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2008.01.12, 23:02
Schriftmusterausstellung in Leipzig

»Scala, Bembo, Times und Dolly – über die Schönheit von Schrift- musterbüchern« ist der Titel einer Ausstellung in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig. Bereits seit dem 21. September kann man dort eine reichhaltige Sammlung an Schriftmusterbüchern bewundern.
Heute hatte ich es endlich nach Leipzig geschafft, um mir die von der Stiftung Buchkunst und TYPOSITION (Offenbach) organisierte Ausstellung anzuschauen. Auf zwei Stockwerken verteilt lässt sich in einer Vielzahl von Vitrinen ein Querschnitt verschiedener Typografieepochen entdecken – angefangen beim Bleisatz über den Fotosatz bis hin zum heutigen digitalen Satz. Interessant ist dabei anzusehen, das die Möglichkeiten der einzelnen Druckmedien einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung der Bücher beigetragen haben – eine reine Abbildung eines Fonts im Blindtext ist heutzutage nur noch selten zu sehen, viel mehr wird Wert auf Details und eine aufwendige Gestaltung in Satz und Verarbeitung gelegt. So ist es nicht selten, dass sich komplette Geschichten um einen Font entwickeln - das Muster wird ein einziges visuelles und inhaltliches Erlebnis.
Wer diese Ausstellung noch sehen möchte, kann dies noch bis zum 19. Januar 2008 tun.
2008.01.18, 15:12
Deutsche Nationalbibliothek im neuen Glanz

Das war knapp: bei der Recherche, zur Themenfindung für meine Abschlussarbeit, bin ich mehr als nur einmal bei der Idee hängen geblieben, das Erscheinungsbild der Deutschen Nationalbibliothek – mit den Standorten Berlin, Leipzig und Frankfurt am Main – in den Mittelpunkt meiner Arbeit zu stellen. Dies wurde nun allerdings von Claus Koch™ übernommen, ein Unternehmen der BBDO-Gruppe, welches sich auf die Entwicklung von Corporate Identities/Designs spezialisiert hat. Über das neue Erscheinungsbild kann man hier genaueres erfahren. Ganz unabhängig von dieser Entwicklung, hatte ich diese Idee sowieso verworfen gehabt – auch wenn mir der jetzige Relaunch ebenfalls noch nicht so recht zusagt.
Leipzig oder Schlüssel, Steine, Scherben
Donnerstag Nachmittag habe bin ich mit einer netten Mitfahrgelegenheit (4 Frauen- 2 Stunden schlafen ohne Angst haben zu müssen,dass man den Zielbahnhof verpennt oder einem die Tasche geklaut wird) nach Leipzig gefahren. Da durfte ich netter Weise in der WG meiner Freundin Pieke wohnen, die leider selbst zur Zeit gar nich da ist. Am ersten Abend habe ich dann direkt mal der Preisverleihung des Walter Tiemann-Preises an der HGB Leipzig beigewohnt. Nicht dass dieser Preis mir vorher irgendetwas gesagt hätte, aber Prof. Kupferschmid hatte mir davon erzählt und es schien mir eine bessere Abendbeschäftigung als ziellos durch Leipzig zu laufen. Es hat sich dann auch gelohnt, es war warm, trocken und es gab Wein. Nein, im Ernst, das Gewinnerbuch "Von Luftlinien, Flammenbögen und Speedloops" ist sehr interessant. Florian Hardwig vergleicht die Handschriften, die an Grundschulen auf der ganzen Welt gelehrt werden und untersucht, ob und wie sie die spätere Handschrift prägen. Das eigentliche Highlight des Abends war meiner Meinung jedoch eine Percussion-Formation der Leipziger Musikhochschule. Mit halbvollen und halbleeren Weingläsern, einer Emaillierten Waschschüssel und "normalen Bongos" (ich gebe offen zu, dass ich hiervon keinerlei Ahnung habe) legten die drei eine atemberaubende Show hin. Die war auch nötig, sonst wäre das Publikum zwischen den gestlzten Laudatien wohl eingeschlafen. Wie auch immer , anschließend gab es Wein und und gegen etwas Hilfe beim Abbau waren die Musiker gerne Bereit, mir den Weg zur Kneipe mit Klezmer-Session zu zeigen. Da habe ich mich dann für den Rest des Abends niedergelassen, der Musik gelaucht und ein Roastbeef-Sandwich verspeist. Ein guter Start eigentlich.
Am Freitag war ich dann auf der Buchmesse, wozu es nicht viel zu sagen gibt, ausser dass es unheimlich viel zu sehen gab, schon fast zuviel für mich- nach ca. 2 Stunden war ich platt. Und vielleicht, dass ich beim nächsten Mal auf keinen Fall alleine gehen würde, weil ich nach kürzester Zeit das Gefühl hatte vor lauter Input zu platzen, weil ich die vielen Eindrücke mit niemandem teilen konnte.

Abends hatte ich dann ein etwa skurriles Erlebnis: auf dem Weg in ein Restaurant spricht mich ein Mann ca. Mitte 30 an ob ich auch alleine sei, drinnen wäre alles voll und ob ich mich mit ihm an einen Tisch setzen wolle. Da ich eh ziemlich ungern allein esse, habe ich ja gesagt, doch nachdem ich ihm etwa 30 Sekunden gegenübersaß wurde mir schon klar, dass der Typ nicht ganz normal war. Er versuchte dann auch recht krampfhaft ein Gespräch aufzubauen, worauf ich mit betretenem Schweigen zur Seite schaute. Das ging eine Weile so und dann nahm er seine Leinentasche (!), sagte "Einen schönen Abend noch.", stand auf und ging. Ich war sehr erleichtert und bestellte erstmal. Aber zu meiner großen Überraschung kam er zurück und setzte sich wieder hin.
Ich: Ach, jetzt haben Sie's sich anders überlegt?
Er:-keine Reaktion-
Ich: Entschuldigen Sie, ich möchte lieber alleine essen.
Er: Weshalb? (Das klang schon so, als wäre mein Verhalten vollkommen unverschämt.)
Ich: Ich möchte alleine essen. Fertig.
Er:(grummelnd)Na, da hätten Sie ja woander essen können.
steht auf und geht.
Häää? Hab ich nicht verstanden! Was wollte der? Mich anmachen oder seine Zeche auch mich abwälzen? Auf jeden Fall war mir dann ziemlich unheimlich zumute, man weiß ja nie, ob so jemand nicht draußen auf einen wartet und einem aus lauter Enttäuschung einen aus lauter Enttäuschung erwürgt. Ich habe daraufhin jedefalls die beiden Damen am Nachbartisch gefragt ob sie später auch zum Bahnhof gehen würden und dann sind wir zusammen gegangen.
Am nächsten morgen erwartete mich gelich das nächste Nervenaufraubende Erlebenis: Die WG, in der ich wohne besteht aus zwei getrennten Wohnungen übereinander. Morgens wollte ich nach oben gehen um nachzufragen, ob meine Post schon angekommen sei. Ich hatte auch einen Schlüssel, also habe ich die Tür zugezogen und bin nach oben. Als ich wieder runterkam passte dieser jedoch leider nicht. Das heißt, er passte aber man konnte ihn nur in eine Richtung drehen, also nur zu- aber nicht aufschließen. Das war sehr merkwürdig, weil der Schlüssel am Tag vorher noch benutzt worden war. Ich habe dann Anna, meine Mitbewohnerin in der unteren WG angerufen, die gerade auf einer Demo war. Es war zeimlich laut und sie verstand nicht so richtig was passiert hatte. Beim 3. oder 4. Telefonat konnte ich ihr das dann erklären und sie sagte, sie würde sich sofort auf den Weg machen. In der zwischen Zeit hatte mir eine Oma, die im 3. Stock zu besuch war, Schuhe und eine Jacke geliehen (hatte ich nämlich nicht an) und der dazugehörige Familienvater 10€, damit ich im Café warten konnte. Da habe ich dann erstmal gewartet. Doch als Anna kam, stellte sich das nächste Problem: Ihr Schlüssel passte auch nicht, das Schloß war kaputt. Das ende vom Lied wir haben mit dem Vermieter telefoniert, daraufhin die Scheibe zum Wintergarten eingeschlagen, Anna konnte das Fenster öffnen und reinklettern. Von innen konnte man dann aufschließen und der nette Nachbar aus dem 3. hat dann direkt noch ein neues Schloß eingebaut.
Bis dahin war dann allerdings der halbe Tag vorbei, so dass ich mir bei der Buchmesse schon nurnoch eine Abendkarte holden brauchte. Ich konnte ich trotzdem noch mit Kirsten aud Hamburg treffen, das war schön, auch mal mit jemandem über das gesehene sprechen zu können.

Abends habe ich dann beim Tisch-Roulette ganz großes Glück gehabt: Britta, Anastacia und Michael (war das jetzt richtig? mein Namensgedächnis ist ein Sieb...) setzten sich in der Moritzbastei zu mir an den Tisch und so kam ich an diesem Abend zu einer netten Unterhaltung und später am Abend sogar noch zu einer Absacker-Gose. Ein interessantes Getränk -ich habe nachgeschaut: Kochsalz und Koriander sind drin- dafür müsste man glatt im Sommer nochmal wiederkommen! Aber das wollte ich ja ohnehin, in der Hoffnung, dass ich dann auch Pieke mal live treffe.
Heute Abend bin ich in Jena, wo ich einen weiteren Studienfreund meines Vaters und seine Familie besuchte. Wir haben ausgerechnet, dass wir uns seit circa 13 Jahren nicht gesehen haben. Was die walz so alles bringt...
Morgen starte ich dann nach Weimar zum Atelier Papenfuss.
Mein Vater sagte eben am Telefon übrigens, die neueren Einträge würden bei ihm nicht als oberstes angezeigt. Hat noch jemand dieses Problem?
Viele Grüße und gute Nacht!

Am Freitag war ich dann auf der Buchmesse, wozu es nicht viel zu sagen gibt, ausser dass es unheimlich viel zu sehen gab, schon fast zuviel für mich- nach ca. 2 Stunden war ich platt. Und vielleicht, dass ich beim nächsten Mal auf keinen Fall alleine gehen würde, weil ich nach kürzester Zeit das Gefühl hatte vor lauter Input zu platzen, weil ich die vielen Eindrücke mit niemandem teilen konnte.

Abends hatte ich dann ein etwa skurriles Erlebnis: auf dem Weg in ein Restaurant spricht mich ein Mann ca. Mitte 30 an ob ich auch alleine sei, drinnen wäre alles voll und ob ich mich mit ihm an einen Tisch setzen wolle. Da ich eh ziemlich ungern allein esse, habe ich ja gesagt, doch nachdem ich ihm etwa 30 Sekunden gegenübersaß wurde mir schon klar, dass der Typ nicht ganz normal war. Er versuchte dann auch recht krampfhaft ein Gespräch aufzubauen, worauf ich mit betretenem Schweigen zur Seite schaute. Das ging eine Weile so und dann nahm er seine Leinentasche (!), sagte "Einen schönen Abend noch.", stand auf und ging. Ich war sehr erleichtert und bestellte erstmal. Aber zu meiner großen Überraschung kam er zurück und setzte sich wieder hin.
Ich: Ach, jetzt haben Sie's sich anders überlegt?
Er:-keine Reaktion-
Ich: Entschuldigen Sie, ich möchte lieber alleine essen.
Er: Weshalb? (Das klang schon so, als wäre mein Verhalten vollkommen unverschämt.)
Ich: Ich möchte alleine essen. Fertig.
Er:(grummelnd)Na, da hätten Sie ja woander essen können.
steht auf und geht.
Häää? Hab ich nicht verstanden! Was wollte der? Mich anmachen oder seine Zeche auch mich abwälzen? Auf jeden Fall war mir dann ziemlich unheimlich zumute, man weiß ja nie, ob so jemand nicht draußen auf einen wartet und einem aus lauter Enttäuschung einen aus lauter Enttäuschung erwürgt. Ich habe daraufhin jedefalls die beiden Damen am Nachbartisch gefragt ob sie später auch zum Bahnhof gehen würden und dann sind wir zusammen gegangen.
Am nächsten morgen erwartete mich gelich das nächste Nervenaufraubende Erlebenis: Die WG, in der ich wohne besteht aus zwei getrennten Wohnungen übereinander. Morgens wollte ich nach oben gehen um nachzufragen, ob meine Post schon angekommen sei. Ich hatte auch einen Schlüssel, also habe ich die Tür zugezogen und bin nach oben. Als ich wieder runterkam passte dieser jedoch leider nicht. Das heißt, er passte aber man konnte ihn nur in eine Richtung drehen, also nur zu- aber nicht aufschließen. Das war sehr merkwürdig, weil der Schlüssel am Tag vorher noch benutzt worden war. Ich habe dann Anna, meine Mitbewohnerin in der unteren WG angerufen, die gerade auf einer Demo war. Es war zeimlich laut und sie verstand nicht so richtig was passiert hatte. Beim 3. oder 4. Telefonat konnte ich ihr das dann erklären und sie sagte, sie würde sich sofort auf den Weg machen. In der zwischen Zeit hatte mir eine Oma, die im 3. Stock zu besuch war, Schuhe und eine Jacke geliehen (hatte ich nämlich nicht an) und der dazugehörige Familienvater 10€, damit ich im Café warten konnte. Da habe ich dann erstmal gewartet. Doch als Anna kam, stellte sich das nächste Problem: Ihr Schlüssel passte auch nicht, das Schloß war kaputt. Das ende vom Lied wir haben mit dem Vermieter telefoniert, daraufhin die Scheibe zum Wintergarten eingeschlagen, Anna konnte das Fenster öffnen und reinklettern. Von innen konnte man dann aufschließen und der nette Nachbar aus dem 3. hat dann direkt noch ein neues Schloß eingebaut.
Bis dahin war dann allerdings der halbe Tag vorbei, so dass ich mir bei der Buchmesse schon nurnoch eine Abendkarte holden brauchte. Ich konnte ich trotzdem noch mit Kirsten aud Hamburg treffen, das war schön, auch mal mit jemandem über das gesehene sprechen zu können.

Abends habe ich dann beim Tisch-Roulette ganz großes Glück gehabt: Britta, Anastacia und Michael (war das jetzt richtig? mein Namensgedächnis ist ein Sieb...) setzten sich in der Moritzbastei zu mir an den Tisch und so kam ich an diesem Abend zu einer netten Unterhaltung und später am Abend sogar noch zu einer Absacker-Gose. Ein interessantes Getränk -ich habe nachgeschaut: Kochsalz und Koriander sind drin- dafür müsste man glatt im Sommer nochmal wiederkommen! Aber das wollte ich ja ohnehin, in der Hoffnung, dass ich dann auch Pieke mal live treffe.
Heute Abend bin ich in Jena, wo ich einen weiteren Studienfreund meines Vaters und seine Familie besuchte. Wir haben ausgerechnet, dass wir uns seit circa 13 Jahren nicht gesehen haben. Was die walz so alles bringt...
Morgen starte ich dann nach Weimar zum Atelier Papenfuss.
Mein Vater sagte eben am Telefon übrigens, die neueren Einträge würden bei ihm nicht als oberstes angezeigt. Hat noch jemand dieses Problem?
Viele Grüße und gute Nacht!

2008.05.16, 22:27
Schrift im Raum 05
Nachdem die letzten Tage und Nächte zur Fertigstellung der Recherche und deren Dokumentation genutzt wurden, gibt es an dieser Stelle auch mal wieder ein Lebenszeichen von uns.
Zu sehen gibt es Bilder aus Halle und Leipzig.

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Zu sehen gibt es Bilder aus Halle und Leipzig.

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ILLUMAT IN LEIPZIG

Besucht uns auf der Buchmesse in Leipzig.
Noch bis Sonntag am Stand der Bauhaus-Uni.
Halle 3 / G 403
Bis bald :--) Die Bilder aus Leipzig gibt es in Kürze ...
www.illustrationsautomat.de
Leipziger Illumat Allerlei 2

>das vegane Restaurant Deli (schick & schnell)

>I like sex!

>betrunkene Mädels

>launisches Mädchen mit großem aber süssem Po, das gerne mit Steinen auf die Enten im See wirft

>Matteo träumt davon so gut Salsa zu tanzen wie ein Brasilianer

>anziehend

>Schicksalsschlag

>Langer Lulatsch

Illumat beim Westpaket in Leipzig


Eine neue Aktion beim Leipziger Design- und Trödelmarkt Westpaket. Zusammen mit Andre Martini aus Leipzig und Alexander von Knorre, Ina Hattenhauer, Rosa Linke und Anne Beier vom Illumat.
Dabei haben wir auch unseren neuen Illumat-Kalender vorgestellt - ein Abreißkalender mit 265 Illumat-Zeichnungen für jeden Tag des Jahres 2010. Bald erhältlich über Inkognito.






