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»fundstück«
Schattendasein

So oft schon daran vorbeigelaufen und heute endlich mal fotografisch festgehalten. Das Schild befindet sich keine 10 Meter vom Dessauer Bauhaus entfernt – grotesk.
2008.01.13, 22:48
Eine Liebeserklärung an die Typografie

Schon seit einer ganzen Weile ist i love typography einer meiner liebsten Bookmarks. iLT ist ein recht junges Weblog des in Japan lebenden John D Boardley. Zu entdecken gibt es, neben Neuerscheinungen von Fonts, einen Blick in die Schriftgeschichte, interessante Interviews mit namhaften Schriftgestaltern und einige Tipps und Tricks zur Fontentwicklung. Wer die Seite noch nicht kennen sollte und sich der Typografie verbunden fühlt, sei dieser Tipp ans Herz gelegt.
Malzgasse

Gesehen und fotografiert von Stefan Schneider in Thüringens Hauptstadt Erfurt.
2008.01.25, 17:16
Achtung Akut


Landläufig gibt es ja die Meinung, dass jeder die Gestaltung bekommt, die er verdient. Zumindest im ersten Fall kann ich dem aber wiedersprechen: Im »Pension Cafe´« gibt es nämlich durchaus leckeres Eis. Etwas tragisch an dem Schild ist natürlich, dass die richtige Schreibweise scheinbar schon einmal vorhanden war – zumindest lassen es die verblassten Umrisslinien erahnen. Zu den kulinarischen Spezialitäten des »Cafe` am Kraftwerk« kann ich leider nix sagen, aber ich bin mir sicher, dass es sich auch dort wunderbar speisen lässt.
Wer noch nicht genau weiß, worauf ich überhaupt hinaus will, hilft vielleicht diese kurze Erklärung ein wenig weiter. Die anderen Fehler hab ich nicht übersehen, aber irgendwann ist ja auch mal gut mit der Pedanterie.
2008.01.27, 22:50
Deutsche Anzeigenschrift

Am gestrigen Samstag habe ich auf einem Flohmarkt ein wirklich ansprechendes, zweifarbig gedrucktes Schriftmuster der Deutschen Anzeigenschrift von Rudolf Koch entdeckt. All diejenigen, die weder Rudolf Koch noch seine Schriften kennen, seien die folgenden Informationen gewidmet:
Rudolf Koch war ein bedeutender deutscher Typograf, Kalligraf, Schriftentwerfer und Lehrer. Am 20. November 1876 in Nürnberg als Sohn des Bildhauers Paul Koch geboren, begab er sich in der Zeit von 1892 bis 1896 in die Ziseleurlehre in Hanau. Parallel besuchte er eine Zeichenakademie – ab 1896 absolvierte er eine Zeichenlehrausbildung an der Kunstgewerbeschule Nürnberg und an der Technischen Hochschule München. Seine wahre Berufung fand er jedoch erst in einer Anstellung als Zeichner und Maler in einer Leipziger Großbuchbinderei – das Druckgewerbe. Im Jahre 1906 trat er als künstlerischer Mitarbeiter der Rudhardschen Gießerei (später Klingspor) in Offenbach am Main bei, für welche er bis zu seinem Tod tätig war. Ab 1908 unterrichtete er auch an den Technischen Lehranstalten Offenbach das Fach Schrift. Im Alter von 58 Jahren verstarb er am 9.April 1934 in Folge eines Herzinfarktes. Zu seinen bekanntesten Schriften gehören die Kabel (1927), die Koch Antiqua (1922) sowie diverse Frakturschriften.
Die Deutsche Anzeigenschrift geht auf einen Auftrag des Ullstein-Verlages an Rudolf Koch zurück. Der Verlag suchte nach einer neuen Fraktur, welche einen deutschen Charakter aufweist, dennoch zeitgemäß und weniger opulent als viele barocke Schriften der damaligen Zeit anmuten sollte. Obwohl Kochs Entwürfe nicht den Vorstellungen des Ullstein-Verlages entsprachen, schnitt Klingspor die Schrift in breiter, enger und schmaler Abwandlung. In der Zwischenzeit hatte die Stempelsche Schriftgießerei die Schrift erworben und veröffentlichte 1934 noch einen mageren Schnitt, welcher die Bezeichnung Deutsche Werkschrift erhielt.
Das Foto zeigt die Deutsche Anzeigenschrift im engen Schnitt.
2008.02.03, 21:05
Dessauer Braukunst

Knapp 14 Jahre ist es nun her, dass die VEB Brauerei Dessau – wie so viele andere ostdeutsche Getränkebetriebe auch – aufgrund mangelnden Absatzes geschlossen werden musste. Dass dadurch die Brau- und umfangreiche Etikettenkunst in Dessau ein Ende fand, ist nicht zuletzt angesichts dieser zum Teil schön gestalteten Bieretiketten wirklich zu bedauern.
Vielen Dank an Matthias für das obige Zeitdokument.
2008.02.04, 22:47
grotesk

Solche und andere Eigenarten werden derzeit an dieser Stelle in einem »Tableau unserer Ticks« gesammelt. Im Webauftritt der Süddeutschen Zeitung kann man anonym seine Spleens und Macken mit anderen Menschen teilen. Es ist wirklich erstaunlich, in wie vielen Aussagen man sich wiederentdeckt; exemplarisch könnte die obere zum Beispiel auch von mir sein.
via freeunibz
2008.02.19, 15:33
Identify Questions V7

Totgesagte leben eben doch länger. Eher zufällig habe ich gerade gesehen, dass nach langer Pause die neue Ausgabe der Identify Questions erschienen ist. Das PDF-Themenmagazin beschäftigt sich in seiner siebten Veröffentlichung mit den Irr- und Umwegen des täglichen Lebens. Es gibt wieder allerhand Grafiken, Texte, Graffitis, Fotografien sowie zwei Specials zu entdecken – unbedingt anschauen und die frohe Kunde weitertragen.
2008.02.23, 19:53


