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Die Liebste und Carneval

Sonnenuntergang in Sancti Petri
Ich hab es letztendlich geschafft. Die Klausurenphase ist überstanden und allem Anschein nach auch wirklich erfolgreich abgeschlossen. Meine letzte Klausur hab ich am Freitag geschrieben und es lief wirklich in Ordnung. Dannach war erstmal ausgiebiges Aufräumen und Umziehen angesagt. Irene hat ihr Zimmer in unserer Wohnung geräumt damit Sandy und ich unsere zukünftigen Zimmer beziehen konnten. Doch Zeit war knapp und so musste ich um 18.00 Uhr den Bus zum Flughafen in Jerez nehmen. Linda sollte um 19.00 Uhr landen. Gemäß Murphy’s Law hatte der Buss dann natürlich auch noch 20 Minuten Verspätung aber Gott sei dank dauerte die Gepäckausgabe ebenfalls etwas länger, so dass ich Linda planmäßig empfangen konnte.

Freitagabend war dann eher entspannt, obwohl die ersten Karnevalisten schon die Stadt unsicher machten. Während am Samstag sich die Stadt dann langsam mit den ganzen Karnevalbesuchern füllte, flohen wir aus der Stadt an den Playa Cortadura um ein bisschen Zeit auf dem Wasser zu verbringen. Linda war somit das erste Mal beim Kiten mit dabei und musste natürlich sofort lernen, wie man ein Kite startet und landet. Aber sie war tapfer und hat sich sehr gut angestellt – was absolut keine Selbstverständlichkeit ist. Die meisten Leute haben am Anfang Angst vor den großen Kites und der Kraft und dem Zug der dahinter stecken kann!
Abend stand dann auch für uns Faschingsmuffel (zumindest Linda und ich) ebenfalls Karneval auf dem Programm. Wir hatten uns am Mittag noch schnell beim Marokkaner Kostüme organisiert. Linda ging als Hexe und ich als Mönch. Irene und Chri gingen als Römer während Sandy sich als Teufelin verkleidete.

v.l. Linda, Chri, Irene, ich und Sandy - meine neue Mitbewohnerin
Es war absolut lustig aber die unglaublichen Menschenmassen sorgten dann doch früh dafür, dass wir wieder den Heimweg antraten.
Heute war dann ein gemütlicher Start in den Tag angesagt. Doch als dann am frühen Nachmittag klar war, dass die Windvorhersage nicht stimmte und sehr wohl ausreichend Poniente angesagt war, wurde sehr schnell das Auto beladen und der Weg nach Sancti Petri angetreten. Es war mal wieder einer dieser wenigen perfekten Tage mit flachem Wasser und schönem Wind. Zu guter letzt wurden wir dann auch noch mit einem genialen Sonnenuntergang belohnt. Ich stellte wieder mal meinen Camcorder auf und filmte ein bisschen die Kiteaction.

Linda erwies sich als sehr geduldige Strandschönheit und widmete sich während wir (Chri und ich) unsere Stunden auf dem Wasser verbrachten der schönen Kunst der Literatur.

Chri bei einer Backroll
Hier habt ihr jetzt noch ein paar Sequenzen des Videos.
Liebe Grüße!
Ende der Besuchszeit & Mondfinsternis

Urlaubsfoto meiner Eltern – ein typisches weißes Dorf Andalusiens.
Nun, es hat mal wieder ein bisschen gedauert, bis ich mich meinem Blog mal wieder widmen konnte. Die letzten eineinhalb Wochen waren zwar größten Teils windstill, dennoch gab es das eine oder andere zu tun.
Nach unserem Ausflug nach Sevilla verbrachten Linda und ich unseren letzten Tag gemütlich in Cádiz. Wir gingen ein bisschen Shoppen und haben uns vor dem Karneval versteckt. Am Freitag gab’s dann eine große Überraschung. Wir sind früh morgens aufgestanden um Linda an den Flughafen zu bringen. Gleichzeitig kamen dort morgens auch meine Eltern und mein Bruder an. Dort angekommen mussten wir dann jedoch feststellen, dass Lindas Flug nach München auf den Abend verlegt worden ist. Also ging’s mit dem Mietwagen meiner Eltern wieder zurück nach Cádiz. Nach einem Mittagssnack fuhren die dann weiter nach Bolonia bei Tarifa, wo sie die ersten zwei Tage verbrachten, da es auf Grund des Karnevals keine Hotelzimmer für den Zeitraum mehr in Cádiz gab. Mein Bruder bezog Quartier bei mir in der Wohnung. Abends nahmen wir dann zum zweiten Mal an dem Tag den Bus zum Flughafen und diesmal musste ich tatsächlich ohne Linda wieder zurückfahren.
Nach einer gemütlichen WG Feier am Freitag und meinem zweiten Ausflug auf den Karneval fing dann Montag die Uni wieder richtig an. Eigentlich läuft das Semester ja schon seit Mitte Februar, allerdings bekamen wir für den Karneval frei. So war ich dann die Woche wieder fleißig in der Uni. Mittwoch war dann schon wieder frei – Tag von Andalusien, also Feiertag. Das nutzen wir dann um in Tarifa ein bisschen Kiten zu gehen und meinem Bruder mal die ersten Eindrücke vom Kiten zu vermitteln.
Der Karneval hatte übrigens nicht so viel an sich, wie meistens behauptet wurde. Das Treiben war mir als Faschingsmuffel am Ende wirklich etwas zu bunt. Allerdings hat der Karneval seine eigentliche Funktion tatsächlich erfüllt. Seit dem Karneval hat sich der nasse und kalte Winter hier verabschiedet. Es ist fast immer gutes Wetter mit um die 20 Grad tagsüber und Nachts auch wieder relativ mild, so dass die unbeheizte Wohnung kein Problem mehr darstellt.
Meine Eltern schauten sich viel von Cádiz, aber natürlich auch von der Umgebung an. Am Donnerstag zeigte ich Ihnen dann noch die verlassene Siedlung und Thunfischfabrik in Sancit Petri.
Seit Freitag morgen bin ich jetzt wieder allein in hier. Eine wirkliche Umstellung, da wir den gesamten Februar mit Chri, Martin, Irene, Sandy, Linda und meinem Bruder ständig ein volles Haus hatten. Zudem sind mittlerweile fast alle meiner Erasmuskollegen vom letzten Semester wieder zu Hause, so dass es wirklich sehr ruhig geworden ist. Aber die Ruhe hat auch gutes an sich.
Gestern gab’s dann noch für mich als Highlight meines Abendprogramms die Mondfinsternis. Natürlich kein Wölkchen am Himmerl und klare Sicht auf das Naturschauspiel. Für alle, denen die Sicht verwehrt wurde, hier die Fotos:

Mondfinsternis
2007.03.21, 19:34
Don’t hurt John
Grad haben wir (Ilga, Wendy, Niels und Alex) den guten alten John Hurt an der Bodleian Library gesehen, wo gerade die Dreharbeiten für Oxford Murders stattfinden. Crazy!
2007.04.04, 00:26
Ein kurzes Lebenszeichen

Katzen in einer Mülltonne in Sancti Petri

Katze in Tarifa
Ja, was ist neben den Zahlreichen Begegnungen mit Katzen in den letzten eineinhalb Wochen hier so passiert. Montag vor einer Woche kam Olli, ein Freund aus Bamberg zu besuch. Und da er nicht zum Daumendrehen sondern zum Kiten hergekommen ist, haben wir das auch sehr intensiv zelebriert. Da ich mir natürlich darüber bewusst bin, dass Euch die ganzen Einzelheiten vom Kiten tendenziell eher weniger interessieren gibt’s zu diesem Thema einfach nur ein paar Fotos:




Aber neben dem Kiten gab’s natürlich noch einige Feiern die wir mitgenommen haben und selbstverständlich der kulinarische Tagesabschluss – zu Hause oder beim Tapasessen – wir haben’s uns gut gehen lassen.
So, mehr Infos zu dem wenigen Neuen, das es hier die letzten Tage gab, schreib ich dann nächstes Wochenende, wenn Olli wieder weg ist und ich mich wieder langweile ;).
LG und zum Abschied noch einen schönen Sonnenuntergang

2007.04.11, 22:33
Mir waren in Deutschland!
2007.04.29, 20:47
Überraschung!
Besuch der 2,5 Jahre auf sich warten ließ!

Möwe im Sonnenuntergang am Paseo am Playa Caleta
Wie angekündigt in meinem letzten Post kam der erwartete Besuch. Markus und Sonja hatten sich angekündigt und kamen mit leichter Verspätung auf Grund unregelmäßiger Busfahrzeiten dann Samstagnachmittag in Cádiz an. Aber dafür, dass ja eigentlich seit 2,5 Jahren, also seit Anfang meines Studiums geplant war, dass sie mich in meiner Unistadt besuchen würden, waren die 2 Stunde ja gar nichts.
Nach der Erstversorgung mit frischen Kalorien für die zwei, die mit Ryanair eine etwas unangenehmere Anreise hatten (zumindest alle über 1,80m), ging’s dann sofort an den Strand um gleich mal mit dem Sonnentanken anzufangen und dafür zu sorgen, dass sie zu Hause auch als „frisch aus dem Urlaub“ durchgehen würden, auch wenn’s nur 3 Tage Spanien waren. „Quick und dirty“ wie die SAP’ler bei Sonjas aktueller Praktikumsstelle sagen. Abends stand dann neben der dringend notwendigen Einkaufstour zu Carrefour noch eine 30min Stadtführung – entlang der Kathedrale, zum Rathhaus danach zum alten, römischen Amphitheater und letztendlich zurück zum Markt – an. Nach einem gemütlichen Abendessen mit langem Absacker waren wir dann aber trotz allem sehr schnell reif für das Land der Träume. Die beiden von der Reise und ich von meiner Erkältung geschwächt. Am Sonntag war dann nach nicht mal so spätem Aufstehen wieder ein bisschen Strand angesagt. Doch die zwei hielten es nicht lange aus, da Markus das bloße am Strand herumliegen zu unaktiv war. Auf einmal hatte er einen neuen Spitznamen von Sonja bekommen…

…Motzgurke…
…doch auch Erfolg. Die beiden machten sich dann nämlich noch auf eine ausgiebigere Stadterkundung auf und ich blieb zu Hause um mich den angefallen Uni (& co.) Dingen zu widmen.
Der Montag war dann der große Tag des Kitens. Markus war schon ganz heiß und der Brückentag, der inoffiziell von allen Profs frei gemacht wurde, half da natürlich. Der Wind passte und so ging’s dann mit Chri an den Playa Cortadura.

Markus mit Kite
Chri und ich tobten uns erstmal kurz auf dem Wasser aus. Das natürlich aber nur um den zwei zu zeigen wie das ganze so funktioniert. Danach durfte dann auch Markus mal ran. Sonja hatte weniger Ambitionen und spielte die Rolle der Strandschönheit – der es natürlich dann gegen später allerdings recht kalt wurde. Naja, es gab nun mal Wind.

Sonja
Aber sie war wirklich tapfer und zudem eine Strandschönheit mit Camcorder in der Hand. So entstand mal wieder ein kleiner Kitefilm von mir. Man beachte Chri's 3 Wipeouts die hier auf Band festgehalten wurde und die ich einfach mit einfügen musste:
Am Dienstag ging’s dann schon wieder früh los. Die beiden hatten vorerst leichte logistische Probleme wie sie an einem Feiertag mit den etwas blöden Busfahrzeiten zum Flughafen kommen sollten, doch Chri sprang freundlicherweise ein und spielte Taxi.

Abschiedsfoto
Auch wenn eigentlich die Hoffnung auf Wind am Dienstag nicht ganz unberechtigt war, so hatten wir letztendlich kein Glück. Doch um nicht den ganzen Tag vor meinem seit Anfang der Woche nicht mehr ganz fitten Laptop zu verbringen und nach dem Fehler zu suchen, schaffte ich es dann gegen Abend noch auf eine kleine Fotosafari vor die Tür. Mein Ziel war ein Stück an der alten Stadtmauer an dem die gaditanischen Katzen Hausen. Sie leben direkt über dem Meer – versorgt von einigen Gönnern, hauptsächlich alteingesessene Gaditaner. Irgendwie kamen dann noch ein paar Möwen auf dem Heimweg dazu. So entstand dann übrigens auch das Titelbild dieses Eintrags.



Nachdem dann der Mittwoch wieder mit Uni gefüllt war, fing dann heute wirklich für mich die arbeitsintensive Zeit des Semesters an. In knapp drei Wochen ist der Businessplan meines Unternehmensgründungsseminars fällig und danach kommt dann auch sehr schnell die erste Klausur. Erwartet daher nicht zuviel die nächsten Wochen – es sei denn, dass ich zur Entspannung mal wieder ne Fotosafari hinbekomme.
Liebe Grüße!
Mal wieder ein Update

Kathedrale in blau
Ja, es ich hab es endlich mal wieder geschafft mich hinzusetzen und mich mal wieder um meinen Blog zu kümmern. Was ist die letzte Zeit passiert.

Paco de Lucía
Nachdem ich mit meinem Businessplan fertig war stand erstmal ein Wochenende lang Freizeit und Besuch an. Linda, mein Bruder und zwei seiner Freunde, Karl und Anne, haben mich dank Ryanair kurz und günstig besucht. Doch am Abend vor ihrer Ankunft gab es erstmal noch ein kulturelles Highlight. Einer der bekanntesten Flamencogitarristen – Paco de Lucía – gab ein kostenloses Konzert auf dem Plaza de la Cathedral. Das war wirklich sehr beeindruckend. Am Samstag drauf ging’s dann erstmal nach Tarifa in der Hoffnung etwas Zeit auf dem Wasser verbringen zu können. Leider machte der sehr böige und starke Levante einen Strich durch die Rechnung. Da die nächsten Tage das Wetter nur wenig strandtauglich war gab’s dann die eine oder andere Stadtführung oder Shoppingtour durch Cádiz.

Johannes, ich, Linda, Karl - und Anne hinter der Kamera
Als dann am Dienstag schon wieder Abreisetag war ging’s für mich recht schnell wieder zurück zum Lernen. Neben meiner ersten Klausur Montag vor einer Woche stand nämlich auch noch die Präsentation des Businessplans an. Und wie üblich entstanden auch wieder die einen oder anderen Fotos von meinem Essen.


Während ich also mit Lernen und Präsentationsvorbereitungen beschäftigt war quartierte sich noch Sarah, eine Freundin von meiner Zeit, als ich für Dialog Direct und Save the Children durch Deutschland tourte, für eine Woche bei mir ein.

Sarah
Mit ihr ging ich dann am Donnerstag, nachdem unitechnisch alles gut überstanden war, nach Sevilla – ich auf der Suche nach dem deutschen Generalkonsulat um einen Reisepass zu beantragen und sie um sich mit den restlichen Tourimassen die Stadt anzuschauen. Natürlich hatte ich das Glück im Konsulat zu Nachmittagszeit keine Hilfe mehr zu bekommen und so machte ich mich auf zu einer kleinen Fotosafari durch die Stadt

Spanische Arbeitsmoral: Drei gucken, einer arbeitet

Typischer Spanier – zumindest erfüllt er das Klischee. Und dann auch noch Kutscher – perfekt.

Real Alcázar

Starbucks Sevilla – mein erster Frappucino
Nachdem wir uns dann bei Starbucks wieder getroffen hatten gings noch auf eine ausgiebige Tour durch den Real Alcázar und die wirklich schönen Gärten dort und danach wieder zurück nach Cádiz. Am Freitag ging’s dann mal endlich wieder zum Kiten – doch der Wind war leider nicht ganz so toll und so musste ich am Strand immer wieder zurück zum Ausgangspunkt laufen. Aber wenigstens konnte ich mal wieder etwas Zeit auf dem Wasser verbringen.

LG Valle


