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Schwarz-Weiß-Malerei. Nach dem Tod von Stanislaw Lem und unter dem Einfluss des Wetters in Hamburg wird ¶Zynthetik - Das Blogzine vorerst im Trauergewand auftreten.
Die Niederschlagswerte gehen hoch wie der Cholesterinspiegel von Reiner "Calli" Calmund, nachdem er sich gestern vor der Staatsanwaltschaft rechtfertigen musste. Immerhin soll er Spiele manipuliert haben.
Vor nicht allzu langer Zeit war ein Interview mit Stanislaw Lem in einer Ausgabe der Galore. Das zu lesen hat sich gelohnt, sowie jedes Sanislaw Lem Buch, das man in die Finger bekommen hat und noch in die Finger bekommen wird.
Die Niederschlagswerte gehen hoch wie der Cholesterinspiegel von Reiner "Calli" Calmund, nachdem er sich gestern vor der Staatsanwaltschaft rechtfertigen musste. Immerhin soll er Spiele manipuliert haben.
Vor nicht allzu langer Zeit war ein Interview mit Stanislaw Lem in einer Ausgabe der Galore. Das zu lesen hat sich gelohnt, sowie jedes Sanislaw Lem Buch, das man in die Finger bekommen hat und noch in die Finger bekommen wird.
2006.01.30, 18:59
Größe in Bewegung
Beim ersten Anblick ist nicht wirklich klar, wie groß die Queen Mary denn wirklich ist. Natürlich liegt sie in diesem riesigen Trockendock und natürlich überragt sie alles Umstehende. Trotzdem dachte ich sie sei größer. Langsam schlender ich die Landungsbrücken entlang, meine Füße werden kälter und kälter, bis ich kaum noch etwas spüre. So schlürfe ich dahin und sehe immerwieder nach links, zu diesem prachtvollen Schiff und versuche mir vorzustellen, wie denn die möglichen Passagiere so aussehen. Wahrscheinlich unterscheiden sie sich von den Menschenmassen, die bei dieser Kälte den Weg in den Hafen finden, um einmal das größte Passagierschiff der Welt zu sehen. Vielleicht würde man die größe der Queen besser einordnen können, wenn an der Seite des Docks ein 1zu1 Pappmodell der Titanic zu sehen wäre. Die Titanic, das lässt mich schmunzeln und die Laandungsbrücken sind zu Ende. Ich gehe weiter die Hafenstraße entlang. Die Queen ist nun hinter mir und ich drehe mich nicht mehr um, denke nur noch darüber nach, dass ich sie als etwas klein empfunden habe. So laufe ich einige Minuten bevor ich mich zum letzten mal zu diesem riesigen Luxuskreuzer umsehe. Bei diesem letzten Blick wird mir klar, wie groß dieses Schiff ist. Denn obwohl ich schon eine beachtliche Strecke an der Hafenstraße entlang gelaufen bin, ist es, als wäre sie keinen Zentimeter kleiner geworden.2006.06.10, 17:11
Mümmelmannsberg - Eröffnung
Die Wohnzimmer WM 2006 hat begonnen. Mümmelmannsberg im Osten Hamburgs. Herbes Pflaster. Aber die meisten die wir kennenlernen geben sich große Mühe für ein friedliches Miteinander.
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Altona - Das Drama
Die Stimmung war so gut wie nie bei der Wohnzimmer WM. Das erledigte sich jedoch sehr schnell mit der Niederlage gegen Italien. Man war das knapp! Zum Heulen.
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Veddel - Unser Finale
Die bewegenden Momente dieses "Finales der Herzen" zwischen Deutschland und Portugal und die anschließenden Umarmungen diverser Leute erlebten wir im WM-Wohnzimmer in Veddel. Ein schöner Abschluss eigentlich und für das wirkliche Finale scheint sich keiner mehr zu interessieren. Die letzte Station unser Tour durch Hamburg.
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2006.04.13, 12:24
Jaja, gegen die Kleinen...
...da trauen sie sich. Gegen Milan die Hosen voll, dass es warm um die Hüfte wird, gegen den HSV ein Dämpfer vor den bayrischen Bug und von Werder mit den eigenen Mitteln geputzt. Und dann wurde auch noch der Titan plastiniert. Aber dann - gegen die kleinen, gegen die trauen sie sich.
Das ist schon etwas schäbig, wenn der Trainer des FC Bayern nach dem Spiel, den kurz vorher mit 3:0 gewonnen Pokalfight, mit der vorhergegangen Klatsche gegen den Ligakonkurrenten vergleicht. Schließlich ist Werder ein gestandener Championsleauge-Teilnehmer und St. Pauli nur der ehemalige Weltpokalssiegerbesieger aus der 3. Liga mit geringen Aufstiegschancen. Zuerst 0:3 in der Liga verlieren, als bessere Mannschaft und dann als Revanche den kleinen Drittligisten 3:0 besiegen und schlechter spielen. Na Bravo. Das ist, als hätte Schwarzenegger in Terminator 2, nachdem er wiedereinmal von dem überlegenen neuen Terminator einen aufs Maul bekommen hat, den kleinen Jungen verprügelt. So als Ausgleich. Großer Sport. Oder Deutschland, nach dem Weltkrieg, gut Weltherrschaft hat nicht geklappt, dann machen wir halt jetzt Luxemburg platt, oder noch besser Liechtenstein. Also kein guter Vergleich, auch wenn das Ergebnis ihn nahe legt.
St. Pauli hat besser gespielt, als ihre Situation vermuten lässt und trotzdem verloren. Jetzt sind also die Bayern im Finale, der Schmuse-es-geht-ums-große-ganze-Titan hat sensationel gehalten und die großartigen St. Pauli Fans singen so leidenschaftlich, dass auf der Reeperbahn die Buchse flippt. Was für ein Abend. 3:0 Super, ich freu mich auf Berlin.
Das ist schon etwas schäbig, wenn der Trainer des FC Bayern nach dem Spiel, den kurz vorher mit 3:0 gewonnen Pokalfight, mit der vorhergegangen Klatsche gegen den Ligakonkurrenten vergleicht. Schließlich ist Werder ein gestandener Championsleauge-Teilnehmer und St. Pauli nur der ehemalige Weltpokalssiegerbesieger aus der 3. Liga mit geringen Aufstiegschancen. Zuerst 0:3 in der Liga verlieren, als bessere Mannschaft und dann als Revanche den kleinen Drittligisten 3:0 besiegen und schlechter spielen. Na Bravo. Das ist, als hätte Schwarzenegger in Terminator 2, nachdem er wiedereinmal von dem überlegenen neuen Terminator einen aufs Maul bekommen hat, den kleinen Jungen verprügelt. So als Ausgleich. Großer Sport. Oder Deutschland, nach dem Weltkrieg, gut Weltherrschaft hat nicht geklappt, dann machen wir halt jetzt Luxemburg platt, oder noch besser Liechtenstein. Also kein guter Vergleich, auch wenn das Ergebnis ihn nahe legt.
St. Pauli hat besser gespielt, als ihre Situation vermuten lässt und trotzdem verloren. Jetzt sind also die Bayern im Finale, der Schmuse-es-geht-ums-große-ganze-Titan hat sensationel gehalten und die großartigen St. Pauli Fans singen so leidenschaftlich, dass auf der Reeperbahn die Buchse flippt. Was für ein Abend. 3:0 Super, ich freu mich auf Berlin.
2006.02.28, 16:03
The trick is to keep breathing
Im Zug sitzt mir eine Frau, vielleicht Mitte dreißig, gegenüber. Sie trägt eine unmoderne Kurzhaarfrisus und ziemlich langweilige Kleidung. Auf dem Tisch vor ihr steht ein IBM Thinkbook, älterer Generation, deren Tasten sie mit geübtem Zehnfingersystem bearbeitet. Aus einer Seitenfach ihrer Reisetasche ragt die aktuelle Ausgabe der Neuen Züricher Zeitung. Ich bemerke, dass bei ihr im Gegensatz zu mir, beim schreiben die Hände über der Tastatur schweben und sie nicht wie die Handballen auf dem Laptop oder dem Tisch ablegt. Sie hat es gelernt, während ich eine ziemlich wilde selbstgelernte fünf bis acht Fingertechnik ausübe. (Jetzt versuche ich auch, meine Hände beim schreiben schwebend über der Tastatur zu halten. Das funktioniert wirklich gut.) Sie ist nervös. Anscheinend hat sie das Gefühl, dass ich sie bei ihrer Arbeit beobachte, was stimmt, aber ich bin vorsichtig und eigentlich auch ziemlich sicher, dass sie es nicht bemerken kann. Also ist sie anscheinend eh ein nervöser Typ. Ständig setzt sie sich anders hin. Mal schlägt sie die Beine übereinander, mal stellt sie ihre Füße brav geschlossen nebeneinenander. Eigentlich wollte ich auch arbeiten, aber mein Rechner schläft ruhig in meiner Tasche. Ich hatte keine Lust und außerdem sitze ich in einem alten ICE, der nicht an jedem Platz eine Steckdose hat und da der Akku meines Rechners nur noch ein paar Prozent Leistung hat, habe ich ihn stecken lassen. Ich versuche aus dem Fenster zu sehen. Draußen ist es dunkel und was ich sehe ist mein Spiegelbild. Ich sehe müde aus. Auf meiner Stirn streifen Lichter vorbei, die draußen an der Strecke vorbei wischen. Ich erinnere mich an den Tag als ich meine Sachen gepackt habe und Zuhause ausgezogen bin. Ich kann mich erinnern was ich getragen habe und das ich vor Nervosität während der Autofahrt eine ganze Schachtel Zigaretten geraucht habe. Nun sitze ich im ICE und zu meinen Füßen steht eine riesige Reisetasche. In ein paar Jahren werde ich mich vielleicht wieder erinnern, was ich an diesem Abend getragen habe. Oder vielleicht werde ich mich an die Frau erinnern, die verbissen ihre Tasten bearbeitet hat.
Ich erreiche Hamburg und die klassische Musik auf dem Bahnsteig der U-Bahn legt sich, wahrscheinlich wie gewünscht, entspannend auf mein nervöses, angespanntes Gemüt. Die enspannende Wirkung der Musik liegt im Wettstreit mit dem Besoffenen, der gerade wütend seine zweite Flasche Bier auf dem Boden geschmissen hat und schreiend die Scherben vor sich her kickt. Er hat keinen Sinn für klassische Musik – jedenfalls im Moment. Zum Glück kommt die U-Bahn und nimmt mich mit.
Bei meinem Weg zu meiner Bleibe für die Nacht sehe ich die ganzen Müllberge, die aufgrund des Streiks, die Straßenränder bestimmen. Ich weiß nicht auf was das alles hinaus laufen wird. Irgendetwas wird es schon sein.
An dem Tag, an dem ich damals ausgezogen bin trug ich einen schlecht sitzenden weißen Wollpullover und als ich nach zweistündiger Fahrt angekommen war, fiel mir etwas heiße Asche von der Zigarettenspitze auf meinen Arm und brennte ein beachtliches Loch in den Pullover…
Ich erreiche Hamburg und die klassische Musik auf dem Bahnsteig der U-Bahn legt sich, wahrscheinlich wie gewünscht, entspannend auf mein nervöses, angespanntes Gemüt. Die enspannende Wirkung der Musik liegt im Wettstreit mit dem Besoffenen, der gerade wütend seine zweite Flasche Bier auf dem Boden geschmissen hat und schreiend die Scherben vor sich her kickt. Er hat keinen Sinn für klassische Musik – jedenfalls im Moment. Zum Glück kommt die U-Bahn und nimmt mich mit. Bei meinem Weg zu meiner Bleibe für die Nacht sehe ich die ganzen Müllberge, die aufgrund des Streiks, die Straßenränder bestimmen. Ich weiß nicht auf was das alles hinaus laufen wird. Irgendetwas wird es schon sein.
An dem Tag, an dem ich damals ausgezogen bin trug ich einen schlecht sitzenden weißen Wollpullover und als ich nach zweistündiger Fahrt angekommen war, fiel mir etwas heiße Asche von der Zigarettenspitze auf meinen Arm und brennte ein beachtliches Loch in den Pullover…
Die Windhose
Da hatten wir die Windhose aber gewaltig voll, als sich gestern ein ausgewachsenes Unwetter über Hamburg hermachte.


Veddel - Leude
Die Wohnzimmer WM kann nicht zu Ende gehen, bevor nicht ein paar der Beteiligten vorgestellt wurden. Peter hat die gute Stimmung nach dem erfolgreichen Spiel um Platz 3 genutzt und 3 Kategorien an Personen versammelt. Nur ein kleiner Teil der Meute...
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Kirchdorf Süd - Panini-Brothers
Alles was wir vorher über Kirchdorf-Süd gehört und gelesen hatten, deutete auf eine nervenaufreibende, wenn nicht gar gefährliche Wohnzimmer-WM-Staion. Und? Alles ganz anders! Der Empfang war sehr nett. Alle haben beim Aufbau geholfen und der erste Abend war sehr angenehm und entspannt. Naja, Deutschland hat ja auch gewonnen. Ich habe mir erklären lassen was es mit diesen kleinen Bildern auf sich hat, bevor die spannende Partie begann.
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