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2007.09.23, 18:37
bi_honig-schleuder
Ich hatte mir ein kleines Wanderer-Motorfahrrad gekauft, mit dem ich zwischen Hannover, Voremberg und Sulingen hin und her pendelte.
Als Heimatvertriebener konnte ich eine Art BaföG beziehen, die als Lastenausgleich verechnet wurde. Nach jedem Semester musste ich dann einen Schein einreichen, dass ich es erfolgreich beendet hatte.
Das Bienenhaus in Voremberg war an einem Hang gebaut. Ein schmaler 50 m langer Pfad führte schläg abwärts zum Haus der Familie Pape, an der Dorfstraße gelegen, die dort einen Tante Emma Laden betrieben.
Ich hatte bei Papes ein kleines Zimmer mit Bett und Schrank, in dem ich auch Imker-Utensilien aufbewahrte. Z. B. einer Honig-Schleuder, in der ich die vollen Honigwaben, die ich aus dem bienenwarmen Stock nahm, sogleich ausschleuderte, und den noch warmen Honig gleich in die handelsüblichen 500 g-Gläser abfüllte.
Am nächsten Morgen fuhr ich mit meinem Wandererrad und einem großen Karton voll Honiggläsern auf dem Gepäckträger nach Bad Oeynhausen und verkaufte sie dort in kleinen Pensionen, die den frischen Honig gerne abnahmen.
Damals galt noch die alte Preisrelation Honigpreis gleich Butterpreis, und Super- Markets gab es auch noch nicht.
Es gibt viele verschiedene Honigsorten, entsprechend der Blütenart von der die Bienen den Honig holen.
Das ist natürlich auch jahreszeitmäßig verschieden.
Die ersten größeren Honigmengen im Frühjahr sammeln die Bienen auf den Rapsfeldern. Rapshonig ist gelbweißlich und nicht besonders aromatisch. Etwa gleichzeitig gibt es Obstblüten-Honig und beide Sorten werden des Aromas wegen oft gemischt. In Voremberg hatte ich eine besonders gute Tracht (Honigausbeute) von dem begehrten Linden- Honig, da an der Landstraße von Voremberg nach Hameln große alte Lindenbäume standen in denen die Bienen gute Ausbeute fanden, da sie nicht weit zu fliegen brauchten. Diesen frisch geschleuderten Honig hatte ich auch in Bad Oeynhausen verkauft.
Anfang August" wanderte" ich mit meinen Bienen in die Heide, das heißt ich verlud alle Bienenkästen auf einen Lkw und fuhr sie zur Heideblüte in die Gegend von Fallingbostel, wo sie zwei Wochen lang auf einem vorbereiteten Holzgestell mitten im Heideland den stark aromatischen Heide-Honig einholten.
Da der LKW nicht direkt an meinem Bienenhaus wegen der Hanglage parken konnte, musste ich jeden Bienenkasten den schmalen Pfad hinunter zur Straße schleppen.
Leider waren die Bienenkästen schon etwas bejahrt und die Holzwände hatten einige Risse. Daher krabbelten beim Tragen öfters Bienen heraus und stachen mich. Ich hatte wohl an die 100 Stiche zu verkraften, was aber erträglich war, da es sich um Arbeitsbienen handelte. Diese haben nur noch wenig Gift in ihrer Drüse.
Bienen sterben beim Stechen, da der Stachel fest mit dem Eingeweide verbunden ist, und dieses herausgezogen wird. Für mich waren die Stiche aber nicht tödlich, nur ein brennender Schmerz jedes
Mal. Bienengift soll gut gegen Rheumatismus sein.
Dafür hatte ich einen guten Honigertrag nach dieser "Wanderung". Heidehonig ist wegen seines Aromas beliebt.
Im Bienenhaus war in der Mitte ein Arbeitszimmer mit großen Aussichtsfenstern eingebaut. Von dort hatte man einen wunderschönen Blick über das kleine Bachtal bis zu den gegenüberliegenden Bergen. Auf einer großen Wiese neben dem Bach weidete eine Stute mit einem kleinen Fohlen, das neben wilden Sprüngen auch schon Trab und Galopp übte. Im August und September waren schon Semesterferien und ich konnte länger in Voremberg im Weserbergland bleiben und herumwandern.
Als die Pflaumen reif waren, durfte ich mir in Papes Garten von einem großen alten Baum welche pflücken.
Mit einer langen Leiter kletterte ich hinauf und hatte einen Korb voll, als ich auf einen morschen Ast trat, der abbrach, und ich herunterfiel. Dabei knickte mein linker Fuß um und ich musste mit einer Sehnenzerrung ins Krankenhaus nach Hameln.
Dort blieb ich die letzten zwei Wochen bis zum Semesterbeginn, denn zu der Sehnenzerrung kam noch eine Blinddarmentzündung hinzu und er wurde auch gleich herausoperiert.
Als Heimatvertriebener konnte ich eine Art BaföG beziehen, die als Lastenausgleich verechnet wurde. Nach jedem Semester musste ich dann einen Schein einreichen, dass ich es erfolgreich beendet hatte.
Das Bienenhaus in Voremberg war an einem Hang gebaut. Ein schmaler 50 m langer Pfad führte schläg abwärts zum Haus der Familie Pape, an der Dorfstraße gelegen, die dort einen Tante Emma Laden betrieben.
Ich hatte bei Papes ein kleines Zimmer mit Bett und Schrank, in dem ich auch Imker-Utensilien aufbewahrte. Z. B. einer Honig-Schleuder, in der ich die vollen Honigwaben, die ich aus dem bienenwarmen Stock nahm, sogleich ausschleuderte, und den noch warmen Honig gleich in die handelsüblichen 500 g-Gläser abfüllte.
Am nächsten Morgen fuhr ich mit meinem Wandererrad und einem großen Karton voll Honiggläsern auf dem Gepäckträger nach Bad Oeynhausen und verkaufte sie dort in kleinen Pensionen, die den frischen Honig gerne abnahmen.
Damals galt noch die alte Preisrelation Honigpreis gleich Butterpreis, und Super- Markets gab es auch noch nicht.
Es gibt viele verschiedene Honigsorten, entsprechend der Blütenart von der die Bienen den Honig holen.
Das ist natürlich auch jahreszeitmäßig verschieden.
Die ersten größeren Honigmengen im Frühjahr sammeln die Bienen auf den Rapsfeldern. Rapshonig ist gelbweißlich und nicht besonders aromatisch. Etwa gleichzeitig gibt es Obstblüten-Honig und beide Sorten werden des Aromas wegen oft gemischt. In Voremberg hatte ich eine besonders gute Tracht (Honigausbeute) von dem begehrten Linden- Honig, da an der Landstraße von Voremberg nach Hameln große alte Lindenbäume standen in denen die Bienen gute Ausbeute fanden, da sie nicht weit zu fliegen brauchten. Diesen frisch geschleuderten Honig hatte ich auch in Bad Oeynhausen verkauft.
Anfang August" wanderte" ich mit meinen Bienen in die Heide, das heißt ich verlud alle Bienenkästen auf einen Lkw und fuhr sie zur Heideblüte in die Gegend von Fallingbostel, wo sie zwei Wochen lang auf einem vorbereiteten Holzgestell mitten im Heideland den stark aromatischen Heide-Honig einholten.
Da der LKW nicht direkt an meinem Bienenhaus wegen der Hanglage parken konnte, musste ich jeden Bienenkasten den schmalen Pfad hinunter zur Straße schleppen.
Leider waren die Bienenkästen schon etwas bejahrt und die Holzwände hatten einige Risse. Daher krabbelten beim Tragen öfters Bienen heraus und stachen mich. Ich hatte wohl an die 100 Stiche zu verkraften, was aber erträglich war, da es sich um Arbeitsbienen handelte. Diese haben nur noch wenig Gift in ihrer Drüse.
Bienen sterben beim Stechen, da der Stachel fest mit dem Eingeweide verbunden ist, und dieses herausgezogen wird. Für mich waren die Stiche aber nicht tödlich, nur ein brennender Schmerz jedes
Mal. Bienengift soll gut gegen Rheumatismus sein.
Dafür hatte ich einen guten Honigertrag nach dieser "Wanderung". Heidehonig ist wegen seines Aromas beliebt.
Im Bienenhaus war in der Mitte ein Arbeitszimmer mit großen Aussichtsfenstern eingebaut. Von dort hatte man einen wunderschönen Blick über das kleine Bachtal bis zu den gegenüberliegenden Bergen. Auf einer großen Wiese neben dem Bach weidete eine Stute mit einem kleinen Fohlen, das neben wilden Sprüngen auch schon Trab und Galopp übte. Im August und September waren schon Semesterferien und ich konnte länger in Voremberg im Weserbergland bleiben und herumwandern.
Als die Pflaumen reif waren, durfte ich mir in Papes Garten von einem großen alten Baum welche pflücken.
Mit einer langen Leiter kletterte ich hinauf und hatte einen Korb voll, als ich auf einen morschen Ast trat, der abbrach, und ich herunterfiel. Dabei knickte mein linker Fuß um und ich musste mit einer Sehnenzerrung ins Krankenhaus nach Hameln.
Dort blieb ich die letzten zwei Wochen bis zum Semesterbeginn, denn zu der Sehnenzerrung kam noch eine Blinddarmentzündung hinzu und er wurde auch gleich herausoperiert.
