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2007.10.02, 23:01
bi_refugee (relief act)
Im März 1953 wurde der Refugee Relief Act
(Flüchtlings Hilfs Gesetz) in den U.S. Kongress eingebracht, mit dem eine halbe Million Heimatvertriebene aus den deutschen, von Polen annektierten, Ostgebieten ohne Bürgen und ohne Quoten in die U. S. A. einwandern könnten, terminiert bis zum 31. März 1957.
Es dauerte aber bis Oktober 1956 ehe der R.R.A. (parlamentsüblich) Gesetz wurde.
In Westdeutschland, wo wir Heimatvertriebenen einen speziellen grünen Ausweis (ähnlich dem Personalausweis) besaßen, hatten sich 500.000 meist junge Menschen gemeldet und waren nach Befragung durch ein U.S. Konsulat akzeptiert worden, darunter auch meine Schwester Ilse und ich.
Also konnte man die Überfahrt nach U. S. A. erst im Oktober organisieren.
Da es damals noch keine Jets gab, die im Shuttle-Flug diese Transportleistung innerhalb von fünf Monaten leisten konnten, hat man einen längst eingemotteten Truppen- Transporter aus dem Krieg wieder eingesetzt.
Meine Schwester ist im Januar 1957 mit dem Schiff 10 Tagelang von Bremen nach New York unterwegs gewesen, meist bei hohem Seegang mit vielen Familien und kleinen Kindern in Hängematten unter Deck, viele see-
krank.
Ich hatte mehr Glück und flog Anfang Februar mit einem Turbo-Jet von Hamburg mit Zwischenlandung in Island und Neufunfland nach New York, schneller und bequemer als Ilse.
-Später behauptete ich jemand, bis zum 31. März 1957 seien nur gut 350.000 Einwanderer unter dem R.R.A. in die USA gelangt.-
Die U. S. Behörden hatten auch keine Organisation, um so vielen Leuten schnell Wohnung und Arbeit zu besorgen.
So wurden wir zu Kirchengemeinden in Gegenden gesandt, in denen man uns beruflich schnell vermitteln konnte.
Ilse kam nach Denver und ich, als gelernter „ Holzwurm“, nach Longview im Staat Washington an der nordwestlichen Küste.
In den Wäldern des Kaskadengebirges ist dort eines der wichtigsten Holzindustriegebiete der USA.
Der Vorsteher der dortigen lutherischen (evangelischen) Kirchengemeinde war zugleich Personalchef des großen Holzwerkes der Firma Weyerhäuser, einer der drei größten Holz-Firmen der U. S. A..Wally Pettersen und seine Frau waren schwedischer Herkunft, und nahmen mich in ihrem großen Einfamilienhaus in der Nähe des Werkes auf wie einen guten Freund.
Ich durfte im Zimmer des ältesten Sohnes, der im Osten studierte, schlafen und wurde in den ersten Tagen auch bei ihnen verköstigt.
Wally half mir bei allen nötigen Anmeldungen und besorgte mir einen Job als Zeichner im Forstamt der Firma, das im Headquarters Camp mitten im bergigen Waldgebiet in der Nähe des Mount St.Helens lag, etwa 25 km von Longview entfernt.
Dort schlief ich im Waldarbeiterschlafsaal und aß in der Kantine.
Im Forstamtbüro auf dem Camp hatte ich ein Zimmer mit einem großen Zeichentisch.
Mit dem Förstern und dem Oberförster verstand ich mich gut, einige von ihnen waren deutscher Herkunft und einer sprach sogar noch ein wenig Deutsch.
Sie wohnten alle in schönen Einfamilienhäusern in Longview und Kelso, und fuhren jeden Tag mit ihren Geländewagen ins Camp.
Die Arbeit machte mir Spaß, da ich gerne zeichne und auch oft mit den Förstern in den Wald fuhr, um Baum-Flächen in den Square Miles zu vermessen.
Am Wochenende war ich wieder bei Pettersens eingeladen, und Wally verkaufte mir das alte braune Chevy Coupe seines Sohnes für 100 $.
Mein erstes eigenes Auto und ich war motorisiert.
(Flüchtlings Hilfs Gesetz) in den U.S. Kongress eingebracht, mit dem eine halbe Million Heimatvertriebene aus den deutschen, von Polen annektierten, Ostgebieten ohne Bürgen und ohne Quoten in die U. S. A. einwandern könnten, terminiert bis zum 31. März 1957.
Es dauerte aber bis Oktober 1956 ehe der R.R.A. (parlamentsüblich) Gesetz wurde.
In Westdeutschland, wo wir Heimatvertriebenen einen speziellen grünen Ausweis (ähnlich dem Personalausweis) besaßen, hatten sich 500.000 meist junge Menschen gemeldet und waren nach Befragung durch ein U.S. Konsulat akzeptiert worden, darunter auch meine Schwester Ilse und ich.
Also konnte man die Überfahrt nach U. S. A. erst im Oktober organisieren.
Da es damals noch keine Jets gab, die im Shuttle-Flug diese Transportleistung innerhalb von fünf Monaten leisten konnten, hat man einen längst eingemotteten Truppen- Transporter aus dem Krieg wieder eingesetzt.
Meine Schwester ist im Januar 1957 mit dem Schiff 10 Tagelang von Bremen nach New York unterwegs gewesen, meist bei hohem Seegang mit vielen Familien und kleinen Kindern in Hängematten unter Deck, viele see-
krank.
Ich hatte mehr Glück und flog Anfang Februar mit einem Turbo-Jet von Hamburg mit Zwischenlandung in Island und Neufunfland nach New York, schneller und bequemer als Ilse.
-Später behauptete ich jemand, bis zum 31. März 1957 seien nur gut 350.000 Einwanderer unter dem R.R.A. in die USA gelangt.-
Die U. S. Behörden hatten auch keine Organisation, um so vielen Leuten schnell Wohnung und Arbeit zu besorgen.
So wurden wir zu Kirchengemeinden in Gegenden gesandt, in denen man uns beruflich schnell vermitteln konnte.
Ilse kam nach Denver und ich, als gelernter „ Holzwurm“, nach Longview im Staat Washington an der nordwestlichen Küste.
In den Wäldern des Kaskadengebirges ist dort eines der wichtigsten Holzindustriegebiete der USA.
Der Vorsteher der dortigen lutherischen (evangelischen) Kirchengemeinde war zugleich Personalchef des großen Holzwerkes der Firma Weyerhäuser, einer der drei größten Holz-Firmen der U. S. A..Wally Pettersen und seine Frau waren schwedischer Herkunft, und nahmen mich in ihrem großen Einfamilienhaus in der Nähe des Werkes auf wie einen guten Freund.
Ich durfte im Zimmer des ältesten Sohnes, der im Osten studierte, schlafen und wurde in den ersten Tagen auch bei ihnen verköstigt.
Wally half mir bei allen nötigen Anmeldungen und besorgte mir einen Job als Zeichner im Forstamt der Firma, das im Headquarters Camp mitten im bergigen Waldgebiet in der Nähe des Mount St.Helens lag, etwa 25 km von Longview entfernt.
Dort schlief ich im Waldarbeiterschlafsaal und aß in der Kantine.
Im Forstamtbüro auf dem Camp hatte ich ein Zimmer mit einem großen Zeichentisch.
Mit dem Förstern und dem Oberförster verstand ich mich gut, einige von ihnen waren deutscher Herkunft und einer sprach sogar noch ein wenig Deutsch.
Sie wohnten alle in schönen Einfamilienhäusern in Longview und Kelso, und fuhren jeden Tag mit ihren Geländewagen ins Camp.
Die Arbeit machte mir Spaß, da ich gerne zeichne und auch oft mit den Förstern in den Wald fuhr, um Baum-Flächen in den Square Miles zu vermessen.
Am Wochenende war ich wieder bei Pettersens eingeladen, und Wally verkaufte mir das alte braune Chevy Coupe seines Sohnes für 100 $.
Mein erstes eigenes Auto und ich war motorisiert.
