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2006.12.03, 16:45
Herbst=Frühling

Hallo Allerseits,
vorab erstmal sorry, dass ich in letzter Zeit so faul war und Euch nicht wirklich über das was so passiert ist informiert habe. Auf der anderen Seite, habe ich jetzt auch wirklich ein bisschen was, über das ich schreiben und erzählen kann - hab mich ja schließlich mehr als einen Monat lang nicht gemeldet.
Anfang meiner 8. Woche hab ich mich das letzte Mal gemeldet. Da war die Welt ja noch in Ordnung ;). Damals gab es noch fast immer Wind, warme Sonnenstrahlen und ganz wichtig: keine Zeitumstellung. Diese letzte Woche haben wir daher dementsprechend genutzt und haben das längere Tageslicht für kleine - sogenannte 'desperate action sessions' - nach der Uni noch genutzt. Die paar Bilder hier z.B. entstanden bei fast keinem Wind im schwindenden Tageslicht am Stadtstrand von Cádiz.



Das Wochenende wurde jedoch Levante angemeldet, der allerdings furchtbar böig und stark war. So wurde nicht viel aus Wassersport und wir hielten den üblichen Strandtratsch mit den anderen Kitern am Strand. So lernten wir Niko kennen. Niko war wie wir vor einem Jahr Sprachschüler in der Spanischschule von Tarifa und auch sonst ein ganz spannender Zeitgenosse. So kam es dann, dass er uns mit nach Cádiz begleitete und wir abends zusammen die Stadt unsicher machten. Doch Irene konnte sich es nicht nehmen lassen und genoss das Abendlicht und die sauberen Wellen.


Der Herbst scheint hier langsam angekommen zu sein. Wobei die Frage wirklich berechtig sein muss, ob hier der Herbst nicht viel mehr Frühling bedeutet. Seit einigen Wochen verwandelt sich die verbrannte Landschaft hier in grüne Hügel die vielmehr an Neuseeland als an Südspanien erinnern. (siehe Foto ganz oben).
Neben diesem Wochenendprogramm wurde die Uni auch langsam anspruchsvoller bzw. verlangte mehr Arbeitseinsatz für Präsentationen, Hausaufgaben und Schnelltests. Alles in allem sind die Fächer jedoch immer noch einfach und machbar - selbst auf Spanisch. Dieses wird ja schließlich auch immer besser, auch wenn man manchmal Tage hat an denen sich die Zunge verknotet hat und einem die einfachsten Worte nicht mehr einfallen. In zwei Wochen geht unser Sprachkurs hier an der Uni zu Ende und so heißt es zur Zeit die komischsten Sonderregelungen der Subjuntivos zu pauken (einer Verbform die von Spaniern und Franzosen erfunden wurde, um Ausländern, Schülern und Studenten das Erlernen der Sprachen zu verkomplizieren ;) ).
In Woche 11. - also Anfang November bekamen wir Besuch von drei Freunden aus Bamberg die ebenfalls das Kitefieber gepackt hat. Leider war der Wind nicht ganz so perfekt, aber im Gegensatz zu der Woche vorher und den Wochen danach überhaupt vorhanden. So genossen wir z.B. die unglaubliche Kulisse eines Spots namens Palmones. Direkt in der (Hafen)Bucht von Algeciras gelegen, mit Blick auf den imposanten Felsen von Gibraltar und die vor Anker liegenden Hochseetanker. Leider hatte ich meine Fotokamera nicht mit dabei - aber das nächste Mal wenn wir dort sind, reiche ich die Bilder nach. Die Woche war echt lustig und ich glaube wir hatten alle eine Menge Spaß.
Doch leider sollte die gute Stimmung nicht ganz so lange anhalten wie geplant. Am Samstag den 11.11.- fast pünktlich zum Faschingsanfang - durften wir uns mit gelben Warnwesten verkleiden, da uns ein Autofahrer übersehen hatte, uns die Vorfahrt genommen und gerammt hatte. Gott sei Dank ist Niemandem etwas Schlimmeres passiert. Dumm nur, dass nicht nur das Auto des Autofahrers sondern auch Irenes Auto - unser Kitemobil und roter Teufel - einen Totalschaden hat. So wurden wir unserer Mobilität, die besonders auf der Jagt nach dem besten Wind und der schönsten Welle so wichtig ist, beraubt. Bis heute hat sich von Seiten der spanischen Versicherung nicht viel getan, aber darauf wurden wir ja schon von der Polizei am Unfallort hingewiesen, dass das Alles ein bisschen länger dauert.

Um nicht in Einsamkeit zu verfallen nachdem uns dann am Montag die Bamberg Freunde wieder verlassen hatten, bekamen wir für zwei Wochen einen Hund zur Pflege, da sein Herrchen kurz nach Deutschland zurück musste. Mila hieß die Gute und ist uns allen super ans Herz gewachsen. So wurde frische Luft schnappen gehen für uns zur tägliche Routine und das traf sich auch ganz gut, da seit dem Unfallwochenende der Wind sehr sparsam war und uns so die Bewegung gut tat. Wir haben sogar mit Schwimmen angefangen um uns fit zu halten. Wobei ich dabei sagen muss, dass es für mich immer noch viel Arbeit zu tun gibt um dann einmal mit Irene mithalten zu können, die mir auf 1km Kraul immer noch 200m abnimmt. Naja, es kann ja nur besser werden.



Letztes Wochenende bekamen wir dann mal wieder Besuch. Linda kam und wir hatten ein - je nach Blickwinkel - Gott sei Dank bzw. leider ein windstilles, langes Wochenende. Aber es war schön doch wie sich jeder vorstellen kann natürlich viel zu kurz. Aber in mittlerweile weniger als zwei Wochen fliegen wir ja mal wieder nach Hause.
Nun gut, Das waren jetzt einmal die wichtigsten Ereignisse der letzten 5 Wochen. Das nächste Mal lass ich dann nicht so lange auf ein Update warten - Versprochen!
Liebe Grüße, Euer Valle
2006.09.11, 14:40
Erste Lebenszeichen...aus Spanien!

Sonntag 10.9.2006 13:10 Uhr
Fast eine Woche - genauer gesagt: 138 Stunden und 15 Minuten bin ich nun schon in Spanien. Tarifa heißt die kleine Stadt am südlichsten Punkt der iberischen Halbinsel, wo ich zur Zeit in eine Spanisch Sprachschule gehe und von hier aus ab nächster Woche nach Cádiz pendeln werde um Wohnung und Co. für das Jahr zu organisieren.
Der erste Abend war ganz nett. Ich wurde gleich von meinen Mitbewohnern hier zum Tapasessen mitgenommen und so war der erste Abend schon mal nicht von quälender Einsamkeit geprägt. Trotzdem war der Einstieg hier wirklich nicht einfach. Zum Beispiel der Wechsel von wirklich einiges arbeiten zu einfach mal ein paar Stunden am Strand zu liegen und nichts produktives zu tun war besonders am Dienstag echt schwer. Mittwoch ging das alles schon viel besser und der Wind war auch etwas angenehmer und so hab ich seitdem meine Nachmittage auf dem Wasser verbracht.
Morgens ist schließlich Sprachschule angesagt. Die klappt echt gut und durch die langsam auslaufende Saison hat man fast Privatunterricht anstatt sich mit 8 anderen in die kleinen Zimmer zu zwängen. Mit meinem Spanisch geht es auch gut voran und ich bin selbst wirklich überrascht, wie einfach da der Einstieg war.
Heute sollte laut Wetterbericht der Levante (wir haben seit ca. 2 Wochen Levante, einen mit ca. 30 Knoten wirklich starken Ostwind) auf Poniente (Gegenstück zum Levante, nur aus dem Westen vom Atlantik her und bei weitem nicht so stark) wechseln. Aber da die Fischer sagen, dass das erst Dienstag der Fall sein würde mache ich heute mal einen kompletten Tag ohne Wassersport und Flugsand in den Augen ? so bisher zumindest der Plan.

2006.09.16, 21:58
Von wilden Wellen und wenig Wohnungen
Mal wieder Zeit für ein kleines Update. Heute war ich zum dritten Mal diese Woche in Cádiz in Sachen Wohnungssuche. So langsam hab ich ein paar Adressen ausfindig gemacht und die werde ich jetzt nächste Woche abarbeiten. Heute wollte ich mir eine Wohnung anschauen, bin extra nach Cádiz gefahren und musste dann feststellen, dass die Wohnung schon vergeben war. So musste ich dann die restliche Zeit in Cádiz mit Fotografieren von Tauben und Katzen verbringen. Trotzdem ist der Optimismus eine schöne Wohnung zu finden noch nicht verloren gegangen. Montag geht's weiter!...

...Nachdem mir letzten Sonntag ein Windsurfer mit seiner Finne mein Kiteboard fast in zwei Teile geschnitten hat, hab ich es dann gut repariert wieder bekommen und gestern gleich wieder verloren (auf dem Wasser bei einem Sprung und nicht wieder gefunden). Nachdem ich dann nach einer dreiviertel Stunde im Wasser recht ausgekühlt war, hat mir ein Bekannter sein Board geliehen. Doch trotz stundenlager Suche bis in den Sonnenuntergang konnten wir leider das Brett nicht wieder finden. Die Probelmatik bestand darin, dass nach Rücksprach mit lokalen Anglern und Fischern, das Brett ganz sicher angeschwemmt werden würde, wir allerdings die ersten sein mussten die es finden, da es sonst in spätestens zwei Tagen in einem Surfshop zum Verkauf stehen würde. Deshalb nahmen wir dann eine fast 2stündige Nachtwanderung auf uns. Man glaubt es kaum - aber wir haben es wieder gefunden!!
Ansonsten habe ich die die letzte Woche mit Sprachschule und Kiten verbracht, sofern ich nicht gerade mal wieder in Cádiz war.

2006.10.23, 22:04
Uni, Kiten, Uni, Kiten...

Sonnenuntergang in Sancti Petri
So, mal wieder Zeit für ein Update. Fast zwei Wochen ist?s ja schließlich schon her seit ich über diesen Weg mal wieder bei euch gemeldet hab. Wie gesagt, die letzte Zeit war eigentlich nur von Uni und Kiten geprägt. Wobei das vorletzte Wochenende dabei sicherlich die ganz große Ausnahme darstellt. Manu, mein (Ex)Mitbewohner aus Bamberg hat mich besucht. Er studiert zurzeit in Granada und hat die 5 Stunden Busfahrt auf sich genommen um noch mal ein schönes Wochenende am Strand und in Cádiz zu verbringen. So hab ich ein Wochenende mit Levante in Tarifa ziehen lassen und hab mit ihm die Stadt besichtigt, am Strand relaxt und die eine oder andere Feier mitgenommen. Nebenbei haben wir es uns kulinarisch richtig gut gehen lassen wobei sicherlich der Höhepunkt das Gambas ? Dinner am Samstag war. Eigentlich wollte ich euch hier noch die Fotodokumentation davon präsentiere, leider hab ich die Bilder von Manu aber noch nicht erhalten. Auf alle Fälle hatte Manu noch wirklich Glück, denn seit der weg ist, hat sich das Wetter zum Schlechten gewandelt. Das bedeutet, dass es eher bewölkt ist und hin und wieder auch mal regnet. Das Gute am Schlechten ist allerdings, dass das Regentief auch schönen Wind und (weniger schöne, dafür hohe) Wellen mit sich gebracht hat. Montag hat sich Irenes Freund Fritz von uns verabschiedet und ist wieder nach Deutschland geflogen. Da mein Montag leider mit Uni relativ gefüllt ist, konnten wir diesen ersten Tag dann nicht mehr zum Kiten nutzen. Dienstagabend hat dann mich (ich war damals fast eine Woche nicht mehr auf dem Wasser) nichts mehr zurück gehalten. Um halb sechs nach dem Sprachkurs haben wir noch schnell unsere Sachen gepackt und sind eigentlich bei viel zu wenig Wind noch eine Stunde bis zum Einbruch der Dunkelheit am Playa Cortadura direkt am Ortsausgang von Cádiz gekitet. Dort waren wir dann auch Mittwochmorgen. Dass Regentief hatte in der Nacht die normalen (kleinen) Atlantikwellen ordentlich aufgewühlt und so durften wir bei Onshore Wind gegen die bis zu 4 Meter hohen Ungetüme ankämpfen, was bei dieser Windrichtung relativ schwierig war, da man eher parallel zu den Wellen fährt und somit gerne mal von einer Welle überspülte wird. Das bedeutet dann Vollwaschgang und ohne Kite wüsste man in den paar Sekunden im kühlen Nass wirklich nicht mehr wo oben und unten ist. Einmal über den Shorebreak raus gekommen, war es dann aber wirklich spannend ? manchmal allerdings auch Angst einflößend. Die Wellen kamen nicht in einem schönen Set an den Strand sondern vom Wind zerwühlt in kleinen Abständen. Hin und wieder gelang es dann einmal eine Welle schön mitzunehmen um dann unmittelbar gleich wieder von der wie gesagt teilweise 4 Meter hohen Wand aus Wasser mit Höchstgeschwindigkeit zu fliehen. Für alle, die jetzt neidisch denken: ?Ach wie cool, da wäre ich auch echt gern auf dem Wasser gewesen? Ihr habt nicht viel verpasst. Es war wirklich teilweise mehr harte Arbeit als wirklich ein genialer Genuss. Donnerstag wollten wir eigentlich wieder den Uni freien Vormittag nutzen, wobei der Wind einfach nicht ausreichend war. Doch nach dem Sprachkurs hat uns der Wind- und Wettergott noch eine schöne Stunde im nicht mehr ganz so hohen Shorebreak geschenkt (wie die ganze Woche, immer am Playa Cortadura in Cádiz). Da wir beiden den Luxus genießen, dass Freitag für uns keine Uni ist, sind wir früh raus um schon um 11 Uhr im 35 km entfernten Sancti Petri Kiten. Laut Spottbericht und Hörensagen sollte es ein Flachwasserspot sein. Doch leider wurden wir (neben dem ständigen Begleiter ?Regen?) dort von unangenehm kabbeligem Wasser a.k.a. Chop begrüßt. Der Südwestwind trieb die Wellen über das Riff, dass die Flussmündung dort normalerweise abschirmt. Trotzdem waren wir nicht zu bremsen. In der Mittagspause konnte ich dann ein paar ganz nette Bilder von Irene schießen.

Irene im Shorebreak bei Sancti Petri

Schöne Backroll von Irene

Gegen Abend wurden wir dann doch noch mit dem heiß gewünschten Flachwasser für unsere Ausdauer belohnt. Der Wind, der über den Tag bis auf ca. 23 Knoten zugelegt hatte, lies mich sogar schon mit meinem kleinsten ? und gleichzeitig Lieblingskite, meinem 8m² Naish Torch, fliegen. Am frühen Abend verabschiedete sich dann sogar der Regen und pünktlich zum Sonnenuntergang ließen die Wolken ein kleines Fenster für die lang vermisste Sonne. So hatten wir zum krönenden Abschluss des genialen Tages eine wahnsinnige Kulisse mit Sonnenuntergang und dem alten Römischen Castel, dass auf einem Felsenriff einige hundert Meter vor der Flussmündung errichtet wurde. (Foto siehe ganz oben)
Samstag war dann leider einmal kein Wind. Doch ein Tag ohne Salzwasser ist für uns anscheinend einfach nicht vorstellbar (außer Montags). So haben wir bei Raul, dem Surflehrer, der die mittlerweile schon fast vereinsamte Surfschule am Playa Cortadura betreut, fürs Wochenende einen Wellenreitkurs gebucht. Die ersten Anfänge gingen nach den Erfahrungen mit dem Wellenreiten in Tarifa vor einigen Wochen recht schnell. Die groben technischen Fehler waren zügig ausgemerzt und so konnte ich mit einer kleinen Welle die ich gestanden habe schon einen schnellen Erfolg verzeichnen. Samstagabend hieß es dann mal wieder Botteillon. Diesmal schleppten wir (Floh und ich)

oben genannter "Floh", mit dem ich hier viel unterwegs bin, wenn ich mal nicht beim Kiten bin
Irene auch mal mit und so wurde die Nacht immer kürzer auch wenn es wirklich lustig war. So mussten wir uns Sonntagmorgen einigermaßen früh aus den Federn quälen um an den Strand zu gehen. Wir hatten den Surfkurs ja schließlich bezahlt. Schon auf dem Weg zum Strand wurde uns allerdings schon klar, dass wir vor einem Dilemma standen. Es hatte Wind! Glücklicherweise konnten wir den Surfkurs auf Nachmittag verschieben und durften gleich mit unseren Kites in die raue See. Nach zweieinhalb Stunden legten wir dann eine Mittagspause ein und warteten auf Raul, der für Spanier überpünktlich erschien und uns zwei Stunden mit den Wellenreitern in Wellen jagte. Sobald der Kurs allerdings vorbei war konnten wir einfach nicht mehr anders als gleich wieder mit dem Kite zu starten. Das war nach der Anstrengung erstmals wirkliche Erholung doch als sich dann gegen Abend die Surfer aus dem Wasser verabschiedet hatten und wir endlich wieder genügend Platz für uns hatten, waren wir es selbst, die uns mit unseren Kites über die Wellen jagten und die schönen Sprungschanzen für ganz ansehnlich hohe Sprünge nutzten. Der 6 Stunden Tag auf dem Wasser hatte uns jedoch besonders nach dem gesamten Wochenende wirklich geschafft und so waren wir heilfroh, als wir wieder in der Wohnung waren. Heute war dann wieder Montag ? Montag ist Ruhetag. Uni war teilweise spannend, teilweise weniger. Aber das was wichtig ist, ist dass morgen Nachmittag nach der Uni wieder Wind vorhergesagt ist! ;)
Bis dann.
2006.10.02, 18:11
Die erste Woche in Cádiz
So, endlich schaff ich's mal wieder mich zu melden. Die erste Woche in Cádiz ist hinter mir und es gibt natürlich viel zu erzählen.
Während die ersten Tage hier eher von Einsamkeit geprägt waren hab ich mir ein Openair Office auf unserer schönen Dachterrasse eingerichtet. Was die Dachterrasse so schön macht ist auf alle Fälle die kleine aber feine Aussicht auf's Meer:

und natürlich auf die typisch südländische Dächerlandschaft der Stadt:

Dienstag hab ich dann meine ersten Studienkollegen kennen gelernt. Doch die erste, berüchtigte Studentenfeier musste noch auf mich warten denn Dienstag Abend bin ich mal wieder nach Tarifa gefahren um an einem der genialen Festessen der "Schweizer" (mit denen ich während der Zeit dort zusammen gewohnt habe) teilzunehmen. Es gab Fondue mit original Schweizer Käse! Mittwoch morgen hab ich dann in aller Frühe die Susi (siehe Story von vor 2 Wochen oder so) auf den Flughafen in Jerez gefahren. Das war ein kleines Abenteuer, da wir mit der Reserve des ausgeliehenen Autos mehr als 40 km fahren mussten bis wir mal eine offene Tankstelle gefunden hatten. Trotz allem haben wir's dann noch rechtzeitig (35 min vor Abflug) an den Flughafen geschafft. Naja, wie sagt man so schön: no risk, no fun. Mittags bin ich dann mit den "Schweizern" an den Strand. Doch Poseidon oder wer auch immer dafür zuständig ist hat uns an dem Tag leider nicht mit Wind gesegnet. Dafür mit angenehm hohen Wellen worauf hin wir uns Wellenreitbretter gemietet haben und ich ein erstes Gettogether mit dieser Art der Surfens, den einheimischen Surfern und dem örtlichen Riff hatte. Abends ging's dann wieder nach Cádiz zum meinem ersten "Botteilon" hier (das bedeutet, dass man sich auf irgendeinem - hauptsächlich dem Plaza San Fransisco - trifft und gemütlich quatscht und das mitgebrachte Bier oder den Wein genießt). Dort hab ich dann auch sehr schnell weitere Erasmusleute kennen gelernt. Donnerstag und Freitag war ich dann noch weiter mit dem organisatorischen Kleinkram aber natürlich auch ausgiebigem Sonnenbaden beschäftigt. Freitag abend hatten die Jungs von hiesigen Wohnungsbüro der Uni eine Strandfeier geplant, die wir dann auch gleich zum Geburtstagfeiern umfunktioniert hatten. Dort hab ich dann den bisher vorwiegend deutschen Bekanntenkreis auf einige Italiener und ein paar Franzosen ausweiten können. Trotz allem muss ich sagen, dass ich von dem meistens sehr niedrigen Spanischniveau bei den ausländischen Studenten hier überrascht bin. Und das soll bitte nicht falsch verstanden werden, dass mein Spanisch absolutes oberstes Niveau mittlerweile wäre. Ich seh mich selbst immernoch im Mittelfeld und bin mir sicher dass ich mich in der Uni ebenfalls schwer tun werde. Aber bei manchen "Fällen" frag ich mich wirklich wie das funktionieren soll. Naja, vamos a ver! Gestern kam dann überraschender Weise Irene und ihr Freund Fritz schon an. Ihnen wurde in Alicante auf der Fahrt hier her das Auto aufgebrochen und Geld, Handy und Laptop gestohlen. Deshalb dann auch die vorzeitige Anreise hier. Heute waren wir ausgiebig einkaufen und morgen können wir dann auch ganz entspannt mit der Uni durchstarten.
Von daher drückt mir die Daumen, dass alles gut funktioniert und ihr hört von mir demnächst! Bis dann, Valle
Während die ersten Tage hier eher von Einsamkeit geprägt waren hab ich mir ein Openair Office auf unserer schönen Dachterrasse eingerichtet. Was die Dachterrasse so schön macht ist auf alle Fälle die kleine aber feine Aussicht auf's Meer:

und natürlich auf die typisch südländische Dächerlandschaft der Stadt:

Dienstag hab ich dann meine ersten Studienkollegen kennen gelernt. Doch die erste, berüchtigte Studentenfeier musste noch auf mich warten denn Dienstag Abend bin ich mal wieder nach Tarifa gefahren um an einem der genialen Festessen der "Schweizer" (mit denen ich während der Zeit dort zusammen gewohnt habe) teilzunehmen. Es gab Fondue mit original Schweizer Käse! Mittwoch morgen hab ich dann in aller Frühe die Susi (siehe Story von vor 2 Wochen oder so) auf den Flughafen in Jerez gefahren. Das war ein kleines Abenteuer, da wir mit der Reserve des ausgeliehenen Autos mehr als 40 km fahren mussten bis wir mal eine offene Tankstelle gefunden hatten. Trotz allem haben wir's dann noch rechtzeitig (35 min vor Abflug) an den Flughafen geschafft. Naja, wie sagt man so schön: no risk, no fun. Mittags bin ich dann mit den "Schweizern" an den Strand. Doch Poseidon oder wer auch immer dafür zuständig ist hat uns an dem Tag leider nicht mit Wind gesegnet. Dafür mit angenehm hohen Wellen worauf hin wir uns Wellenreitbretter gemietet haben und ich ein erstes Gettogether mit dieser Art der Surfens, den einheimischen Surfern und dem örtlichen Riff hatte. Abends ging's dann wieder nach Cádiz zum meinem ersten "Botteilon" hier (das bedeutet, dass man sich auf irgendeinem - hauptsächlich dem Plaza San Fransisco - trifft und gemütlich quatscht und das mitgebrachte Bier oder den Wein genießt). Dort hab ich dann auch sehr schnell weitere Erasmusleute kennen gelernt. Donnerstag und Freitag war ich dann noch weiter mit dem organisatorischen Kleinkram aber natürlich auch ausgiebigem Sonnenbaden beschäftigt. Freitag abend hatten die Jungs von hiesigen Wohnungsbüro der Uni eine Strandfeier geplant, die wir dann auch gleich zum Geburtstagfeiern umfunktioniert hatten. Dort hab ich dann den bisher vorwiegend deutschen Bekanntenkreis auf einige Italiener und ein paar Franzosen ausweiten können. Trotz allem muss ich sagen, dass ich von dem meistens sehr niedrigen Spanischniveau bei den ausländischen Studenten hier überrascht bin. Und das soll bitte nicht falsch verstanden werden, dass mein Spanisch absolutes oberstes Niveau mittlerweile wäre. Ich seh mich selbst immernoch im Mittelfeld und bin mir sicher dass ich mich in der Uni ebenfalls schwer tun werde. Aber bei manchen "Fällen" frag ich mich wirklich wie das funktionieren soll. Naja, vamos a ver! Gestern kam dann überraschender Weise Irene und ihr Freund Fritz schon an. Ihnen wurde in Alicante auf der Fahrt hier her das Auto aufgebrochen und Geld, Handy und Laptop gestohlen. Deshalb dann auch die vorzeitige Anreise hier. Heute waren wir ausgiebig einkaufen und morgen können wir dann auch ganz entspannt mit der Uni durchstarten.
Von daher drückt mir die Daumen, dass alles gut funktioniert und ihr hört von mir demnächst! Bis dann, Valle
Uni und Levante

Fast perfekt aufeinander abgestimmt hat letzte Woche das Wetter zu unserem Unistundenplan gepasst. Dienstag waren wir das erste Mal am Playa La Victoria bei angenehm frischem Poniente Kitesurfen. Auch wenn der schön große Strand wirklich angenehm ist so zerstören die unsauberen, ?choppy? Wellen die Chancen des Spots zu den wirklich guten hier in der Gegend zu gehören. Trotz allem hatten wir wirklich unseren Spaß.
Mittwoch ging?s dann bei mir mit meiner ersten Vorlesung los. Kleine ?Klassen? mit nicht mehr als 50 Studenten und wirklich sehr verschulte Methodik aber gerade deshalb wirklich angenehm, selbst wenn man noch nicht alles versteht was geredet wird. Auch bei Marketing Internacional am nächsten Tag hat alles gepasst. Ich war vor allem immer wieder von der Hilfsbereitschaft der Spanischen Kommilitonen überrascht. So hatte ich einen wirklich guten Start in den Uni Alltag hier.
Donnerstagabend ging?s dann wieder nach Tarifa. Levante stand vor der Tür mit moderaten 26 bis 29 Knoten. So wurde ich wieder Gast in der Schweizer ? WG. So kam ich dieses Wochenende in den Genuss von mehreren Stunden Kiten in Bolonia, einem kleinen Dorf nördlich von Tarifa das letztes Jahr schon unser absoluter Lieblingsspot war. Und auch diese Tage hat uns Bolonia nicht im Stich gelassen! Sonntag ging?s dann wieder zurück nach Cádiz ? das noch ungewohnte, neue Zuhause.

Kiten in Bolonia.

Mondaufgang bei Bolonia
Seit dieser Woche gibt?s jetzt wirklich den richtigen Uni Alltag. Der Sprachkurs hat seit Montag begonnen und auch die normalen Vorlesungen finden mit aller Intensität statt. Trotz allem ist es (noch) unkompliziert und es fällt vom sprachlichen Aspekt her leicht, den roten Faden der Vorlesungen zu verfolgen ? auch dann, wenn mal kein Skript angeboten wird. Von daher kann man wirklich von einem erfolgreichen Einstieg sprechen! Liebe Grüße, Valle
2006.09.11, 21:17
Impressionen


Hier noch ein paar Eindrücke von meiner ersten Woche. Der Leuchtturm ist in Canos de Meca. Die beiden auf dem Bild sind Susi und Matthias, mit denen ich hier zur Zeit meistens von Strand zu Strand tingel. zum Kiten und zum Sonnencremegruß muss ich wohl nicht mehr viel sagen :)
2006.09.24, 22:11
Letzte Tarifawoche und der Einstieg in Cádiz

Nicht ganz auf die Art bin ich nach Cádiz gekommen doch trotzdem könnte ich das (Kinder-) Quad in meiner Wohnung nutzen um zumindest mal zur Uni zu fahren.
Die Wohnungsübergabe gestern hat ohne Probleme geklappt und so bin ich nun stolzer Mieter einer Wohnung "wo die Engel wohnen" (soviel zu meinem Straßennamen, nicht dass ihr jetzt denkt, ich wäre im Himmel Erasmusstudent).
Die letzte Woche in Tarifa war neben angenehmen Stunden in der Sprachschule ein klimatechnisches Kuriosum. ES HAT GEREGNET:

Dafür hatte wir dann am Donnerstag und am Freitag ausreichend Wind für 12m² und gegen Abend dann für 16m² Kites. So hab ich die letzten Tage in Tarifa genutzt und am Freitag die teilweise knapp über 2m großen Wellen, die als Abschiedsgeschenk eines Sturmtiefs vor Galizien bis zu uns gewandert sind genossen! Vorher hab ich allerdings noch den windstillen Dienstag genutzt und meine Finnen lackiert, damit ich mein Board so schnell nicht wieder verliere. Eigentlich wollte ich ja dem gesamten Brett zu Leibe rücken, doch konnte es dann nicht über's Herz bringen.

Seit gestern bin ich wie bereits gesagt in Cádiz. Die Wohnung ist zwar nicht "super-neu" doch nach ein bisschen Putzen und dem geplanten Ikea Einkauf nächste Woche werden wir sie schon sehr wohnlich machen können. Die Zeit ist im Augenblick für solch eine redseelige Person wie mich doch ein bisschen einsam, doch hab ich auch schon zumindest ein paar andere Austauschstudenten kennengelernt und das wird nächste Woche auf alle Fälle so weitergehen.
Irene, meine zukünftige Mitbewohnerin, wird dann ab nächstem Wochenende hier sein und von daher kann es gut sein, dass ich mir nächste Woche noch ein bisschen Südspanien anschau.
Von daher seid auf ein paar schöne Fotos von der Wohnung gespannt und schaut einfach nächstes Wochenende nochmal rein! Liebe Grüße, Valle
2007.01.14, 17:28
Frühlingsgefühle

Möwe beim Flügel-Stretching
Unsere erste Woche im neuen Jahr hier in Spanien ist schon fast wieder vorbei. Aber wir haben sie natürlich wie immer gut genutzt. Nachdem erstmal das Missverständnis mit unserem Vermieter geregelt wurde und die Wohnung anscheinend nicht für etwaige Neujahrsfeiern oder ähnliches benutzt wurde war neben Uni und Lernen auch ein bisschen Spaß auf dem Wasser angesagt.
Gestern vor allem hatten wir einen genialen Tag auf dem Wasser. Wir waren mal wieder an unserem Lieblings-Levante-Spot, in Bolonia bei Tarifa. Mittlerweile sind wir beim Kiten immer zu dritt unterwegs. Vincent, ein französischer Erasmuskollege hat uns die letzte Woche öfters begleitet.
Obwohl in Deutschland anscheinend auch noch frühlingshafte Temperaturen herrschen, so warm wie hier (teilweise bis zu sonnigen 20 Grad) ist es wohl nicht. Daher verbrachten wir diese Woche auch wenn kein Wind zum Kiten da war am Strand, dann allerdings mit Lernen. Heute z.B. waren wir an unserem "Hausstrand", am Playa Caleta in Cádiz. Dort sind dann auch die Fotos von Möwen und anderem Fluggetier entstanden.
Liebe Grüße!



2007.02.07, 00:43
Cádiz aus anderer Sicht: Irenes Spot-on-the-Blog

Irene, die Gastautorin
Hallo allerseits,
eigentlich muss ich mich ja erst einmal vorstellen: ich bin die infamous Irene, die Wohnungsgenossin von Valentin. Ihr habt sicher schon öfter hier auf dem Blog von mir und über mich gelesen und ich dachte, es sei mal an der Zeit, das ganze Treiben hier einmal etwas von meiner Seite zu belichten.
Daher werde ich einen Kurzabriss über die letzten zwei Wochen liefern, wobei der Schwerpunkt mehr auf der letzten Woche liegen wird. Ich hoffe, ihr akzeptiert mich für diese Zeit als ‚Autorin’ und ab nächster Woche habt ihr den alten Valentin wieder .
Die vorletzte Woche war vor allem von Lernen geprägt. Ich für meinen Englischkurs und Valentin für ‚Marketing internacionál’.

Lernen am Strand - notfalls mit Decke
Dabei muss ich anmerken, dass mich von Donnerstag bis Sonntag mein Freund besucht hat und ich daher meine Tage mit ihm in Tarifa verbrachte, während Valentin brav zu Hause lernte. O-Ton als ich wieder heimkam: ‚Du, Irene, ich hab es wirklich genossen, dass du nicht da warst. Die Zeit ohne dich war echt schön!’ Charming – true flatmates forever, oder? .
Am Dienstag der letzten Woche fand dann Valentins Klausur statt, die wohl ganz gut verlaufen ist und ich bin mir sicher, als alter ‚Streber’ wird er auch diese mit ‚sehr gut’ bestehen – so eben wie den Englischtest, den er mit 9 von 10 Punkten gemeistert hat.
Nun, da die erste Klausur vorbei war, die zweite nur in weiter Ferne winkte (zwei Wochen bis dahin) und alle Staffeln von NCIS im Netz gesehen waren – das sind zusammen 44 Folgen und ca. 33 Stunden Film -, musste für Valentin etwas neues her. Aber nicht eine Sache, sondern zwei .
Am Abend zuvor hatte Valentin ein Surfbrett ausfindig gemacht und das wurde kurzerhand am nächsten Abend abgeholt. Seitdem zieren unsere Wohnung nicht nur sechs Kites und drei Kiteboards, sondern auch noch ein Surfbrett (und eine MENGE Sand natürlich ).

Das Prachtstück
Die zweite neue Sache sollte nicht so einfach zu erwerben sein. Während der Lernphase hatte Valentin statt in seinem ‚Grottenzimmer’ immer im Wohnzimmer gelernt und da ihm der kleine runde Tisch nicht genügend Platz zur Entfaltung gelassen hatte, war für Valentin sonnenklar: Ein neuer Ess- und Arbeitstisch musste her. Mein einziger Kommentar dazu war: ‚Komm, wir fahren zu IKEA und kaufen uns da einen billigen Tisch. Ok?’ Daraufhin sah mich Valentin nur ziemlich abschätzig von der Seite an und sagte: ‚IKEA? Ne, ne, den baue ICH selber!’
Gesagt, getan, an einem der nächsten Tage fuhren wir in die spanische Variante des Baumarktes namens Leroy Merlin. Welch ein Name – für spanische Zungen und Kehlköpfe kaum aussprechbar, aber Hauptsache man kann hier Material kaufen.
Ihr hättet Valentins Gesichtsausdruck und seine Augen sehen sollen, als er den Laden betrat: Wie ein kleines Kind, das Weihnachten und Geburtstag zugleich hat, sah er aus . Im Nu hatte er auch ein riesiges Brett, vier ungehobelte Vierkanthölzer, 12 30mm verzinkte Schrauben (und ein paar andere Schrauben) etc. zusammengesammelt, und nun musste nur noch das Brett zugeschnitten werden. Dabei hatten wir wieder mal die spanische Geruhsamkeit unterschätzt und so standen wir mindestens eine Stunde an der Schlange an, bis unser riesiges Brett in eine 180x80 Tischplatte zusammengesägt war. Glücklich, äußerst erpicht darauf, das ganze zu einem Tisch zusammenzubauen und 71 Euro leichter, fuhren wir heim. Während die gute Hausfrau kochte, baute der gute Hausmann den Tisch zusammen.


Mensworld!
Und weil vor dem extra gekauften E-Schraubenzieher noch ein Akku- stand und dieser erst 10 Stunden aufgeladen werden musste, schraubte Valentin den Tisch mir nichts dir nichts einfach per Hand zusammen. (Foto mit Folgen siehe unten).

Ein Grund warum Akkuschrauber nützlich sind.
Als ich dann am nächsten Morgen aufstand, strahlte mir der Tisch entgegen und ich muss gestehen, dass es wirklich ein Meisterwerk ist – dementsprechend stolz ist Valentin auch und freut sich SEHR über jede Art von Lob.
Den Rest der Woche verbrachten wir an unserem Schreibtisch, ich arbeitend, Valentin surfend und fernsehend .
Am Samstag kamen dann Chri und Martin an. Chri ist mein potenzieller Nachmieter, Martin sein Kumpel und beide kiten auch. Sie bewohnen nun sporadisch unsere Wohnung mit, bis sich Chri entschieden hat, welche Wohnung er beziehen wird.
Gestern, also am Montag waren wir dann noch in Tarifa beim kiten und ich durfte endlich meinen neuen Kite ausprobieren. Das interessiert euch zwar sicherlich weniger, aber ein Foto muss trotzdem auf den Blog.

Irenes "Größter" in Ihrer Kitefamily
Auf der Rückfahrt bemerkten wir dann, dass mein liebes Auto ab ca. 100km/h ziemlich zu vibrieren anfängt und wir denken, dass es irgendwie von den Reifen, der Karosserie, etc. kommt. Wenn also einer/eine der Leser/innen eine Idee hat, was das sein könnte, BITTE, BITTE lasst es mich wissen..
So, das war also mein erster Eintrag. Ich hoffe, ich habe euch nicht zu sehr gelangweilt, wie gesagt, nächste Woche kommt wieder Valentin. Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Woche. Liebe Grüße und bis bald,
Irene
