Mister CIA! Das ging nun doch zu weit und schließlich verschwindet die Kamera ja auch genauso schnell wie sie erscheint, per Tastendruck. Also…
Nun versuche ich mich wieder auf meine Arbeit zu konzentrieren, versuche nicht an den kleinen dicken Amerikaner und seine Frau zu denken, wie sie da in meinem Rechner sitzen und nur darauf warten, dass ich die "Vorhänge" wieder hochziehe und sie mich anstarren können um es dann jedem zu sagen: "Von wegen der hat gearbeitet, die ganze Zeit hat er nur auf einen Webcam geglotzt und keinen Finger hat er dabei krumm gemacht!" Dabei sind sie nicht viel besser. Hängen vor einem langweiligen Souvenirshop herum und haben nichts bessers zu tun als in eine Webcam zu starren. Wer ist da besser oder schlechter? Der am Schreibtisch, gelangweilt, unkonzentriert und allein oder die beiden Dicken auf Shoptour, faul und nichtsnutzig?
Trotzdem kann ich nicht anders und muß einfach wissen ob er noch immer dort steht und glotzt und siehe da, er steht noch immer dort, mit seiner Frau. Und was machen sie?
Sie lachen, sie stehen da und lachen mir ins Gesicht, wie hier sitze mit meinem tollen neuen Betriebssystem und den tollen kleinen Programmchen, der Webcam z.B. und nicht vorwärtskomme, während die beide rummstehen. Und wo? In New York. Die beiden stehen in New York und ich nicht. Zum Teufel mit dem Fenster zur Welt.
Ich war mal wieder in New York, so ist es nämlich wirklich, im Bann der tristen Arbeit vor dem Computer, löst ein kleines Webcambild, dass sich vielleicht alle 2 Sekunden - höchstens - erneuert, so manche Imaginatonskraft aus. Also, ich war mal wieder in New York und da fiel mir dieser durchschnittliche Amerikaner ins Auge.
Shorts, Baseballcap und einen Bauch, so stolz wie das ganze Land. Er fiel mir auf und er sah mich an. Er sah in die Kamera, in die Welt.Nun das ist nichts besonderes, denn schließlich ist die Kamera kein Geheimnis, keine Überwachung oder dergleichen. Also wieder an die Arbeit…

Einige Minuten später, gestresst, genervt wollte ich wieder hinaussehen und was sehe ich? Den stolzen Bauch. Er ging nicht weg,

er war noch immer da. Wer ist dieser Mann? Wer ist der Mann, der auch noch mit seiner Frau (oder wer ist die Alte?) einkaufen geht. In einen Souvenirshop… So kann man nicht arbeiten, wenn man auf einmal selbst überwacht wird. So ist es nämlich, da steht dieser Mann vor einem Laden in New York und starrt durch mein Fenster in meinen Arbeitsraum. Und noch viel schlimmer; als ich wieder einmal auf die webcam sah, dachte ich: endlich, der Kerl ist verschwunden.
Doch weit gefehlt, da stand er, im Hintergrund an das öffentliche Telefon gelehnt. Als hätte er gespürt, dass ich ihn dabei ertappt habe, wie er mich ausspioniert, Mister CIA! Das ging nun doch zu weit und schließlich verschwindet die Kamera ja auch genauso schnell wie sie erscheint, per Tastendruck. Also…Nun versuche ich mich wieder auf meine Arbeit zu konzentrieren, versuche nicht an den kleinen dicken Amerikaner und seine Frau zu denken, wie sie da in meinem Rechner sitzen und nur darauf warten, dass ich die "Vorhänge" wieder hochziehe und sie mich anstarren können um es dann jedem zu sagen: "Von wegen der hat gearbeitet, die ganze Zeit hat er nur auf einen Webcam geglotzt und keinen Finger hat er dabei krumm gemacht!" Dabei sind sie nicht viel besser. Hängen vor einem langweiligen Souvenirshop herum und haben nichts bessers zu tun als in eine Webcam zu starren. Wer ist da besser oder schlechter? Der am Schreibtisch, gelangweilt, unkonzentriert und allein oder die beiden Dicken auf Shoptour, faul und nichtsnutzig?
Trotzdem kann ich nicht anders und muß einfach wissen ob er noch immer dort steht und glotzt und siehe da, er steht noch immer dort, mit seiner Frau. Und was machen sie?
Sie lachen, sie stehen da und lachen mir ins Gesicht, wie hier sitze mit meinem tollen neuen Betriebssystem und den tollen kleinen Programmchen, der Webcam z.B. und nicht vorwärtskomme, während die beide rummstehen. Und wo? In New York. Die beiden stehen in New York und ich nicht. Zum Teufel mit dem Fenster zur Welt.2006.03.12, 15:10
Faster Pussycat: Kill, Kill, Kill!
Ist es nicht wunderbar, endlich kommt zusammen was zusammen gehört. Das perfekte Spielzeug LEGO will "cool für die Kinder" werden. Schließlich muß Geld in die Kassen und das kommt en masse mit – und das gilt nicht nur für's Kinderzimmer – mit Wummen und Krieg: Gut gegen Böse.
Evelyn Wurster ist Brand Director bei LEGO und für Produktneueinführungen in Europa zuständig und da LEGO in den letzten Jahren Verluste eingefahren hat musste etwas unternommen werden: EXO-FORCE ist das Ergebnis.
Hierzu ein Artikel der SZ wo Evelyn Stellung bezieht: „Neben den klassischen Produkten wollen wir mit neuen Themen interessant und cool für Kinder sein,“ (...) Das sei eben der „Zeitgeist im Kinderzimmer“, hat Lego bei Befragungen von Kindern herausgefunden.

Was gibt es da noch hinzuzufügen? Der Zeitgeist im Kinderzimmer fordert nuneinmal Kampfroboter mit Stealthtechnologie, rotierende Laserwaffen und Nuklear betriebene Kampfflugzeuge, da muß man sich nuneinmal beugen und trotz Zähneknirschens in den sauren Apfel beißen, nur um vor diesen kleine kriegsgeilen Monstern als cool dazustehen. Das ist schon hart. Und wieso sollte der Zeitgeist im Kinderzimmer anders sein, als in den meisten Regierungszimmern? Schließlich folgt das eine ja auf das andere…
Aber mal ehrlich, ich fand Masters of the Universe auch geil und kein Nachmittag ist vergangen wo Skeletor die Drecksau nicht jämmerlich durch die Klinge meines Helden He-Mans verendete. Jaha recht so – du Sau.

Also ist EXO-FORCE nichts anderes, was viele so vehement fordern, als unsere Kinder realtitätsgerecht auf die Zukunft vorzubereiten. Früher hatten wir LEGO um unsere Phantasie ein bißchen auf Trab zu bekommen und wir hatten Wummen und He-Man und diverse Fernsehsendungen, um das bißchen Gut gegen Böse in unsere kleinen coolen Kinderhirne zu prügeln. Jetzt kommt die ultimative Zusammenführung beider Tendenzen. EXO-FORCE, phantasievolle Wummen zum kreativen Töten – und das noch im Mangastyle. Super. Die Eier legende Wollmilchsau für's Kinderzimmer.
Mehr Info gibts hier.
Evelyn Wurster ist Brand Director bei LEGO und für Produktneueinführungen in Europa zuständig und da LEGO in den letzten Jahren Verluste eingefahren hat musste etwas unternommen werden: EXO-FORCE ist das Ergebnis.Hierzu ein Artikel der SZ wo Evelyn Stellung bezieht: „Neben den klassischen Produkten wollen wir mit neuen Themen interessant und cool für Kinder sein,“ (...) Das sei eben der „Zeitgeist im Kinderzimmer“, hat Lego bei Befragungen von Kindern herausgefunden.

Was gibt es da noch hinzuzufügen? Der Zeitgeist im Kinderzimmer fordert nuneinmal Kampfroboter mit Stealthtechnologie, rotierende Laserwaffen und Nuklear betriebene Kampfflugzeuge, da muß man sich nuneinmal beugen und trotz Zähneknirschens in den sauren Apfel beißen, nur um vor diesen kleine kriegsgeilen Monstern als cool dazustehen. Das ist schon hart. Und wieso sollte der Zeitgeist im Kinderzimmer anders sein, als in den meisten Regierungszimmern? Schließlich folgt das eine ja auf das andere…
Aber mal ehrlich, ich fand Masters of the Universe auch geil und kein Nachmittag ist vergangen wo Skeletor die Drecksau nicht jämmerlich durch die Klinge meines Helden He-Mans verendete. Jaha recht so – du Sau.

Also ist EXO-FORCE nichts anderes, was viele so vehement fordern, als unsere Kinder realtitätsgerecht auf die Zukunft vorzubereiten. Früher hatten wir LEGO um unsere Phantasie ein bißchen auf Trab zu bekommen und wir hatten Wummen und He-Man und diverse Fernsehsendungen, um das bißchen Gut gegen Böse in unsere kleinen coolen Kinderhirne zu prügeln. Jetzt kommt die ultimative Zusammenführung beider Tendenzen. EXO-FORCE, phantasievolle Wummen zum kreativen Töten – und das noch im Mangastyle. Super. Die Eier legende Wollmilchsau für's Kinderzimmer.
Mehr Info gibts hier.
