42 items on »typolis:« tagged with
»aus der mitte«
2009.12.13, 21:29
by skek
about: a story, a story a day, abgerissen, angeblich, aus der mitte, bücher, die bahn, februar, filmkritik, hamburg, inhalt, knopfdruck, kurz, lyrics, mitschrift, nervosität, opferboy, reisebericht, schnee, sonic love, spooky, top 3, tribute, triple-tribute, wer
Gone for good...
Elvis has left the building.
Meinen neuen Blog findet ihr unter blog.skek.de
Geschriebenes in Fließtextform gibt's hier: spielbericht.skek.de
Meinen neuen Blog findet ihr unter blog.skek.de
Geschriebenes in Fließtextform gibt's hier: spielbericht.skek.de
2009.10.15, 21:03
Flimmern ~ Die goldenen Zitronen
Wunderbarer Song mit wunderbarem Text und einer Erkenntnis zum Ende, vor der man sich verneigen könnte. Und danach ab ins Geschäft und ein Album von den Goldenen Zitronen kaufen.
Flimmern, Flimmern | Irgendwann nach Sendeschluss Flimmern | Zwischen und nach Überdosen, Unanständigkeiten und Flimmern | Plötzlich der Morgenappell: Empörung aktivieren | Aufstehen, Aufstand, Anstand | Dass ein paar der hauptberuflichen Hülsenpacker | Zu einer klareren Sprache fanden | Zeigte einmal mehr ihre Ignoranz | Gegenüber dem richtigen Bildausschnitt
Der deutsche Planet bekennt, bedauert, appeliert | Lamentiert und applaudiert am liebsten unter sich | Podium? Leider schon vergeben | Doch wir hätten da noch Tanzneger oder Imbissverkäufer
Und dann fragt man sich dann doch: | Wer soll eigentlich wo raus? Raus aus wo oder rein wohin? | Rein und raus und raus wohin, wer soll eigentlich wo raus und rein wohin?
Flimmern, keine Gnade | Kurzgeschlossen Flimmern | Die besessene Maschine füttert Flimmern | Und Flimmern und Füttern | Alle schrien immer hektischer: Es wird zu viel | Und legten reichlich Kohlen nach und Panik setzte ein | Berauscht von dem Gefühl etwas gefühlt zu haben | Posaunten sie Pathos und entdeckten den Stolz | Und wechselten das Thema, wenn immer jemand schrie.
Dann zeigte die Flasche auf den prügelnden Minister | Die Hexenjagd der Milchgesichter | Wer in Dover dem Container lebendig entstieg | Unterschrieb noch vor Ort einen Plattenvertrag
Und dann fragt man sich dann doch: | Wer soll eigentlich wo rein? Rein nach wo und raus wohin? | Rein und raus und raus wohin, wer soll eigentlich wo raus und rein wohin? | Man fragt sich doch: | Wer soll eigentlich wo raus? Raus aus wo und rein wohin? | Raus und rein und rein und raus, da kennt sich heutzutage keiner mehr aus
Und dann war wieder alles normal real | Verrückte Kühe, Hunde, Lastwagenfahrer | Im toten Winkel marschierend vor dem Fernsehsessel Der eingeborenen Bevölkerung
Und dann fragt man sich dann noch: | Wer soll eingentlich wo raus? Raus aus wo oder rein wohin? | Rein und raus, raus wohin? Wer soll eigentlich wo raus und rein wohin?
Was solln die Nazis raus aus Dütschland? | Was hätte das für ein Sinn? | Die Nazis können doch net naus, denn hier jehörn se hin
Was solln die Nazis raus aus Deutschland? | Was hätte das für ein Sinn?| Die Nazis können doch net naus, denn hier jehörn se hin
Flimmern, Flimmern | Irgendwann nach Sendeschluss Flimmern | Zwischen und nach Überdosen, Unanständigkeiten und Flimmern | Plötzlich der Morgenappell: Empörung aktivieren | Aufstehen, Aufstand, Anstand | Dass ein paar der hauptberuflichen Hülsenpacker | Zu einer klareren Sprache fanden | Zeigte einmal mehr ihre Ignoranz | Gegenüber dem richtigen Bildausschnitt
Der deutsche Planet bekennt, bedauert, appeliert | Lamentiert und applaudiert am liebsten unter sich | Podium? Leider schon vergeben | Doch wir hätten da noch Tanzneger oder Imbissverkäufer
Und dann fragt man sich dann doch: | Wer soll eigentlich wo raus? Raus aus wo oder rein wohin? | Rein und raus und raus wohin, wer soll eigentlich wo raus und rein wohin?
Flimmern, keine Gnade | Kurzgeschlossen Flimmern | Die besessene Maschine füttert Flimmern | Und Flimmern und Füttern | Alle schrien immer hektischer: Es wird zu viel | Und legten reichlich Kohlen nach und Panik setzte ein | Berauscht von dem Gefühl etwas gefühlt zu haben | Posaunten sie Pathos und entdeckten den Stolz | Und wechselten das Thema, wenn immer jemand schrie.
Dann zeigte die Flasche auf den prügelnden Minister | Die Hexenjagd der Milchgesichter | Wer in Dover dem Container lebendig entstieg | Unterschrieb noch vor Ort einen Plattenvertrag
Und dann fragt man sich dann doch: | Wer soll eigentlich wo rein? Rein nach wo und raus wohin? | Rein und raus und raus wohin, wer soll eigentlich wo raus und rein wohin? | Man fragt sich doch: | Wer soll eigentlich wo raus? Raus aus wo und rein wohin? | Raus und rein und rein und raus, da kennt sich heutzutage keiner mehr aus
Und dann war wieder alles normal real | Verrückte Kühe, Hunde, Lastwagenfahrer | Im toten Winkel marschierend vor dem Fernsehsessel Der eingeborenen Bevölkerung
Und dann fragt man sich dann noch: | Wer soll eingentlich wo raus? Raus aus wo oder rein wohin? | Rein und raus, raus wohin? Wer soll eigentlich wo raus und rein wohin?
Was solln die Nazis raus aus Dütschland? | Was hätte das für ein Sinn? | Die Nazis können doch net naus, denn hier jehörn se hin
Was solln die Nazis raus aus Deutschland? | Was hätte das für ein Sinn?| Die Nazis können doch net naus, denn hier jehörn se hin
2009.04.17, 12:47
Zusammen zusammenhangslos
Urheberrechtsverletzung ist viel schlimmer als Menschen zu foltern. Eigentlich haben die beiden Themen nicht wirklich etwas miteinander zu tun und außerdem ist diese Momentaufnahme aus dem Zusammenhang gerissen und überhaupt nicht aussagekräftig.
Trotzdem, wenn man darauf einmal keine Rücksicht nimmt, nur so, aus Spaß an der Freude. Was bleibt dann stehen? Darum gehts:
URTEIL ZUM URHEBERRECHT IM INTERNET (Spiegel Online)
STRAFFREIHEIT FÜR CIA-FOLTERER (Spiegel Online)
Nur aus Zufall stehen die beiden Meldungen auf der ersten Seite von Spiegel Online und da kann man schon mal willkührlich auf die Idee kommen das ganze zu vergleichen. Laut der Meldung haben CIA-Mitarbeiter also nichts zu befürchten. Sie dachten ja sie hätten in vollem Recht gehandelt. Also kann man sie nicht bestrafen. Wieso auch? Sie haben ja nichts anderes gemacht, als Gefangene in Todesangst zu versetzen indem sie ihnen das Gefühl gaben zu ertrinken. Jetzt unabhängig von jeglichen Konventionen, seien sie aus Genf oder aus der Bibel. Was ist das schon Todesangst, oder nennt man das Folter? In den USA bevorzugt man wahrscheinlich Begriffe wie vorübergehende Gefahrsuggestion. Gut jetzt ist es verboten, vorher war es das nicht.
Und was ist jetzt mit den Betreibern von Pirate Bay? Gut, es ist tatsächlich nicht koscher, eine derartige Tauschbörse zu unterhalten, wo man das gesamte Œuvre von, sagen wir Judas Priest, für umme bekommt. Aber auf der anderen Seite kann man auch sagen die vier Verurteilten handelten in der Überzeugung es sei nichts unrechtes daran eine Plattform zu betreiben, wo man tauschen kann. Den Tausch selbst, der illegal ist, wird ja von den Nutzern vollzogen. Gut, kann man so sehen. Aber der wirtschaftliche Schaden der entsteht ... und dafür fällt einem nun wirklich kein Euphemismus ein: wirtschaftlicher Schaden! Oder: Urheberrechtsverletzung! Da bekommt man direkt eine Gänsehaut. Nicht wie bei Folter oder Waterboarding. So gesehen ist es sicherlich nachvollziehbar, dass die einen nichts zu befürchten haben und die anderen ein Jahr in den Bau gehen und eine Millionenabfindung berappen müssen.
Trotzdem, wenn man darauf einmal keine Rücksicht nimmt, nur so, aus Spaß an der Freude. Was bleibt dann stehen? Darum gehts:
URTEIL ZUM URHEBERRECHT IM INTERNET (Spiegel Online)
STRAFFREIHEIT FÜR CIA-FOLTERER (Spiegel Online)
Nur aus Zufall stehen die beiden Meldungen auf der ersten Seite von Spiegel Online und da kann man schon mal willkührlich auf die Idee kommen das ganze zu vergleichen. Laut der Meldung haben CIA-Mitarbeiter also nichts zu befürchten. Sie dachten ja sie hätten in vollem Recht gehandelt. Also kann man sie nicht bestrafen. Wieso auch? Sie haben ja nichts anderes gemacht, als Gefangene in Todesangst zu versetzen indem sie ihnen das Gefühl gaben zu ertrinken. Jetzt unabhängig von jeglichen Konventionen, seien sie aus Genf oder aus der Bibel. Was ist das schon Todesangst, oder nennt man das Folter? In den USA bevorzugt man wahrscheinlich Begriffe wie vorübergehende Gefahrsuggestion. Gut jetzt ist es verboten, vorher war es das nicht.
Und was ist jetzt mit den Betreibern von Pirate Bay? Gut, es ist tatsächlich nicht koscher, eine derartige Tauschbörse zu unterhalten, wo man das gesamte Œuvre von, sagen wir Judas Priest, für umme bekommt. Aber auf der anderen Seite kann man auch sagen die vier Verurteilten handelten in der Überzeugung es sei nichts unrechtes daran eine Plattform zu betreiben, wo man tauschen kann. Den Tausch selbst, der illegal ist, wird ja von den Nutzern vollzogen. Gut, kann man so sehen. Aber der wirtschaftliche Schaden der entsteht ... und dafür fällt einem nun wirklich kein Euphemismus ein: wirtschaftlicher Schaden! Oder: Urheberrechtsverletzung! Da bekommt man direkt eine Gänsehaut. Nicht wie bei Folter oder Waterboarding. So gesehen ist es sicherlich nachvollziehbar, dass die einen nichts zu befürchten haben und die anderen ein Jahr in den Bau gehen und eine Millionenabfindung berappen müssen.
2009.03.17, 15:26
Don't fuck around with the news.
Letzte Woche sendete Pro Sieben einen News Fake im Rahmen einer Werbeaktion für die neue Mystery-Serie Finch. Tolle Idee, Werbefuzzi.
Bald geht es los, Fringe läuft auf Pro Sieben, eine Mystery Serie aus den USA. Von Fox produziert, dick erfolgreich und recht teuer gemacht klingt die Story furchtbar an den Haaren herbeigezogen und schmerzfrei reißerisch. Wie ein wahlloser Mix aus Akte X und Dark Angel.
Hier der Wikipedia-Artikel
Um dieses beispiellose Exemplar der TV-Unterhaltung entsprechend zu bewerben hat sich Pro Sieben/ihre zuständige Buzze etwas wirklich außergewöhnlich "wildes" einfallen lassen. Eine grandiose Idee: "Wir nehmen einfach unser Nachrichtenformat und senden eine Eilmeldung über einen Mysteryfall aus der Serie. Scheiß auf den Verlust an Seriosität unsere Nachrichten sind eh fürn Arsch. Und die paar Senioren die einen Herzkasper bekommen sind erst recht fürn Arsch, weil ... naja ... sind halt auch fürn Arsch und die gucken ja eh nicht bei uns zu weil unsere Zielgruppe ist ja eh jünger und wenn die die Nachrichten sehen und zu verstrahlt sind um zu kapieren dass es ein Fake ist, dann glauben sie halt dass es eine Schwangere zerfetzt hat weil in ihrem Bauch inerhalb von Minuten ein Mensch erwachsen wurde und dann auch sofort krepiert ist... Scheiß drauf. Ist doch super. Vielleicht gewinnen wir damit einen Award."
Nachdem die Fake-Nachrichten über den Äther geblubbert waren hagelte es Kritik am Sender. Siehe Google News.
Zurecht? Natürlich kann man bei der ganzen Sache darüber nachdenken welche Rolle Nachrichten in unserer Realität einnehmen. Sie schaffen subjektive Wahrheit und liefern Eckpfeiler unserer Wahrnehmung. Läuft es in den Nachrichten ist es. Video ergo est. Ich sehe also ist es. Dabei fällt die Tatsache, dass Nachrichten auch Teil eines Mediums sind, dass einem Markt, Gesetzen, Konkurrenz unterliegt unter den Teppich. Je mehr Einflüsse, desto mehr Anpassung an die Umstände. Das beeinflusst, ob es die Macher wollen oder nicht. Kein Wunder, dass Formate wie die Tagesschau deshalb so große Wertschätzung verdienen.
Nun, ist eine stumpfe Werbung in der Lage diese Frage sinnvoll in der Allgemeinheit aufzuwerfen? Nein, eher nicht. Also, was bleibt übrig? Nichts, außer eine echt beeindruckend schwachsinnige, verantwortungslose und hirnamputierte Werbeaktion. Was noch schlimmer ist, sie ist geschmacklos und skrupellos. Word.
Bald geht es los, Fringe läuft auf Pro Sieben, eine Mystery Serie aus den USA. Von Fox produziert, dick erfolgreich und recht teuer gemacht klingt die Story furchtbar an den Haaren herbeigezogen und schmerzfrei reißerisch. Wie ein wahlloser Mix aus Akte X und Dark Angel.
Hier der Wikipedia-Artikel
Um dieses beispiellose Exemplar der TV-Unterhaltung entsprechend zu bewerben hat sich Pro Sieben/ihre zuständige Buzze etwas wirklich außergewöhnlich "wildes" einfallen lassen. Eine grandiose Idee: "Wir nehmen einfach unser Nachrichtenformat und senden eine Eilmeldung über einen Mysteryfall aus der Serie. Scheiß auf den Verlust an Seriosität unsere Nachrichten sind eh fürn Arsch. Und die paar Senioren die einen Herzkasper bekommen sind erst recht fürn Arsch, weil ... naja ... sind halt auch fürn Arsch und die gucken ja eh nicht bei uns zu weil unsere Zielgruppe ist ja eh jünger und wenn die die Nachrichten sehen und zu verstrahlt sind um zu kapieren dass es ein Fake ist, dann glauben sie halt dass es eine Schwangere zerfetzt hat weil in ihrem Bauch inerhalb von Minuten ein Mensch erwachsen wurde und dann auch sofort krepiert ist... Scheiß drauf. Ist doch super. Vielleicht gewinnen wir damit einen Award."
Nachdem die Fake-Nachrichten über den Äther geblubbert waren hagelte es Kritik am Sender. Siehe Google News.
Zurecht? Natürlich kann man bei der ganzen Sache darüber nachdenken welche Rolle Nachrichten in unserer Realität einnehmen. Sie schaffen subjektive Wahrheit und liefern Eckpfeiler unserer Wahrnehmung. Läuft es in den Nachrichten ist es. Video ergo est. Ich sehe also ist es. Dabei fällt die Tatsache, dass Nachrichten auch Teil eines Mediums sind, dass einem Markt, Gesetzen, Konkurrenz unterliegt unter den Teppich. Je mehr Einflüsse, desto mehr Anpassung an die Umstände. Das beeinflusst, ob es die Macher wollen oder nicht. Kein Wunder, dass Formate wie die Tagesschau deshalb so große Wertschätzung verdienen.
Nun, ist eine stumpfe Werbung in der Lage diese Frage sinnvoll in der Allgemeinheit aufzuwerfen? Nein, eher nicht. Also, was bleibt übrig? Nichts, außer eine echt beeindruckend schwachsinnige, verantwortungslose und hirnamputierte Werbeaktion. Was noch schlimmer ist, sie ist geschmacklos und skrupellos. Word.
2009.03.11, 13:38
Der Weltstadttest
Nicht jede Stadt tickt im selben Tempo und nicht jede Stadt vermittelt das selbe urbane Gefühl.
Es gibt konkrete Parameter die einem Ort den Status Großstadt vergeben. Es handelt sich dabei tatsächlich um einen Status, denn oft ist nichts wichtiger als den Ruf der Provinz zu verlieren. Die Parameter die erfüllt werden müssen sind ersteinmal einfach und konkret, die Einwohnerzahl. Eigentlich reicht das schon. Vielleicht kann man dann noch die Einwohner im Einzugsgebiet heranziehen. Am Beispiel Brüssel oder im Ruhrgebiet gibt das weitere Aufschlüsse.
Jetzt wird es komplexer und komplizierter, da subjektiver. Was passiert in der Stadt, kulturell, im Underground oder politisch und geschichtlich? Dann kommen noch die Einwohner, wie stehen sie zur Welt, Neuem oder wie ist ihr Selbstverständnis? Nur in diesen Kategorien kann eine Großstadt die Hürde zur Weltstadt oder zur Metropole nehmen.
Nicht vergessen darf man auch das Tempo das in der Stadt vorherherrscht. Nur ist Geschwindigkeit ein recht subjektiver Parameter und auch nicht jeder würde sie als relevant bezeichnen. Typfrage, sicherlich. Für die Landbevölkerung mag es bereits hektisch sein wenn man die U-Bahn nimmt und nur 10 Sekunden zum aussteigen hat. Den Stadtmenschen juckt das nicht die Bohne. Alles normal, alles ganz entspannt, easy Alta. Unterschiede über Unterschiede, ist man nun die Fancy Nancy oder eher der Ruhige, trägt man ab und zu den Fanschal des Lieblingsvereins oder Absatz zu einer Ray Ban auf der Nase – alles egal.
Ob's nun wichtig ist oder nicht, es gibt ein Indiz für die Geschwindigkeit einer Stadt: die Rolltreppe. Links gehen, rechts stehen (oder anders herum in Ländern mit Linksverkehr). Ganz einfaches Prinzip, wer es eilig hat geht, wer bummelt steht – funktioniert, wenn alle dabei sind. Und genau das ist es. Es funktioniert nicht überall, nur in Städten deren Bewohner ein Bewusstsein fürs Tempo haben – in schnellen Städten und in Manchmal-schnell-Städten klappts auch nur manchmal. Beispiel? London, bleib auf der Rolltreppe in der Tube falsch stehen ... bewundernswert wie höflich die Londoner bleiben. Aber du wirst weitergehen oder richtig stehen. In Berlin ist Höflichkeit eher experimentell interpretiert. Aber hab es mal eilig und nehm die Rolltreppe. Mal gehts und mal nicht. Berlin ist eben mal so mal so. Weltstadt mit Brache. Und Hamburg? Zuviele Touristen die nur die Schiffe oder Nutten sehen wollen und Zeit, nordisch kühl und ruhig. Da wird auf der Rolltreppe gestanden.
Es gibt konkrete Parameter die einem Ort den Status Großstadt vergeben. Es handelt sich dabei tatsächlich um einen Status, denn oft ist nichts wichtiger als den Ruf der Provinz zu verlieren. Die Parameter die erfüllt werden müssen sind ersteinmal einfach und konkret, die Einwohnerzahl. Eigentlich reicht das schon. Vielleicht kann man dann noch die Einwohner im Einzugsgebiet heranziehen. Am Beispiel Brüssel oder im Ruhrgebiet gibt das weitere Aufschlüsse.
Jetzt wird es komplexer und komplizierter, da subjektiver. Was passiert in der Stadt, kulturell, im Underground oder politisch und geschichtlich? Dann kommen noch die Einwohner, wie stehen sie zur Welt, Neuem oder wie ist ihr Selbstverständnis? Nur in diesen Kategorien kann eine Großstadt die Hürde zur Weltstadt oder zur Metropole nehmen.
Nicht vergessen darf man auch das Tempo das in der Stadt vorherherrscht. Nur ist Geschwindigkeit ein recht subjektiver Parameter und auch nicht jeder würde sie als relevant bezeichnen. Typfrage, sicherlich. Für die Landbevölkerung mag es bereits hektisch sein wenn man die U-Bahn nimmt und nur 10 Sekunden zum aussteigen hat. Den Stadtmenschen juckt das nicht die Bohne. Alles normal, alles ganz entspannt, easy Alta. Unterschiede über Unterschiede, ist man nun die Fancy Nancy oder eher der Ruhige, trägt man ab und zu den Fanschal des Lieblingsvereins oder Absatz zu einer Ray Ban auf der Nase – alles egal.
Ob's nun wichtig ist oder nicht, es gibt ein Indiz für die Geschwindigkeit einer Stadt: die Rolltreppe. Links gehen, rechts stehen (oder anders herum in Ländern mit Linksverkehr). Ganz einfaches Prinzip, wer es eilig hat geht, wer bummelt steht – funktioniert, wenn alle dabei sind. Und genau das ist es. Es funktioniert nicht überall, nur in Städten deren Bewohner ein Bewusstsein fürs Tempo haben – in schnellen Städten und in Manchmal-schnell-Städten klappts auch nur manchmal. Beispiel? London, bleib auf der Rolltreppe in der Tube falsch stehen ... bewundernswert wie höflich die Londoner bleiben. Aber du wirst weitergehen oder richtig stehen. In Berlin ist Höflichkeit eher experimentell interpretiert. Aber hab es mal eilig und nehm die Rolltreppe. Mal gehts und mal nicht. Berlin ist eben mal so mal so. Weltstadt mit Brache. Und Hamburg? Zuviele Touristen die nur die Schiffe oder Nutten sehen wollen und Zeit, nordisch kühl und ruhig. Da wird auf der Rolltreppe gestanden.
2009.02.05, 19:17
Große Momente können kurz sein
Während es 666 wichtigere Dinge auf der Welt gibt können trotzdem außergewöhnliche, wenn auch unwichtige, Momente in die Geschichte eingehen.
Eigentlich war es einer der größten Momente in der Geschichte des Internets. Nachdem Spiegel Online von der Erfolglosigkeit des Vatikan-Kanals auf YouTube berichtete stiegen die Zahlen der Subscriber stetig. Langsam aber stetig. Nachdem der deutsche Kanal als erfolglosester vor sich hin dümpelte zeichnete sich ein historischer Moment ab. Während am 28.1.2009 um 12:49 noch kümmerliche 618 Subscriber Gott/der Kirche lauschten, war es um 18:31 Uhr soweit.
Der Vatikan-Kanal hatte 666 Subscriber. Leider ist der Name des entscheidenden Subscribers unbekannt. Auch wenn er nicht Luzifer heißt oder ähnlich, in Anbetracht der letzten Entwicklungen im Vatikan spielt es eigentlich keine Rolle mehr, welcher Katholik sich da angemeldet hat. Sie sind alle mit dem gleichen im Bunde. Der Vatikan, 666 Subscriber, klar wieviele sollen es auch sonst sein?
Eigentlich war es einer der größten Momente in der Geschichte des Internets. Nachdem Spiegel Online von der Erfolglosigkeit des Vatikan-Kanals auf YouTube berichtete stiegen die Zahlen der Subscriber stetig. Langsam aber stetig. Nachdem der deutsche Kanal als erfolglosester vor sich hin dümpelte zeichnete sich ein historischer Moment ab. Während am 28.1.2009 um 12:49 noch kümmerliche 618 Subscriber Gott/der Kirche lauschten, war es um 18:31 Uhr soweit.
Der Vatikan-Kanal hatte 666 Subscriber. Leider ist der Name des entscheidenden Subscribers unbekannt. Auch wenn er nicht Luzifer heißt oder ähnlich, in Anbetracht der letzten Entwicklungen im Vatikan spielt es eigentlich keine Rolle mehr, welcher Katholik sich da angemeldet hat. Sie sind alle mit dem gleichen im Bunde. Der Vatikan, 666 Subscriber, klar wieviele sollen es auch sonst sein?2008.12.25, 12:31
by skek
about: aus der mitte
Pissterror
Es gibt eine einfache Regel: Beim pissen hält man Abstand. Diese Regel wird eingehalten, vor allem wenn man sich nicht kennt, auf öffentlichen Toiletten zum Beispiel. Sind in einer Toilette drei Pissoirs stellt man sich, sind alle frei, an eine äußere. Kommt ein zweiter Pisser nimmt er die andere äußere. Sehr selten stellen sich zwei Unbekannte direkt nebeneinander. Sind auf der Toilette mehrere Pissoirs verfügbar und sind sie vielleicht noch über Eck an der Wand angebracht, so kann man nicht minder oft beobachten wie ein neu eintretender Pisser kurz die Ordnung taxiert und zielstrebig ein Pissoir ansteuert, dass ihm ein gewissen Abstand gewährt. Ist der Laden voll, fallen peu a peu die Ansprüche an einen komfortablen Pissplatz und weichen dem einfachen Drang sich zu entleeren.
Was wenn man sich nun diesem System widersetzt? Man stellt sich zum Beispiel aufreizend arrogant in die Mitte des Dreierpissoirs und pinkelt keck vor sich hin. Tritt nun ein zweiter ein, kann man ein gewisses Stocken, vielleicht einen Hauch Orientierungslosigkeit feststellen. Wo soll ich pinkeln? Ich muss mich direkt neben den anderen hinstellen. Praktiziert man diese Form des subtilen Störens nun auf einer größeren Toilette, muss man geschickt wählen, welches Pissoir man nun besetzt um so viele Nebenpissiors wie möglich von der eigenen Anwesenheit zu "verschmutzen". Man verringert die Auswahl an Möglichkeiten, was wiederum zur Folge hat, dass erstens die Pause größer wird wenn ein weiterer Eintritt und es etwas länger dauert, bis er das geringere Übel ausgemacht hat und wählt und zweitens, der einfach Drang zu pissen rückt schneller in den Vordergrund. Da gehört er auch hin.
Was wenn man sich nun diesem System widersetzt? Man stellt sich zum Beispiel aufreizend arrogant in die Mitte des Dreierpissoirs und pinkelt keck vor sich hin. Tritt nun ein zweiter ein, kann man ein gewisses Stocken, vielleicht einen Hauch Orientierungslosigkeit feststellen. Wo soll ich pinkeln? Ich muss mich direkt neben den anderen hinstellen. Praktiziert man diese Form des subtilen Störens nun auf einer größeren Toilette, muss man geschickt wählen, welches Pissoir man nun besetzt um so viele Nebenpissiors wie möglich von der eigenen Anwesenheit zu "verschmutzen". Man verringert die Auswahl an Möglichkeiten, was wiederum zur Folge hat, dass erstens die Pause größer wird wenn ein weiterer Eintritt und es etwas länger dauert, bis er das geringere Übel ausgemacht hat und wählt und zweitens, der einfach Drang zu pissen rückt schneller in den Vordergrund. Da gehört er auch hin.
2007.08.08, 19:07
Der Mann
Nehmen wir einen Mann an, mit graumelierten Haaren. Kurz geschoren, vielleicht zwei Zentimeter lang. Er hat breite Schultern und vielleicht auch einen kleinen Bauchansatz, den wir nicht sehen können, weil er mit dem Rücken zu uns sitzt. Aber der Bauchansatz ist da, muss da sein.
Im linken Ohrläppchen zittert im Rucken der Bahn ein goldener Ohrring, kein Ohrstecker – ein Ring. Recht groß. Könnte einer zierlichen Frau als Ring für den kleinen Finger dienen.
Wir sitzen in einem Zug.
Der Mann hat sich eine Tomatensuppe bestellt.
Wir sitzen im Bord-Restaurant des Zugs.
Die Tomatensuppe ist das billigste Gericht auf der Karte. Dazu trinkt er Radler.
Radler ist nicht das billigste Getränk auf der Karte.
Der breite Rücken kommt vielleicht vom Training oder er ist Veranlagung. Nehmen wir an, er kommt von der Arbeit an einem Gerät, dass die Bildung eines breiten Nacken begünstigt. Dem Mann gegenüber, unter der Bank, steht/liegt sein großer Rollkoffer.
Die freundliche Bedienung geht durch den Mittelgang, an dem Mann vorbei, weiter in das Abteil der ersten Klasse. Ihre dunkelblaue Stoffhose spannt sich begünstigend über ihren schönen Arsch. Der Mann beugt sich zur Seite und starrt auf diesen begünstigten Arsch, bis er nicht mehr sichtbar im übernächsten Abteil verschwindet. Danach saugt er, mit dem der Suppe beiliegendem Brötchen, das letzte Bisschen aus der kleinen weißen Schüssel und lehnt sich zufrieden zurück. Dabei lässt er den Blick abschätzend durchs Abteil schweifen. Er trägt ein dunkelblaues Poloshirt von Baldessarini. Es trennt ihn von den Jungs.
Im linken Ohrläppchen zittert im Rucken der Bahn ein goldener Ohrring, kein Ohrstecker – ein Ring. Recht groß. Könnte einer zierlichen Frau als Ring für den kleinen Finger dienen.
Wir sitzen in einem Zug.
Der Mann hat sich eine Tomatensuppe bestellt.
Wir sitzen im Bord-Restaurant des Zugs.
Die Tomatensuppe ist das billigste Gericht auf der Karte. Dazu trinkt er Radler.
Radler ist nicht das billigste Getränk auf der Karte.
Der breite Rücken kommt vielleicht vom Training oder er ist Veranlagung. Nehmen wir an, er kommt von der Arbeit an einem Gerät, dass die Bildung eines breiten Nacken begünstigt. Dem Mann gegenüber, unter der Bank, steht/liegt sein großer Rollkoffer.
Die freundliche Bedienung geht durch den Mittelgang, an dem Mann vorbei, weiter in das Abteil der ersten Klasse. Ihre dunkelblaue Stoffhose spannt sich begünstigend über ihren schönen Arsch. Der Mann beugt sich zur Seite und starrt auf diesen begünstigten Arsch, bis er nicht mehr sichtbar im übernächsten Abteil verschwindet. Danach saugt er, mit dem der Suppe beiliegendem Brötchen, das letzte Bisschen aus der kleinen weißen Schüssel und lehnt sich zufrieden zurück. Dabei lässt er den Blick abschätzend durchs Abteil schweifen. Er trägt ein dunkelblaues Poloshirt von Baldessarini. Es trennt ihn von den Jungs.
2007.01.18, 22:57
by skek
about: aus der mitte
Wer wird denn gleich weinen?
Eigentlich stand ihm nichts im Weg. Er schien der erste Landesvater, der selbst posthum sein Amt behalten würde. Doch dann kamen die silber haarigen Kronprinzen und – schwupps, bzw. in der Landessprache: Servus machs guad.
Er war ein Star, er war beliebt, er war der Überflieger, der einzige der mehr Stimmen bekam als überhaupt abgegeben wurden. Doch dann kam der Fall. Die Niederlage gegen den Genossen der Bosse und dann dieses Weib, dieses ostdeutsche Weib, dass seiner Muschi niemals das Wasser reichen konnte. In die Spitzenposition intrigiert von Scarface und Konsorten, diesen Wendehälsen. Was blieb ihm da anderes übrig als die Flucht zurück, in den warmen Schoß, nein, nicht von Muschi, von Bayern.
Doch dieses Märchen vom Überflug, von der totalen Dominanz findet ein jähes Ende. Die Geier kreisen nicht mehr, sie weiden sich bereits, an Innereien, an Ämtern und an fremden Errungenschaften. Die Geier die er an seiner eigene Brust nährte, aufbaute, denen er das Fliegen beibrachte. Ihr Schmatzen hallt durch die Republik. Und selbst in der Politik gilt ein Gesetz des Fußballs. Auch wenn man mal den Meister anpinkelt, am Ende steigt St. Pauli doch ab. Den Stoiber gestürzt und nun Beckes und Huber den Heber an der Backe. Tja haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh. Ade Ede, war ne wunderbar beschissene Zeit mir dir.
Er war ein Star, er war beliebt, er war der Überflieger, der einzige der mehr Stimmen bekam als überhaupt abgegeben wurden. Doch dann kam der Fall. Die Niederlage gegen den Genossen der Bosse und dann dieses Weib, dieses ostdeutsche Weib, dass seiner Muschi niemals das Wasser reichen konnte. In die Spitzenposition intrigiert von Scarface und Konsorten, diesen Wendehälsen. Was blieb ihm da anderes übrig als die Flucht zurück, in den warmen Schoß, nein, nicht von Muschi, von Bayern.Doch dieses Märchen vom Überflug, von der totalen Dominanz findet ein jähes Ende. Die Geier kreisen nicht mehr, sie weiden sich bereits, an Innereien, an Ämtern und an fremden Errungenschaften. Die Geier die er an seiner eigene Brust nährte, aufbaute, denen er das Fliegen beibrachte. Ihr Schmatzen hallt durch die Republik. Und selbst in der Politik gilt ein Gesetz des Fußballs. Auch wenn man mal den Meister anpinkelt, am Ende steigt St. Pauli doch ab. Den Stoiber gestürzt und nun Beckes und Huber den Heber an der Backe. Tja haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh. Ade Ede, war ne wunderbar beschissene Zeit mir dir.
2007.01.04, 17:00
2007 ~ und was kommt als nächstes?
Das Jahr ist noch pupsfrisch und kaum trocken auf der Straße, da sieht es sich dem großen Erwartungsdruck der Menschheit ausgesetzt. Was wird es uns bringen? Wird alles besser/schlechter oder einfach wie immer – halt irgendwie?
Sicher, es mangelt nicht an "Was-wird-uns-das-Jahr-2007-bringen-Prognosen", aber ein paar Kleinigkeiten gibt es da schon zu erwähnen. Kaum sind ein paar Tage vergangen, ertappen sich doch einige dabei, einen Satz zu denken, der undenkbarer kaum sein kann, gerade in Deutschland. "Ich freu' mich auf Hitler." Wer hätte gedacht, dass man das einfach mal so schreiben kann, nun aber ist es möglich, mit Helge Schneider in der Hauptrolle. Uiuiui, was können wir uns auf diesen Film freuen. Schluss mit dem ganzen "darf-man-das-denn-in-Deutschland-gelaber". Erst mal gucken, dann reden und vor allem, das Sommermärchen nicht vergessen. Schade das der Film von Dani Levy nicht "Deuschland – ein Demokratiemärchen" heißt. Egal, ob der Film gut ist oder nicht, wen interessiert das schon.
Frohes neues Jahr auch von hier aus.
Sicher, es mangelt nicht an "Was-wird-uns-das-Jahr-2007-bringen-Prognosen", aber ein paar Kleinigkeiten gibt es da schon zu erwähnen. Kaum sind ein paar Tage vergangen, ertappen sich doch einige dabei, einen Satz zu denken, der undenkbarer kaum sein kann, gerade in Deutschland. "Ich freu' mich auf Hitler." Wer hätte gedacht, dass man das einfach mal so schreiben kann, nun aber ist es möglich, mit Helge Schneider in der Hauptrolle. Uiuiui, was können wir uns auf diesen Film freuen. Schluss mit dem ganzen "darf-man-das-denn-in-Deutschland-gelaber". Erst mal gucken, dann reden und vor allem, das Sommermärchen nicht vergessen. Schade das der Film von Dani Levy nicht "Deuschland – ein Demokratiemärchen" heißt. Egal, ob der Film gut ist oder nicht, wen interessiert das schon.
Frohes neues Jahr auch von hier aus.
