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»aus der mitte«
2006.11.17, 11:17
Nahrungsmittelunsicherheit
Wie einfach man doch Probleme lösen kann, wenn nur weiß wie. Wie immer ein schillerndes Vorbild sind die USA.
Da stellt also das Landwirtschaftsministerium in Washington den alljährlichen Hungerbericht vor [tagesschau.de] und packt das theamtisierte Übel gleich beim Schopf und schafft es ab. So einfach geht das. Ab jetzt gibt es in den USA also keinen "Hunger" mehr, sondern nur noch "Nahrungsmittelunsicherheit". Das war ja einfach. Auf diese Weise lassen sich wunderbar die gravierenden Probleme der Menschheit lösen. Der Hunger in Afrika, der jährlich tausenden Menschen das Leben kostet ist jetzt nicht mehr der Hunger, sondern einfach, in Anlehnung an das amerikanische Erfolgsmodel, "Nahrungsmittelunauffinbarkeit". Klingt doch gleich viel besser. Das wäre also geschafft. Welches Problem könnte man als nächstes lösen. Wie wäre es mit dem "Irak-Krieg", hm das ist schwer, wie wäre es mit "teilweiser Sicherheitsunsicherheit" oder "Lebenserhaltungsverlustsituation"? Könnte gehen. So, ein Problem lösen wir noch, ein deutsches, wie wäre es mit "Abschiebung"? "Heimatzurückerhaltungchance" wäre doch super.
Also, ein kleines Resumee:
Da stellt also das Landwirtschaftsministerium in Washington den alljährlichen Hungerbericht vor [tagesschau.de] und packt das theamtisierte Übel gleich beim Schopf und schafft es ab. So einfach geht das. Ab jetzt gibt es in den USA also keinen "Hunger" mehr, sondern nur noch "Nahrungsmittelunsicherheit". Das war ja einfach. Auf diese Weise lassen sich wunderbar die gravierenden Probleme der Menschheit lösen. Der Hunger in Afrika, der jährlich tausenden Menschen das Leben kostet ist jetzt nicht mehr der Hunger, sondern einfach, in Anlehnung an das amerikanische Erfolgsmodel, "Nahrungsmittelunauffinbarkeit". Klingt doch gleich viel besser. Das wäre also geschafft. Welches Problem könnte man als nächstes lösen. Wie wäre es mit dem "Irak-Krieg", hm das ist schwer, wie wäre es mit "teilweiser Sicherheitsunsicherheit" oder "Lebenserhaltungsverlustsituation"? Könnte gehen. So, ein Problem lösen wir noch, ein deutsches, wie wäre es mit "Abschiebung"? "Heimatzurückerhaltungchance" wäre doch super.
Also, ein kleines Resumee:
- Wir haben den Hunger in Afrika abgeschafft. Wir müssen uns nur noch um den banale Missstand der Nahrungsmittelunauffinbarkeit kümmern.
- Der Irak-Krieg hat sich in das handbare Problemchen der Lebenserhaltungsverlustsituation gewandelt
- und in Deutschland gibt es keine Abschiebung mehr, sondern nur noch das Menschenliebende Heimatzurückerhaltungchance-Programm.
2006.07.26, 12:29
Der Leberwurst-Preis bleibt konstant!
Die fürchterliche Hiobsbotschaft blieb Gott sei Dank aus. Alle männlichen Studienanfänger können getrost durchatmen, ihre Lebensgrundlage bleibt erschwinglich.
Nach dem schockierenden Preisanstieg zwischen 2000 und 2001 folgte ein konstanter Kurs, der zwar Markttypisch einige Schwankungen aufwies, doch im großen und ganzen an Stabilität zunahm. Man kann also glücklich aufatmen. Der Leberwurstpreis bleibt konstant. Danke Angela. Allerdings bringt nicht jeder Markt so frohe Botschaft wie der der Leberwurst.
Denn Hiobsbotschaften gibt es, leider. Der Biermarkt gleicht einem Desaster für jeden Konsumenten. Der Preis steigt, seit Jahren und er steigt Konstant. Leider ist das kein Börsennotierter Aktienindex. Denn dann würde ein Traum in erfüllung gehen. Erfüllung im wahrsten Sinne. Bier würde uns reich machen, nicht nur an Östrogen. Aber so ist es nicht. Das sind Kosten. Ernst zu nehmende Kosten.
Da ist es nur ein schwacher Trost, dass zumindest der Preis für Toilettenpapier fällt. Der Scheiß wird halt immer billiger. Darauf kann man sich vielleicht doch verlassen. Wenn das so wäre, dann hätten wir endlich gefunden wonach wir in diesen bewegten Zeiten vergeblich suchen. Der Halt an den wir uns alle klammern. Das hätten wir ja auch früher bemerken können. Wer klammert sich nicht jeden Morgen Hilfe suchend an diese kleine Rolle Papier, links neben dem allgegenwärtigen Tron des einfachen Erdenbürgers. Da kommt es vielleicht doch noch soweit, dass der Aufdruck des Recycling-Tioletten-Papier "Danke", eine völlig neue Bedeutung bekommt. Danke Angela.
All diese Informationen gibt es jetzt beim Preismonitor des Statistischen Bundesamtes nachzulesen. Ein Service der Behörde, dass nun jeder Bürger hieb und stichfest nachverfolgen kann, was nun wirklich teuerer wurde und was nicht.
Nach dem schockierenden Preisanstieg zwischen 2000 und 2001 folgte ein konstanter Kurs, der zwar Markttypisch einige Schwankungen aufwies, doch im großen und ganzen an Stabilität zunahm. Man kann also glücklich aufatmen. Der Leberwurstpreis bleibt konstant. Danke Angela. Allerdings bringt nicht jeder Markt so frohe Botschaft wie der der Leberwurst.
Denn Hiobsbotschaften gibt es, leider. Der Biermarkt gleicht einem Desaster für jeden Konsumenten. Der Preis steigt, seit Jahren und er steigt Konstant. Leider ist das kein Börsennotierter Aktienindex. Denn dann würde ein Traum in erfüllung gehen. Erfüllung im wahrsten Sinne. Bier würde uns reich machen, nicht nur an Östrogen. Aber so ist es nicht. Das sind Kosten. Ernst zu nehmende Kosten.
Da ist es nur ein schwacher Trost, dass zumindest der Preis für Toilettenpapier fällt. Der Scheiß wird halt immer billiger. Darauf kann man sich vielleicht doch verlassen. Wenn das so wäre, dann hätten wir endlich gefunden wonach wir in diesen bewegten Zeiten vergeblich suchen. Der Halt an den wir uns alle klammern. Das hätten wir ja auch früher bemerken können. Wer klammert sich nicht jeden Morgen Hilfe suchend an diese kleine Rolle Papier, links neben dem allgegenwärtigen Tron des einfachen Erdenbürgers. Da kommt es vielleicht doch noch soweit, dass der Aufdruck des Recycling-Tioletten-Papier "Danke", eine völlig neue Bedeutung bekommt. Danke Angela.All diese Informationen gibt es jetzt beim Preismonitor des Statistischen Bundesamtes nachzulesen. Ein Service der Behörde, dass nun jeder Bürger hieb und stichfest nachverfolgen kann, was nun wirklich teuerer wurde und was nicht.
2006.07.24, 12:33
by skek
about: aus der mitte
Schönheit kommt von Innen.
Also streng genommen, von daher, also unter der Kleidung, also allem was innerhalb des Getragenen, dem ...
Einfach ist es sicher nicht, die schönste Frau der Welt zu küren, den Titel "Miss Universum" zu vergeben. Der ja immerhin impliziert, dass wir doch allein im All sind und wenn doch nicht, dann wird zumindest die Variante des glibbrigen, abstoßenden Aliens bevorzugt. Schließlich kann es ja nicht sein, dass ein UFO landet, die fremden Wesen aussteigen und die ganze Erdenbevölkerung nur denkt: "Holla die Waldfee!" Deshalb ist es schon richtig den Titel so zu betiteln. Und zu betüteln, das muss nämlich sein, schließlich war doch die erste Amtshandlung der neuen Preisträgerin stereotypengerecht umzukippen. Ganz hübsch ist sie trotzdem.
Hier geht's zu den Teilnehmerinnen, oder zur längsten Spiegel-Online-Bilderstrecke aller Zeiten.
Einfach ist es sicher nicht, die schönste Frau der Welt zu küren, den Titel "Miss Universum" zu vergeben. Der ja immerhin impliziert, dass wir doch allein im All sind und wenn doch nicht, dann wird zumindest die Variante des glibbrigen, abstoßenden Aliens bevorzugt. Schließlich kann es ja nicht sein, dass ein UFO landet, die fremden Wesen aussteigen und die ganze Erdenbevölkerung nur denkt: "Holla die Waldfee!" Deshalb ist es schon richtig den Titel so zu betiteln. Und zu betüteln, das muss nämlich sein, schließlich war doch die erste Amtshandlung der neuen Preisträgerin stereotypengerecht umzukippen. Ganz hübsch ist sie trotzdem.Hier geht's zu den Teilnehmerinnen, oder zur längsten Spiegel-Online-Bilderstrecke aller Zeiten.
2006.04.20, 23:38
Kannst du gut verlieren?
Wir sind umgeben von Niederlagen, großen wie kleinen. Also auch von Verlierern und da stellt sich natürlich eine Frage: Wer kann es und wer kann es nicht, wer müht sich ab und wer beherrscht es wie ein brasilianischer Ballzauberer.
Gerade vor einer WM ist das Thema Niederlage mehr als akut. Schließlich wird sie uns begleiten, denn die Wahrscheinlichleit, dass es mehr Verlierer als Gewinner geben wird ist doch recht groß. Das hat nichts mit Defätismus zu tun. Nach wie vor ist es gut möglich, dass unsere Mannschaft eine hervorragende Rolle spielen wird. Aber gerade dann wird es auch viele Verlierer geben. Gerade wenn die Deutschen gewinnen. Außerdem musste nicht erst der Fußball erfunden werden um Niederlagen zu verteilen.
Bevor man jedoch richtig verlieren kann um als Person mit der Tatsache zu leben, muss man die Niederlage ersteinmal anerkennen. Das fällt schonmal schwer, für den einen oder anderen. Hier ist wohl der Weg zum schlechten Verlierer eben wie ein Eisschnelllaufbahn. Da wird sich peinlich aufgeblasen, beleidigend rumgezetert, dass man gar nicht mehr hinsehen kann.
Andere sind einfach unfähig zu kapieren, dass sie sich egal wie es ausgeht, eine riesige Niederlage einfahren. Wer Werte vermitteln will, sollte einen Horizont besitzen, der weiter gefasst ist, als in Vers|form. Das hat dann eigentlich nichts mit gut oder schlecht zu tun, sondern ist einfach nur bemitleidenswert. Das hat ein bißchen was von Otto Rehagel am Ende seiner Kaiserslauterer Zeit, oder die bei den Bayern.
Zum eigentlich Thema: Wie gut kannst du verlieren? Es geht hier nicht um einen Wettstreit, sondern um Niederlagen die Treffen. Denn nicht an jeder Ecke gibt es eine Kneipe die "Lucky Looser" heißt.
Gerade vor einer WM ist das Thema Niederlage mehr als akut. Schließlich wird sie uns begleiten, denn die Wahrscheinlichleit, dass es mehr Verlierer als Gewinner geben wird ist doch recht groß. Das hat nichts mit Defätismus zu tun. Nach wie vor ist es gut möglich, dass unsere Mannschaft eine hervorragende Rolle spielen wird. Aber gerade dann wird es auch viele Verlierer geben. Gerade wenn die Deutschen gewinnen. Außerdem musste nicht erst der Fußball erfunden werden um Niederlagen zu verteilen.
Bevor man jedoch richtig verlieren kann um als Person mit der Tatsache zu leben, muss man die Niederlage ersteinmal anerkennen. Das fällt schonmal schwer, für den einen oder anderen. Hier ist wohl der Weg zum schlechten Verlierer eben wie ein Eisschnelllaufbahn. Da wird sich peinlich aufgeblasen, beleidigend rumgezetert, dass man gar nicht mehr hinsehen kann.
Andere sind einfach unfähig zu kapieren, dass sie sich egal wie es ausgeht, eine riesige Niederlage einfahren. Wer Werte vermitteln will, sollte einen Horizont besitzen, der weiter gefasst ist, als in Vers|form. Das hat dann eigentlich nichts mit gut oder schlecht zu tun, sondern ist einfach nur bemitleidenswert. Das hat ein bißchen was von Otto Rehagel am Ende seiner Kaiserslauterer Zeit, oder die bei den Bayern. Zum eigentlich Thema: Wie gut kannst du verlieren? Es geht hier nicht um einen Wettstreit, sondern um Niederlagen die Treffen. Denn nicht an jeder Ecke gibt es eine Kneipe die "Lucky Looser" heißt.
2006.04.07, 14:53
Das letzte Hemd ~ Brokeback Decision
Ist die Entscheidung gefallen? Löst Jens Lehmann den Torwart-Titan zwischen den Pfosten der "Rumpelfüßer" (Anmerkung der Redaktion: inoffizielle bez. der deutschen Nationalmannschaft) ab. Hat sich die Schwaben-Schwalbe "The Diver" (Anm. alter Spitzname des Teamchefs auf der Insel wo Jensi sein Geld bei Arsenal verdient) Klinsmann, für den ehemaligen Torwart von Dortmund, AC Milan, Schalke entschieden?
So sieht es zumindest aus. Angeblich, so hat die dpa, wiederum angeblich, laut BILD, ui noch ein riesiges angeblich, erfahren, dass der Bundestrainer heute Vormittag Oliver Kahn sein Entscheidung gegen ihn mitgeteilt, nachdem die Verantwortlichen des FC Bayern und die gesamte Presselandschaft des "Wohlfühl"-Lands ihn aufgefordert hatten (seit ungefähr 2 Jahren) den "Psychoterror" endlich zu beenden und seine Entscheidung bekannt zu geben. Das ist nun, angeblich selbstverständlich, nun passiert. Und ui das letzte große Hemd wurde vergeben an, ja, Jens Lehmann. Angeblich. Ob das stimmt?
So sieht es zumindest aus. Angeblich, so hat die dpa, wiederum angeblich, laut BILD, ui noch ein riesiges angeblich, erfahren, dass der Bundestrainer heute Vormittag Oliver Kahn sein Entscheidung gegen ihn mitgeteilt, nachdem die Verantwortlichen des FC Bayern und die gesamte Presselandschaft des "Wohlfühl"-Lands ihn aufgefordert hatten (seit ungefähr 2 Jahren) den "Psychoterror" endlich zu beenden und seine Entscheidung bekannt zu geben. Das ist nun, angeblich selbstverständlich, nun passiert. Und ui das letzte große Hemd wurde vergeben an, ja, Jens Lehmann. Angeblich. Ob das stimmt?2006.03.12, 15:10
Faster Pussycat: Kill, Kill, Kill!
Ist es nicht wunderbar, endlich kommt zusammen was zusammen gehört. Das perfekte Spielzeug LEGO will "cool für die Kinder" werden. Schließlich muß Geld in die Kassen und das kommt en masse mit – und das gilt nicht nur für's Kinderzimmer – mit Wummen und Krieg: Gut gegen Böse.
Evelyn Wurster ist Brand Director bei LEGO und für Produktneueinführungen in Europa zuständig und da LEGO in den letzten Jahren Verluste eingefahren hat musste etwas unternommen werden: EXO-FORCE ist das Ergebnis.
Hierzu ein Artikel der SZ wo Evelyn Stellung bezieht: „Neben den klassischen Produkten wollen wir mit neuen Themen interessant und cool für Kinder sein,“ (...) Das sei eben der „Zeitgeist im Kinderzimmer“, hat Lego bei Befragungen von Kindern herausgefunden.

Was gibt es da noch hinzuzufügen? Der Zeitgeist im Kinderzimmer fordert nuneinmal Kampfroboter mit Stealthtechnologie, rotierende Laserwaffen und Nuklear betriebene Kampfflugzeuge, da muß man sich nuneinmal beugen und trotz Zähneknirschens in den sauren Apfel beißen, nur um vor diesen kleine kriegsgeilen Monstern als cool dazustehen. Das ist schon hart. Und wieso sollte der Zeitgeist im Kinderzimmer anders sein, als in den meisten Regierungszimmern? Schließlich folgt das eine ja auf das andere…
Aber mal ehrlich, ich fand Masters of the Universe auch geil und kein Nachmittag ist vergangen wo Skeletor die Drecksau nicht jämmerlich durch die Klinge meines Helden He-Mans verendete. Jaha recht so – du Sau.

Also ist EXO-FORCE nichts anderes, was viele so vehement fordern, als unsere Kinder realtitätsgerecht auf die Zukunft vorzubereiten. Früher hatten wir LEGO um unsere Phantasie ein bißchen auf Trab zu bekommen und wir hatten Wummen und He-Man und diverse Fernsehsendungen, um das bißchen Gut gegen Böse in unsere kleinen coolen Kinderhirne zu prügeln. Jetzt kommt die ultimative Zusammenführung beider Tendenzen. EXO-FORCE, phantasievolle Wummen zum kreativen Töten – und das noch im Mangastyle. Super. Die Eier legende Wollmilchsau für's Kinderzimmer.
Mehr Info gibts hier.
Evelyn Wurster ist Brand Director bei LEGO und für Produktneueinführungen in Europa zuständig und da LEGO in den letzten Jahren Verluste eingefahren hat musste etwas unternommen werden: EXO-FORCE ist das Ergebnis.Hierzu ein Artikel der SZ wo Evelyn Stellung bezieht: „Neben den klassischen Produkten wollen wir mit neuen Themen interessant und cool für Kinder sein,“ (...) Das sei eben der „Zeitgeist im Kinderzimmer“, hat Lego bei Befragungen von Kindern herausgefunden.

Was gibt es da noch hinzuzufügen? Der Zeitgeist im Kinderzimmer fordert nuneinmal Kampfroboter mit Stealthtechnologie, rotierende Laserwaffen und Nuklear betriebene Kampfflugzeuge, da muß man sich nuneinmal beugen und trotz Zähneknirschens in den sauren Apfel beißen, nur um vor diesen kleine kriegsgeilen Monstern als cool dazustehen. Das ist schon hart. Und wieso sollte der Zeitgeist im Kinderzimmer anders sein, als in den meisten Regierungszimmern? Schließlich folgt das eine ja auf das andere…
Aber mal ehrlich, ich fand Masters of the Universe auch geil und kein Nachmittag ist vergangen wo Skeletor die Drecksau nicht jämmerlich durch die Klinge meines Helden He-Mans verendete. Jaha recht so – du Sau.

Also ist EXO-FORCE nichts anderes, was viele so vehement fordern, als unsere Kinder realtitätsgerecht auf die Zukunft vorzubereiten. Früher hatten wir LEGO um unsere Phantasie ein bißchen auf Trab zu bekommen und wir hatten Wummen und He-Man und diverse Fernsehsendungen, um das bißchen Gut gegen Böse in unsere kleinen coolen Kinderhirne zu prügeln. Jetzt kommt die ultimative Zusammenführung beider Tendenzen. EXO-FORCE, phantasievolle Wummen zum kreativen Töten – und das noch im Mangastyle. Super. Die Eier legende Wollmilchsau für's Kinderzimmer.
Mehr Info gibts hier.
2006.04.10, 18:06
Gemeinsamkeiten
In Zeiten vor der WM ist nicht ungewöhnlich Fußball zu vergleichen, mit Kleinigkeiten, sozialen Kisten, Großem und natürlich mit allem und jeden. Ach.
Was haben Matthias Platzeck und Jürgen Klinsmann gemeinsam, außer in der Vergangenheit die schwierige Aufgabe zwei alte, traditionsschwangere Teams wie die Nationalmannschaft oder die SPD wieder auf die Siegerstraße zurückzuführen?
Sie haben in den letzten Tagen die "schwierigste Entscheidung ihres Leben getroffen." Die Auswirkungen beider Entscheidungen sind allerdings nicht zu vergleichen. Während Klinsi mit seiner mutigen Entscheidung allen klar machte, dass er es ernst meint, verdammt ernst, mit dem neuen Weg und dem Willen und allem Pi Pa und Po, hat Platze das Handtuch geworfen und der Grund ist der ehrlichste und verständigste schlechthin. Platze kann nicht mehr, die Gesundheit. Zuviel Stress hat den Hoffnungsschimmer am Polithimmel der SPD in die Knie gezwungen und da wäre doch wieder eine Parallele zwischen der SPD und der Nationalmannschaft. In der Nationalmannschaft macht man sich durchaus Sorgen, ob die jungen Wilden dem öffentlichen Druck gewachsen sind und in der SPD scheitert der "junge" Nachwuchs an dem Stress, den sein Amt als Parteivorsitzender mit sich brachte.
(Anmerkung: Platze als Spitzname ist keinesfalls abwertend gemeint, im Gegenteil.)
Ist das Deutschland, wo ein alter Haudegen wie Münte den Parteivorsitz wegen einer unachtsamen Lapalie wegschmeißt und der Jungspunt am Aufgeschulterten zerknickt? Nicht weil ihm das Rückgrat bricht, nein wegen eines Gehörsturzes und eines Nervenzusammenbruchs. Der Willy hätte sich da einfach zwei Wochen in seine Kanzlerwohnung verkrochen und drei Paletten Rotwein gesoffen. Heute beruft man eine Pressekonferenz ein und verkündet die "schwerste Entscheidung des Lebens." Die kann so oder so ausfallen.
Was haben Matthias Platzeck und Jürgen Klinsmann gemeinsam, außer in der Vergangenheit die schwierige Aufgabe zwei alte, traditionsschwangere Teams wie die Nationalmannschaft oder die SPD wieder auf die Siegerstraße zurückzuführen?
Sie haben in den letzten Tagen die "schwierigste Entscheidung ihres Leben getroffen." Die Auswirkungen beider Entscheidungen sind allerdings nicht zu vergleichen. Während Klinsi mit seiner mutigen Entscheidung allen klar machte, dass er es ernst meint, verdammt ernst, mit dem neuen Weg und dem Willen und allem Pi Pa und Po, hat Platze das Handtuch geworfen und der Grund ist der ehrlichste und verständigste schlechthin. Platze kann nicht mehr, die Gesundheit. Zuviel Stress hat den Hoffnungsschimmer am Polithimmel der SPD in die Knie gezwungen und da wäre doch wieder eine Parallele zwischen der SPD und der Nationalmannschaft. In der Nationalmannschaft macht man sich durchaus Sorgen, ob die jungen Wilden dem öffentlichen Druck gewachsen sind und in der SPD scheitert der "junge" Nachwuchs an dem Stress, den sein Amt als Parteivorsitzender mit sich brachte. (Anmerkung: Platze als Spitzname ist keinesfalls abwertend gemeint, im Gegenteil.)
Ist das Deutschland, wo ein alter Haudegen wie Münte den Parteivorsitz wegen einer unachtsamen Lapalie wegschmeißt und der Jungspunt am Aufgeschulterten zerknickt? Nicht weil ihm das Rückgrat bricht, nein wegen eines Gehörsturzes und eines Nervenzusammenbruchs. Der Willy hätte sich da einfach zwei Wochen in seine Kanzlerwohnung verkrochen und drei Paletten Rotwein gesoffen. Heute beruft man eine Pressekonferenz ein und verkündet die "schwerste Entscheidung des Lebens." Die kann so oder so ausfallen.2006.05.31, 18:55
Das Fenster gegenüber
Sie bietet sich gerne an: die Spekulation. Doch manchmal führt sie zu nichts gutem, sie führt in die Befürchtung, bedenkliche Horrorvisionen schieben sich in die ansonsten so blumige, friedliche Phanatsie, mit einem Ergebnis: es macht nervös.
Eigentlich ist da nicht viel zu erzählen, denn da ist nur ein Fenster, gegenüber, man sieht es vom Balkon aus und Nachts, wenn man im Bett liegt und kurz vor dem einschlafen sich noch einmal zur Seite dreht. Nur, das Licht brennt in diesem Zimmer zu dem dieses Fenster gehört. Und zwar immer. Der Vorhang, weißer dünner Stoff, ist immer zugezogen. Seit drei Monaten, 24 Stunden - immer.
Nur einmal in dieser Zeit brennt es nicht. Ein Mann steht mit einem Säugling am Fenster, das weit offen steht. Man kann in den Raum sehen und er wirkt leer, keine Möbel. Nur der Mann und der Säugling. 10 Minuten. Dann schließt er das Fenster, zieht den Vorhang zu und das war es. Jetzt brennt das Licht wieder. Was hat es mit diesem Zimmer auf sich?
Eigentlich ist da nicht viel zu erzählen, denn da ist nur ein Fenster, gegenüber, man sieht es vom Balkon aus und Nachts, wenn man im Bett liegt und kurz vor dem einschlafen sich noch einmal zur Seite dreht. Nur, das Licht brennt in diesem Zimmer zu dem dieses Fenster gehört. Und zwar immer. Der Vorhang, weißer dünner Stoff, ist immer zugezogen. Seit drei Monaten, 24 Stunden - immer.
Nur einmal in dieser Zeit brennt es nicht. Ein Mann steht mit einem Säugling am Fenster, das weit offen steht. Man kann in den Raum sehen und er wirkt leer, keine Möbel. Nur der Mann und der Säugling. 10 Minuten. Dann schließt er das Fenster, zieht den Vorhang zu und das war es. Jetzt brennt das Licht wieder. Was hat es mit diesem Zimmer auf sich?
2006.01.26, 22:05
by skek
about: aus der mitte
Hart am Mann
"Ich red’ keinen Mist. Glaubst du, ich verschwende meine Zeit hier Mist zu reden? Glaubst du das wirklich? Ich sag es dir nochmal: VW hat in den 80iger und 90iger Jahren Design im Zeichen des Bauhaus produziert. Das war nicht alles profan, langweilig oder bloß funktional. Das war schlichte, elegante Schönheit, gepaart mit dem Ziel einer möglichst billigen, rentablen Massenproduktion. Genau so, eben wie ich es sag: Bauhaus."
"Du weißt dass das alles Mist ist?"
"Mist. Mist? Nichts weiß ich! Pass auf, ja – willst du noch was trinken? Sieh dir doch die ganzen Autos aus der Zeit an. Den Golf, den Passat, gut der Jetta war vielleicht ein Ausrutscher, Passiert, Passiert dir und passiert mir und das Bauhaus hat auch manchen Scheiss gebaut. Wirklich! Aber sieh dir die Autos aus der Zeit einfach an, betrachte die Linien, wie sie dein Auge führen. Die Form klären. Da bleibt keine Kurve oder eine Linie nur aus ihrem Selbstzweck bestehen."
"Jede Linie?"
"Na am Ende ist das ganze ein bisschen verwässert. Das hat sich zuerst beim Passat angedeutet. Das neuere Modell hatte an der Seite eine Linie, wie eine Furche, die den unteren Teil des Wagens mit den Rädern von der oberen Hälfte, Dach und so, abtrennte. Frag mich nicht warum."
"Hatten die Autos überhaupt eine Kurve? Der Passat war doch ein einziger Kasten."
"Wie Bitte? Also hör mal, du nimmst mich nicht ernst!"
"Ach."
"Du solltest noch was trinken. Aber meine Meinung bleibt. Du kannst witzeln wie du willst."
"Ja und? Was soll's, ist das wichtig, hat das irgendwas mit uns zu tun?"
"Natürlich."
"Was?"
"Sag mal, denkst du nie nach? Es ist doch offensichtlich. Nenn mir ein Produkt, nur eines, für das alle soviel Geld ausgeben, wie für ein Auto. Wirklich jeder gibt für diese Kisten Unsummen aus. Der Arbeiter und der reiche Schnösel erst recht."
"War das ne Anspielung?"
"Bist du reich?"
"Wolltest du nicht was zum trinken bestellen?"
"Also bist du reich."
"Ich nehm noch ein Bier."
"Bier. Ich weiß nicht warum du mir nicht glaubst, was ist so schlimm daran?"
"Soll ich bestellen?"
"Ich bestell! Ey, 'tschuldigung. Der Typ sieht mich nicht. Ey?! – Warum sieht der mich nicht?"
"Lass, ich bestell schon, erzähl mir mehr von deinen Autos."
"Pisser. Ey, ich hätt’ gern für mich und ihn hier zwei... Ey?"
"Du hast recht, er hört dich nicht. Du bist zu leise und ich bin kein Pisser. Pisser."
"Dann bestellst eben du."
"Zwei Bier."
"Is'n Witz."
"Ich sag doch, du bist zu leise."
"Zwei Bier?"
"Danke."
"Danke – Fatzke."
"Prost."
"Prost. Ach ja, ich hab nicht zu dir Pisser gesagt. Wo waren wir?"
"Du weißt dass das alles Mist ist?"
"Mist. Mist? Nichts weiß ich! Pass auf, ja – willst du noch was trinken? Sieh dir doch die ganzen Autos aus der Zeit an. Den Golf, den Passat, gut der Jetta war vielleicht ein Ausrutscher, Passiert, Passiert dir und passiert mir und das Bauhaus hat auch manchen Scheiss gebaut. Wirklich! Aber sieh dir die Autos aus der Zeit einfach an, betrachte die Linien, wie sie dein Auge führen. Die Form klären. Da bleibt keine Kurve oder eine Linie nur aus ihrem Selbstzweck bestehen."
"Jede Linie?"
"Na am Ende ist das ganze ein bisschen verwässert. Das hat sich zuerst beim Passat angedeutet. Das neuere Modell hatte an der Seite eine Linie, wie eine Furche, die den unteren Teil des Wagens mit den Rädern von der oberen Hälfte, Dach und so, abtrennte. Frag mich nicht warum."
"Hatten die Autos überhaupt eine Kurve? Der Passat war doch ein einziger Kasten."
"Wie Bitte? Also hör mal, du nimmst mich nicht ernst!"
"Ach."
"Du solltest noch was trinken. Aber meine Meinung bleibt. Du kannst witzeln wie du willst."
"Ja und? Was soll's, ist das wichtig, hat das irgendwas mit uns zu tun?"
"Natürlich."
"Was?"
"Sag mal, denkst du nie nach? Es ist doch offensichtlich. Nenn mir ein Produkt, nur eines, für das alle soviel Geld ausgeben, wie für ein Auto. Wirklich jeder gibt für diese Kisten Unsummen aus. Der Arbeiter und der reiche Schnösel erst recht."
"War das ne Anspielung?"
"Bist du reich?"
"Wolltest du nicht was zum trinken bestellen?"
"Also bist du reich."
"Ich nehm noch ein Bier."
"Bier. Ich weiß nicht warum du mir nicht glaubst, was ist so schlimm daran?"
"Soll ich bestellen?"
"Ich bestell! Ey, 'tschuldigung. Der Typ sieht mich nicht. Ey?! – Warum sieht der mich nicht?"
"Lass, ich bestell schon, erzähl mir mehr von deinen Autos."
"Pisser. Ey, ich hätt’ gern für mich und ihn hier zwei... Ey?"
"Du hast recht, er hört dich nicht. Du bist zu leise und ich bin kein Pisser. Pisser."
"Dann bestellst eben du."
"Zwei Bier."
"Is'n Witz."
"Ich sag doch, du bist zu leise."
"Zwei Bier?"
"Danke."
"Danke – Fatzke."
"Prost."
"Prost. Ach ja, ich hab nicht zu dir Pisser gesagt. Wo waren wir?"
2006.04.09, 15:34
Großereignisse vor der Tür
Es ist nicht wirklich neu festzustellen, dass die WM vor der Tür steht, aber damit müssen wir uns bis Ende Juli wohl anfreunden. Auch hier auf ¶Zynthetik - Das Blogzine.
Alles steigt an, die Wasserpegel der Flüsse, die Terrorangst der Innenminister, die Veröffentlichung diverser Fußballbezogener Artikel und die Nervosität. Deshalb wird ihr, der Nervosität, hier eine neue Rubrik gewidmet. Denn sie wird uns die nächsten Wochen begleiten, wie der Harndrang nach dem Genuß von Bier. Es wird viele Dinge geben die den gemeinen Bewohner nervös machen und machen werden. Selbst die, die sich nicht die Bohne für die WM interessieren, sollten langsam nervös werden, denn es könnte für sie unerträglich werden. Allein wegen der zu Hysterie, Schwarzmalerei und Ausverkauf neigenden westlich zivilisierten Gesellschaft in der wir uns befinden.
Gerade deshalb geht es hier nicht um Fußball, sondern um die Nervosität an sich. Um Sachen, Dinge, Situationen die einfach nervös machen. Ja, der Augenaufschlag von Brigit Bardot in Le Mepris wäre z.B ein Thema. Ohne Zweifel. Heute:
Alte Waschmaschinen in Mietwohnungen
Allein der Gedanke, Abends von der Arbeit nach Hause zu kommen und schon vor der Haustür von einer Wasserlache begrüßt zu werden, kann nervös machen. Wie leicht kann ein Hahn undicht werden, oder eine defekte Waschmaschine sozusagen inkontinent. Einfach einmal vergessen den Wasserhahn abzudrehen und ein paar Stunden später herausfinden, warum die Deckungssummen in Haftpflichtversicherungen, Gott beware man hat eine, so astronomisch hoch sind. Die Nachbaren grüßen einen mit tödlichen Blicken, denn das Missgeschick hat ihre Wohnung mit modergeruch verziert und schlimmer – Schimmel. Horror.
Das kann nervös machen. Waschmaschinen, gerade alte, gehören in einen Waschkeller.
Alles steigt an, die Wasserpegel der Flüsse, die Terrorangst der Innenminister, die Veröffentlichung diverser Fußballbezogener Artikel und die Nervosität. Deshalb wird ihr, der Nervosität, hier eine neue Rubrik gewidmet. Denn sie wird uns die nächsten Wochen begleiten, wie der Harndrang nach dem Genuß von Bier. Es wird viele Dinge geben die den gemeinen Bewohner nervös machen und machen werden. Selbst die, die sich nicht die Bohne für die WM interessieren, sollten langsam nervös werden, denn es könnte für sie unerträglich werden. Allein wegen der zu Hysterie, Schwarzmalerei und Ausverkauf neigenden westlich zivilisierten Gesellschaft in der wir uns befinden.
Gerade deshalb geht es hier nicht um Fußball, sondern um die Nervosität an sich. Um Sachen, Dinge, Situationen die einfach nervös machen. Ja, der Augenaufschlag von Brigit Bardot in Le Mepris wäre z.B ein Thema. Ohne Zweifel. Heute:
Alte Waschmaschinen in Mietwohnungen
Allein der Gedanke, Abends von der Arbeit nach Hause zu kommen und schon vor der Haustür von einer Wasserlache begrüßt zu werden, kann nervös machen. Wie leicht kann ein Hahn undicht werden, oder eine defekte Waschmaschine sozusagen inkontinent. Einfach einmal vergessen den Wasserhahn abzudrehen und ein paar Stunden später herausfinden, warum die Deckungssummen in Haftpflichtversicherungen, Gott beware man hat eine, so astronomisch hoch sind. Die Nachbaren grüßen einen mit tödlichen Blicken, denn das Missgeschick hat ihre Wohnung mit modergeruch verziert und schlimmer – Schimmel. Horror.
Das kann nervös machen. Waschmaschinen, gerade alte, gehören in einen Waschkeller.
