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2006.01.26, 21:27
Als wäre ich Luft
Es ist kurz nach sieben Uhr am Morgen. Ich sitze im Bordbistro eines Regionalexpress. Ich bin der einzige Fahrgast, und trotzdem ist es, als wäre ich Luft und nicht mehr. Aber was wäre, wenn ich in diesem einen Moment mehr wäre als Luft? Was würde sich wirklich ändern? Sicher, sie würde sich anders verhalten. Aber wäre dass ein wirklicher Unterschied, ein wichtiger, ausschlaggebender? Schließlich ist es auch nur ein Zufall das ich hier sitze, kurz nach sieben Uhr, während alle noch zu schlafen scheinen – außer dem Personal, hoffentlich. Auch das ich hier bin ist nicht üblich für mich. Einen Kaffee zu trinken schon, aber nicht hier und zu dieser Uhrzeit. Für sie schon: Die Zugschaffnerin. Jedenfalls hörte es sich gerade so an:
„Du bist fast zu spät gekommen.“
„Ich hatte noch genau fünf Minuten als ich mein Auto geparkt hab, das reicht immer.“
„Meinst du! Wie immer, Kaffee?“
„Was sonst.“
Es ist ihr Ort, ihre Umgebung, ihre Vertrautheit in der ich mich befinde ohne ein Teil zu sein. Es ist zu früh um wirklich ein Gast zu sein. Ihr Arbeitsbeginn, meine durchgemachte Nacht. Ich bin ein ungesehener Gast. Ich habe Augen, aber bin ich im Besitz eines Körpers? Bin ich denn wirklich ihr gegenüber? Sie sitzt hier, direkt vor meinen Augen. Sie sitzt mir gegenüber. Ich bin nicht in der Lage etwas anderes zu tun, als sie zu beobachten. Mein Buch, das ich noch bis vor einer halben Stunde mit Interesse las, habe ich vergessen, mit ins Bordbistro zu nehmen. Keine Zeitungen, die einem die Möglichkeit geben, sich abwesend zu fühlen. Der Blick aus dem Fenster ist zu fern. Nur sie bleibt übrig, was nicht unangenehm ist, was aber auch nicht bedeutet dass sie besonders hübsch ist, zumindest zu diesem Zeitpunkt, früh morgens. Nicht nur ich weiß das. Würde sie sich sonst ständig, mit flüchtigem Seitenblick, ihrem Spiegelbild widmen, dass ihr, von dem mit voller Offenheit hässlichen Speisewagonspiegel, präsentiert wird? Sie kämpft mit ihren Haaren, versucht sie zu bändigen, mit ruckhaften Strichen hinter die Ohren zu sperren. Sogar ich sehe, dass die Haare die bessere Ausgangsposition haben. Ich bin ein Besucher im Stadion. Heute gibt es einen Zweikampf. Ich glaube, ein Fachmann zu sein, mit dem Wunsch sein Wissen mitzuteilen. Und ich stelle mir vor wie ihre Ohren, auf welchen ihre Siegeshoffnungen beruhen, rot werden bei meinen Worten:
„Deine Frisur ist heute einfach beschissen und wird es bleiben und deine Ohren, obwohl es gute Ohren sind, sind die letzten die etwas dagegen tun können.“
So trinke ich den letzten Schluck meines Kaffees, stehe auf und gehe unbeachtet zurück in mein Abteil.
„Du bist fast zu spät gekommen.“
„Ich hatte noch genau fünf Minuten als ich mein Auto geparkt hab, das reicht immer.“
„Meinst du! Wie immer, Kaffee?“
„Was sonst.“
Es ist ihr Ort, ihre Umgebung, ihre Vertrautheit in der ich mich befinde ohne ein Teil zu sein. Es ist zu früh um wirklich ein Gast zu sein. Ihr Arbeitsbeginn, meine durchgemachte Nacht. Ich bin ein ungesehener Gast. Ich habe Augen, aber bin ich im Besitz eines Körpers? Bin ich denn wirklich ihr gegenüber? Sie sitzt hier, direkt vor meinen Augen. Sie sitzt mir gegenüber. Ich bin nicht in der Lage etwas anderes zu tun, als sie zu beobachten. Mein Buch, das ich noch bis vor einer halben Stunde mit Interesse las, habe ich vergessen, mit ins Bordbistro zu nehmen. Keine Zeitungen, die einem die Möglichkeit geben, sich abwesend zu fühlen. Der Blick aus dem Fenster ist zu fern. Nur sie bleibt übrig, was nicht unangenehm ist, was aber auch nicht bedeutet dass sie besonders hübsch ist, zumindest zu diesem Zeitpunkt, früh morgens. Nicht nur ich weiß das. Würde sie sich sonst ständig, mit flüchtigem Seitenblick, ihrem Spiegelbild widmen, dass ihr, von dem mit voller Offenheit hässlichen Speisewagonspiegel, präsentiert wird? Sie kämpft mit ihren Haaren, versucht sie zu bändigen, mit ruckhaften Strichen hinter die Ohren zu sperren. Sogar ich sehe, dass die Haare die bessere Ausgangsposition haben. Ich bin ein Besucher im Stadion. Heute gibt es einen Zweikampf. Ich glaube, ein Fachmann zu sein, mit dem Wunsch sein Wissen mitzuteilen. Und ich stelle mir vor wie ihre Ohren, auf welchen ihre Siegeshoffnungen beruhen, rot werden bei meinen Worten:
„Deine Frisur ist heute einfach beschissen und wird es bleiben und deine Ohren, obwohl es gute Ohren sind, sind die letzten die etwas dagegen tun können.“
So trinke ich den letzten Schluck meines Kaffees, stehe auf und gehe unbeachtet zurück in mein Abteil.
2006.02.28, 16:03
The trick is to keep breathing
Im Zug sitzt mir eine Frau, vielleicht Mitte dreißig, gegenüber. Sie trägt eine unmoderne Kurzhaarfrisus und ziemlich langweilige Kleidung. Auf dem Tisch vor ihr steht ein IBM Thinkbook, älterer Generation, deren Tasten sie mit geübtem Zehnfingersystem bearbeitet. Aus einer Seitenfach ihrer Reisetasche ragt die aktuelle Ausgabe der Neuen Züricher Zeitung. Ich bemerke, dass bei ihr im Gegensatz zu mir, beim schreiben die Hände über der Tastatur schweben und sie nicht wie die Handballen auf dem Laptop oder dem Tisch ablegt. Sie hat es gelernt, während ich eine ziemlich wilde selbstgelernte fünf bis acht Fingertechnik ausübe. (Jetzt versuche ich auch, meine Hände beim schreiben schwebend über der Tastatur zu halten. Das funktioniert wirklich gut.) Sie ist nervös. Anscheinend hat sie das Gefühl, dass ich sie bei ihrer Arbeit beobachte, was stimmt, aber ich bin vorsichtig und eigentlich auch ziemlich sicher, dass sie es nicht bemerken kann. Also ist sie anscheinend eh ein nervöser Typ. Ständig setzt sie sich anders hin. Mal schlägt sie die Beine übereinander, mal stellt sie ihre Füße brav geschlossen nebeneinenander. Eigentlich wollte ich auch arbeiten, aber mein Rechner schläft ruhig in meiner Tasche. Ich hatte keine Lust und außerdem sitze ich in einem alten ICE, der nicht an jedem Platz eine Steckdose hat und da der Akku meines Rechners nur noch ein paar Prozent Leistung hat, habe ich ihn stecken lassen. Ich versuche aus dem Fenster zu sehen. Draußen ist es dunkel und was ich sehe ist mein Spiegelbild. Ich sehe müde aus. Auf meiner Stirn streifen Lichter vorbei, die draußen an der Strecke vorbei wischen. Ich erinnere mich an den Tag als ich meine Sachen gepackt habe und Zuhause ausgezogen bin. Ich kann mich erinnern was ich getragen habe und das ich vor Nervosität während der Autofahrt eine ganze Schachtel Zigaretten geraucht habe. Nun sitze ich im ICE und zu meinen Füßen steht eine riesige Reisetasche. In ein paar Jahren werde ich mich vielleicht wieder erinnern, was ich an diesem Abend getragen habe. Oder vielleicht werde ich mich an die Frau erinnern, die verbissen ihre Tasten bearbeitet hat.
Ich erreiche Hamburg und die klassische Musik auf dem Bahnsteig der U-Bahn legt sich, wahrscheinlich wie gewünscht, entspannend auf mein nervöses, angespanntes Gemüt. Die enspannende Wirkung der Musik liegt im Wettstreit mit dem Besoffenen, der gerade wütend seine zweite Flasche Bier auf dem Boden geschmissen hat und schreiend die Scherben vor sich her kickt. Er hat keinen Sinn für klassische Musik – jedenfalls im Moment. Zum Glück kommt die U-Bahn und nimmt mich mit.
Bei meinem Weg zu meiner Bleibe für die Nacht sehe ich die ganzen Müllberge, die aufgrund des Streiks, die Straßenränder bestimmen. Ich weiß nicht auf was das alles hinaus laufen wird. Irgendetwas wird es schon sein.
An dem Tag, an dem ich damals ausgezogen bin trug ich einen schlecht sitzenden weißen Wollpullover und als ich nach zweistündiger Fahrt angekommen war, fiel mir etwas heiße Asche von der Zigarettenspitze auf meinen Arm und brennte ein beachtliches Loch in den Pullover…
Ich erreiche Hamburg und die klassische Musik auf dem Bahnsteig der U-Bahn legt sich, wahrscheinlich wie gewünscht, entspannend auf mein nervöses, angespanntes Gemüt. Die enspannende Wirkung der Musik liegt im Wettstreit mit dem Besoffenen, der gerade wütend seine zweite Flasche Bier auf dem Boden geschmissen hat und schreiend die Scherben vor sich her kickt. Er hat keinen Sinn für klassische Musik – jedenfalls im Moment. Zum Glück kommt die U-Bahn und nimmt mich mit. Bei meinem Weg zu meiner Bleibe für die Nacht sehe ich die ganzen Müllberge, die aufgrund des Streiks, die Straßenränder bestimmen. Ich weiß nicht auf was das alles hinaus laufen wird. Irgendetwas wird es schon sein.
An dem Tag, an dem ich damals ausgezogen bin trug ich einen schlecht sitzenden weißen Wollpullover und als ich nach zweistündiger Fahrt angekommen war, fiel mir etwas heiße Asche von der Zigarettenspitze auf meinen Arm und brennte ein beachtliches Loch in den Pullover…
2006.02.20, 13:44
Dido, der Mozarella der bayrischen Radiolandschaft oder Die Heimreise
Sonntag, der Himmel zeigt sich strahlend. Die Sonne erwärmt die linke Wange, bis es heiß wird. Die Autobahn ist fast leer. Nur die nötigen Sonntagsfahrer, die wie ein Hinweisschild, ja es ist Sonntag, die Spuren wechseln. Willkürlich und plötzlich wie man sich die Partnerwahl in der berühmten Kommune1 vorstellt. In bestes Kamikazemanier surren sie wie naive kleine Bienchen von Spur zu Spur. Der Heimweg. Man bricht früh auf, kurz nach dem Frühstück und läßt sich entspannt nach Hause treiben. Die Hände liegen entspannt auf dem Lenkrad und wie gesagt, die linke Wange glüht. Doch so langsam wird es langweilig, trotz aller Harmonie mit der die Straße geteert ist. Der Griff zum Radio – Volksmusik, neuer Sender – Schlager…
Es dauert eine Weile, man ist schon in der vierten Runde und das einzig Faszinierende ist: Wieviele Sender, wie wenig erträglicher Inhalt (manchmal hat man eben keine Lust auf Deutschlandradiohorizonterweiterung. Schließlich ist Sonntag). Doch da, plötzlich – Dido. Das ist doch ziemlich ok. Für den Anfang und vielleicht bedeutet das auch, dass man einen Sender bekommen hat, der vielleicht auch schon eine 20 vor der Jahreszahl hat. Willkommen in der bayrischen Radiolandschaft. Da muss ich an meine Oma denken, während ich Hoffnung schöpfe aus dem dünnen Gesangsfädchen das in mein Ohr eingefädelt wird. Vor kurzem war ich auf einer Familienfeier und es gab als Vorspeise Mozarella, Tomaten, das übliche eben. Meine Großmutter betrachtete das zappelnde Mozarellastück auf ihrer Gabel und fragte: "Wos is denn des für a neimodischs zeig?" Woraufhin meine Freundin entgegnete: "Mozarella."
"Fisch!?" Gut meine Oma ist etwas schwerhörig, gut – gegessen hat sie es eh nicht und als kurz darauf Pet Shop Boys "It's a sin" aus meinen Lautsprechern schallte wußte ich, doch kein Sender für mich. Und so denke ich, dass Dido der Mozarella der bayrischen Musiklandschaft ist – aber aus Kuhmilch. Als ich dann 20 min später auf einem anderen Sender Madonna mit ihrem neuesten Hit hörte wußte ich, das ist der aus Büffelmilch.
Es dauert eine Weile, man ist schon in der vierten Runde und das einzig Faszinierende ist: Wieviele Sender, wie wenig erträglicher Inhalt (manchmal hat man eben keine Lust auf Deutschlandradiohorizonterweiterung. Schließlich ist Sonntag). Doch da, plötzlich – Dido. Das ist doch ziemlich ok. Für den Anfang und vielleicht bedeutet das auch, dass man einen Sender bekommen hat, der vielleicht auch schon eine 20 vor der Jahreszahl hat. Willkommen in der bayrischen Radiolandschaft. Da muss ich an meine Oma denken, während ich Hoffnung schöpfe aus dem dünnen Gesangsfädchen das in mein Ohr eingefädelt wird. Vor kurzem war ich auf einer Familienfeier und es gab als Vorspeise Mozarella, Tomaten, das übliche eben. Meine Großmutter betrachtete das zappelnde Mozarellastück auf ihrer Gabel und fragte: "Wos is denn des für a neimodischs zeig?" Woraufhin meine Freundin entgegnete: "Mozarella."
"Fisch!?" Gut meine Oma ist etwas schwerhörig, gut – gegessen hat sie es eh nicht und als kurz darauf Pet Shop Boys "It's a sin" aus meinen Lautsprechern schallte wußte ich, doch kein Sender für mich. Und so denke ich, dass Dido der Mozarella der bayrischen Musiklandschaft ist – aber aus Kuhmilch. Als ich dann 20 min später auf einem anderen Sender Madonna mit ihrem neuesten Hit hörte wußte ich, das ist der aus Büffelmilch.2006.06.07, 17:41
Die Kanzlerin spricht
Stolz können wir sein, denn schließlich ist unsere Regierungschefin die erste überhaupt, weltweit, die es wagt, sich per Podcast an das/ihr Volk zu wenden. Titel: "Angela Merkel - die Kanzlerin direkt"
Rechtzeitig zur WM startet der neue Podcast von Angie. Ab Donnerstag den 8. Juni 2006 wird sich die Regierungschefin wöchentlich mit einer zwei bis drei minütigen Ansprache übers Netz ergehen. Das ist modern, frisch und... - gute Frage, was ist das? Was kommt da auf uns zu? Wöchentliche "Du bist Deutschland" Motivationsschübe oder langweilige Politikrechtfertigungsphrasen aus der Textertüte ihrer Autoren? Auf der Seite der Kanzlerin heißt es: "Mit "Video-on-demand" erläutert die Bundeskanzlerin ihre Politik." Da können wir gespannt sein, auf eine neue Quelle reichhaltigen Inhalts. Hier geht's zur Kanzlerin =>
Rechtzeitig zur WM startet der neue Podcast von Angie. Ab Donnerstag den 8. Juni 2006 wird sich die Regierungschefin wöchentlich mit einer zwei bis drei minütigen Ansprache übers Netz ergehen. Das ist modern, frisch und... - gute Frage, was ist das? Was kommt da auf uns zu? Wöchentliche "Du bist Deutschland" Motivationsschübe oder langweilige Politikrechtfertigungsphrasen aus der Textertüte ihrer Autoren? Auf der Seite der Kanzlerin heißt es: "Mit "Video-on-demand" erläutert die Bundeskanzlerin ihre Politik." Da können wir gespannt sein, auf eine neue Quelle reichhaltigen Inhalts. Hier geht's zur Kanzlerin =>2006.04.05, 17:03
Du Du Du - Der Duden ~ Requiem for a Star
Jede Ära geht einmal zu Ende. Die der Beatles und somit auch die des Fickers. Gleichzeitig der Beweis einer niederschmetternden Niederlage.
Nicht nur das unser Versuch, das Schnackseln in die Top 3 der Dudensuche zu hieven, gescheitert ist, nein, auch der Ficker und der Fickler sind aus den Top 3 verdrängt worden. Zumindest ist es thematisch schlüssig, von wem: dem Exfreund. Hier die aktuelle Top 3:
Nicht nur das unser Versuch, das Schnackseln in die Top 3 der Dudensuche zu hieven, gescheitert ist, nein, auch der Ficker und der Fickler sind aus den Top 3 verdrängt worden. Zumindest ist es thematisch schlüssig, von wem: dem Exfreund. Hier die aktuelle Top 3:
- Exfreund
- Arretierung
- Burgherr
2006.11.20, 19:06
Daum is back in Town
Lasst die Witze mit dem Seitenlinien wegschnupfen ruhig stecken. Der Godmaster der Kleingeist/Fußballerpsychologie ist zurück.
Endlich ist er zurück in der kleinen Bundesliga, um den wirklich einzigen Weltklub, so empfindet es zumindest der gemeine Kölner Fan, wieder dorthin zu führen, wo er eigentlich nie wirklich war. No Offense Litti, aber die zwei Meisterschaften... Aber damit ist jetzt Schluss. Fachkreise berichten bereits von deutlich hörbarem Zähneklappern aus Madrid, Barcelona und Chelsea, während Poldi ins Kissen flennt, weil er jetzt sicher wieder bei einem Abstiegskandidaten spielt. Da muss er jetzt durch. Jetzt fehlt nur noch eine Regel-Änderung der UEFA, dass ab nächstem Jahr der 12. der zweiten Liga in der Champigons-League spielberechtigt ist und dann steht nichts und niemand irgendjemandem mehr im Weg.
Endlich ist er zurück in der kleinen Bundesliga, um den wirklich einzigen Weltklub, so empfindet es zumindest der gemeine Kölner Fan, wieder dorthin zu führen, wo er eigentlich nie wirklich war. No Offense Litti, aber die zwei Meisterschaften... Aber damit ist jetzt Schluss. Fachkreise berichten bereits von deutlich hörbarem Zähneklappern aus Madrid, Barcelona und Chelsea, während Poldi ins Kissen flennt, weil er jetzt sicher wieder bei einem Abstiegskandidaten spielt. Da muss er jetzt durch. Jetzt fehlt nur noch eine Regel-Änderung der UEFA, dass ab nächstem Jahr der 12. der zweiten Liga in der Champigons-League spielberechtigt ist und dann steht nichts und niemand irgendjemandem mehr im Weg.2006.07.23, 12:46
Und wie kommt das Obst nun wieder ans Licht?
Trockenobst ist ja gut für die Verdauung, es sei denn es wird um den Darm herum in den Arsch geschmuggelt. Dann hilft das wohl wenig. Naja?
Sieht es nicht gesund aus? Vielleicht ist das Trockenobst, dass Bundeswehrunteroffiziere mit sich herumtrugen, nicht so illuster anzusehen, schließlich war es da Lichtdicht weggepackt - im Arsch. Das sollte ja ein Iniziationsritus für Unteroffiziere sein. Was wird wohl bei richtigen Offizieren in den Popo geschoben? Eine weitere Frage ist ja, wie kommt das Obst wieder ans Licht? Vertraut man da auf den Körper, oder überlässt man das dem, der das gerne überlassen bekommt? Auf Reisen kam es vielleicht doch wieder zum Vorschein. Da hatte der Soldat so seine Möglichkeiten. Das geht aber nun auch nicht mehr. Angeblich hat man den armen Jungs jetzt sogar verboten auf Reisen in der Nähe von Schwulen-Vierteln zu übernachten. Das verwirrt doch jetzt sehr. Man fürchtet also um den Ruf der Truppe. Hm. Achso.
Wie soll man sich das jetzt vorstellen? Eine Großraumdusche voller strammer Krieger und ab 1 Meter Höhe regnet es Obst. Das klingt wie im Schlaraffenland. Aber so blumig ist es da ja nie. Eher erdig. Schade, wie langweilig. Aber wenn man bedenkt, wie man nach dem "Verzehr" von Trockenobst furzen kann, dann bekommt man vielleicht doch eine ganz lustige Vorstellung vom Dienst an der Waffe. Es ist sicher nicht ungefährlich, die Wumme durch den Lauf nachzuladen. Da gerät man leicht in friendly fire. Das bedeutet also "in Stellung gehen". Ach naja, nur so ein Gedanke?
Sieht es nicht gesund aus? Vielleicht ist das Trockenobst, dass Bundeswehrunteroffiziere mit sich herumtrugen, nicht so illuster anzusehen, schließlich war es da Lichtdicht weggepackt - im Arsch. Das sollte ja ein Iniziationsritus für Unteroffiziere sein. Was wird wohl bei richtigen Offizieren in den Popo geschoben? Eine weitere Frage ist ja, wie kommt das Obst wieder ans Licht? Vertraut man da auf den Körper, oder überlässt man das dem, der das gerne überlassen bekommt? Auf Reisen kam es vielleicht doch wieder zum Vorschein. Da hatte der Soldat so seine Möglichkeiten. Das geht aber nun auch nicht mehr. Angeblich hat man den armen Jungs jetzt sogar verboten auf Reisen in der Nähe von Schwulen-Vierteln zu übernachten. Das verwirrt doch jetzt sehr. Man fürchtet also um den Ruf der Truppe. Hm. Achso. Wie soll man sich das jetzt vorstellen? Eine Großraumdusche voller strammer Krieger und ab 1 Meter Höhe regnet es Obst. Das klingt wie im Schlaraffenland. Aber so blumig ist es da ja nie. Eher erdig. Schade, wie langweilig. Aber wenn man bedenkt, wie man nach dem "Verzehr" von Trockenobst furzen kann, dann bekommt man vielleicht doch eine ganz lustige Vorstellung vom Dienst an der Waffe. Es ist sicher nicht ungefährlich, die Wumme durch den Lauf nachzuladen. Da gerät man leicht in friendly fire. Das bedeutet also "in Stellung gehen". Ach naja, nur so ein Gedanke?
2006.04.08, 13:07
Dudensuche ~ Reaktionär
Wir haben gefeiert und frohlockt, denn der Ficker war auf seinem Zenit, wochenlang bis, ja bis die bigotte Gesellschaft zurückschlug. Zuerst war es ein Klaps, nun ist es ein Hieb.
Diese Top 3 sind nicht nur die drei meistgesuchten Wörter der Duden-User, nein sie sind eine Anwort auf unsere übermütige Freude, einen Freund, einen Verbündeten in den verstaubten Hallen und Korridoren der Dudenburg zu haben. Nicht nur in einem kleinen Kämmerchen, sondern auf dem Olymp – das meistgesuchte Wort.
Das ist nun vorbei. Für immer? Es ist zu befürchten. Denn diese Top 3 Wörter sprechen eine klare Sprache, nicht die unsere, auch das ist klar.
Diese Top 3 sind nicht nur die drei meistgesuchten Wörter der Duden-User, nein sie sind eine Anwort auf unsere übermütige Freude, einen Freund, einen Verbündeten in den verstaubten Hallen und Korridoren der Dudenburg zu haben. Nicht nur in einem kleinen Kämmerchen, sondern auf dem Olymp – das meistgesuchte Wort.Das ist nun vorbei. Für immer? Es ist zu befürchten. Denn diese Top 3 Wörter sprechen eine klare Sprache, nicht die unsere, auch das ist klar.
- Äquipondium
- Gottseligkeit
- Abendausgabe
2006.06.11, 10:37
Do you Do you Do you Do you wanna dance?
Die WM ist noch nicht alt und schon gibt es lauter kleine Geschichten, Überraschungen und – natürlich – Sensationen. Willkommen in der Karibik. Trinidad & Tobago: Großes Tennis.
Manche Sachen ändern sich jedoch nicht. Das scheint festgenagelt wie die Jesusfigur in einer Dorfkirche. Dazu gehört anscheinend auch die Phrasenmaschine Netzer, der Stereotype wie im Akkord aufs Fließband bringt. Klar, dass es bei den Afrikanern so ist und in Südamerika so. Klar. Wie erfrischend wirkt da Jürgen "Kloppo" Klopp, der den ZDF Halbzeitpausen Sehenswertes gibt. Da strapaziert man auch mal die Blase zwei drei Minuten länger. Auch auf dem Kommentatorensesseln sind beim ZDF nicht nur Platzwärmer. Außer das ZDF-pseudointellektuelle-emo-kerner-gebrabbel ist nur peinlich. Das Kloppo das rausreißen kann bedeutet dann fast noch mehr.
Der ARDBeckmann ist einfach nur indiskutabel unterirdisch. Da ist Bela Rethy der Fels in der dumpfen Brandung. RTL überträgt ja auch und versucht sich mit einer Doppelmoderation, Kommentator und Fachmann, abzuheben. Wenigstens ist das solide, fast wie auf Eurosport. Alles in allem ist das alles recht durchwachsen. Man freut sich halt doch wenn da einer weniger quasselt und man die Zuschauer einfach nur feiern hört. Wie die aus Trinidad & Tobago.
Manche Sachen ändern sich jedoch nicht. Das scheint festgenagelt wie die Jesusfigur in einer Dorfkirche. Dazu gehört anscheinend auch die Phrasenmaschine Netzer, der Stereotype wie im Akkord aufs Fließband bringt. Klar, dass es bei den Afrikanern so ist und in Südamerika so. Klar. Wie erfrischend wirkt da Jürgen "Kloppo" Klopp, der den ZDF Halbzeitpausen Sehenswertes gibt. Da strapaziert man auch mal die Blase zwei drei Minuten länger. Auch auf dem Kommentatorensesseln sind beim ZDF nicht nur Platzwärmer. Außer das ZDF-pseudointellektuelle-emo-kerner-gebrabbel ist nur peinlich. Das Kloppo das rausreißen kann bedeutet dann fast noch mehr.
Der ARDBeckmann ist einfach nur indiskutabel unterirdisch. Da ist Bela Rethy der Fels in der dumpfen Brandung. RTL überträgt ja auch und versucht sich mit einer Doppelmoderation, Kommentator und Fachmann, abzuheben. Wenigstens ist das solide, fast wie auf Eurosport. Alles in allem ist das alles recht durchwachsen. Man freut sich halt doch wenn da einer weniger quasselt und man die Zuschauer einfach nur feiern hört. Wie die aus Trinidad & Tobago.
2006.04.14, 15:49
Das ist mir suspex.
Am I allowed to find this gut? Fragt sich manch ein zartes Pflänzchen, wenn es sich doch einfach nur die richtigen Sachen anhören will, aber nicht mit dem nötigen Interkulturellen-Pop-Kontext vertraut ist. Aber da gibt es sicher Auswege.
Eines Nachts bin ich schweißgebadet aufgewacht, ich hatte einen Alptraum: Das Musikmagazin Spex hatte sich aus seinen unsagbar miesen Verkaufszahlen zum Powerseller Nummer 1 erhoben, so dass sogar die Poprocky zitterte. Jeder wusste was er zu hören hatte und was nicht. Jetzt rannten alle der wirklich richtigen Sau durch die Stadt nach. Ich konnte es kaum ertragen, also wachte ich auf, im Glauben der Traum sei vorbei. Ich ging zum Schrank, griff ohne hinzusehen hinein, um mein durchnässtes T-Shirt zu wechseln. Ich zog das neue an, drehte mich zum Spiegel und erschrak fürchterlich, ich trug ein "Stefanie Hertel" Fan-Shirt. Jetzt erwachte ich wirklich.
Was sollte mir dieser Traum sagen? Ist es so schwer dem Fancyfaschismus zu entkommen? Was muss man mögen und was nicht, oder ist das alles einfach nur gequirrlte Scheiße, wie schon Warlock, damals noch mit Frontfrau Doro Pesch sang:
"All we are, all we are. We are all, all we need."
Mit dem Song hatte ich in der sechsten Klasse den internen Charts-Wettbewerb zum zweiten Mal hintereinander gewonnen. Mein erster Treffer in der 5. war noch Joan Jett and the Blackhearts mit "I love Rock'n'Roll". Ich hätte damals nie gedacht, dass meine Strähne reißen könnte. Als ich im Jahr darauf mit den Ärzten baden ging, war ich am Boden zerstört. Abzutreten ist nie einfach, das weiß jeder Titan.
Aber nicht nur damit musste ich mich abfinden. Später fiel ich komplett auf die Schnauze als ich es mit "The Gentle Art of making Enemies" von Faith no more nocheinmal probierte. Nicht jedes Comeback ist von Erfolg gekrönt, siehe die Stones.
Die paar Millionen verkauften Platten und ausverkauften Stadien. Wer fragt da schon nach den Trombosestrümpfen die Keith auf Transatlantikflügen trägt, damit sein Klumpblut nicht doch noch schafft, was das Heroin nicht hingekriegt hat.
Wo liegt also der Hund begraben, der richtig betonte? Sicher nicht auf dem Friedhof Père Lachaise, da liegt ein anderer Hund, der die Unverschämtheit besaß, sich nach seinem Tod an pubertierende Spätzünderhippies ausverkaufen zu lassen. Das hätte er nicht tun dürfen. Jetzt liegt er da, dass Würstchen und hat sich die Streetcredibility gehörig versaut. Dabei wollte man ihn doch einfach nur ein bißchen durch die Straßen treiben. Da bleibt also nicht viel übrig, vom Teenie-Shiny-Glanz der Coolness und so wirklich schlauer bin ich immernoch nicht. Naja, wenigstens ist das neue Yeah Yeah Yeahs Album saugut und der Titel passt auch irgendwieahaa.

Viel gibt es da nicht mehr zu sagen, außer vielleicht – Jeder braucht irgendwann ein Gebet.
Eines Nachts bin ich schweißgebadet aufgewacht, ich hatte einen Alptraum: Das Musikmagazin Spex hatte sich aus seinen unsagbar miesen Verkaufszahlen zum Powerseller Nummer 1 erhoben, so dass sogar die Poprocky zitterte. Jeder wusste was er zu hören hatte und was nicht. Jetzt rannten alle der wirklich richtigen Sau durch die Stadt nach. Ich konnte es kaum ertragen, also wachte ich auf, im Glauben der Traum sei vorbei. Ich ging zum Schrank, griff ohne hinzusehen hinein, um mein durchnässtes T-Shirt zu wechseln. Ich zog das neue an, drehte mich zum Spiegel und erschrak fürchterlich, ich trug ein "Stefanie Hertel" Fan-Shirt. Jetzt erwachte ich wirklich.
Was sollte mir dieser Traum sagen? Ist es so schwer dem Fancyfaschismus zu entkommen? Was muss man mögen und was nicht, oder ist das alles einfach nur gequirrlte Scheiße, wie schon Warlock, damals noch mit Frontfrau Doro Pesch sang:
"All we are, all we are. We are all, all we need."
Mit dem Song hatte ich in der sechsten Klasse den internen Charts-Wettbewerb zum zweiten Mal hintereinander gewonnen. Mein erster Treffer in der 5. war noch Joan Jett and the Blackhearts mit "I love Rock'n'Roll". Ich hätte damals nie gedacht, dass meine Strähne reißen könnte. Als ich im Jahr darauf mit den Ärzten baden ging, war ich am Boden zerstört. Abzutreten ist nie einfach, das weiß jeder Titan.
Aber nicht nur damit musste ich mich abfinden. Später fiel ich komplett auf die Schnauze als ich es mit "The Gentle Art of making Enemies" von Faith no more nocheinmal probierte. Nicht jedes Comeback ist von Erfolg gekrönt, siehe die Stones.
Wo liegt also der Hund begraben, der richtig betonte? Sicher nicht auf dem Friedhof Père Lachaise, da liegt ein anderer Hund, der die Unverschämtheit besaß, sich nach seinem Tod an pubertierende Spätzünderhippies ausverkaufen zu lassen. Das hätte er nicht tun dürfen. Jetzt liegt er da, dass Würstchen und hat sich die Streetcredibility gehörig versaut. Dabei wollte man ihn doch einfach nur ein bißchen durch die Straßen treiben. Da bleibt also nicht viel übrig, vom Teenie-Shiny-Glanz der Coolness und so wirklich schlauer bin ich immernoch nicht. Naja, wenigstens ist das neue Yeah Yeah Yeahs Album saugut und der Titel passt auch irgendwieahaa.

Viel gibt es da nicht mehr zu sagen, außer vielleicht – Jeder braucht irgendwann ein Gebet.
